Die Schreiben Selims II. an Maximilian II. und Mustafa Paşa (1566–1574)

Diese Seite versammelt die edierten Urkunden aus der von Halit Temiz verfassten MA-Arbeit „Die Schreiben Selims II. aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien und die habsburgisch-osmanischen Beziehungen zwischen 1566 und 1574“, Wien 2020, betreut von ao. Univ.-Prof. Dr. Claudia Römer.
Sie wurden im Rahmen des Projektes Digitale Edition von Quellen zur habsburgisch-osmanischen Diplomatie 1500–1918 inklusive aller Apparate in TEI-XML konvertiert und stehen hier unter freier Lizenz als XML-Korpus zur Verfügung.

Urkunde 1: Geschrieben zwischen dem 12. und 21.3. 1567 in Konstantinopel. Selīm antwortet auf ein Schreiben Maximilians, dass er sich mit der Entsendung von Gesandten einverstanden erklärt und für die Dauer ihrer Mission Waffenstillstand gewährt.

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Urkunde 2: Geschrieben zwischen dem 21. und 30.4. 1567 in Konstantinopel. Selīm antwortet auf ein Schreiben Maximilians, worin er die bevorstehende Abreise seiner Botschafter bekanntgegeben hat. Johann Sigismund Zápolya und den Statthaltern von Buda und Temesvár wurde befohlen, den Waffenstillstand einzuhalten.

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Urkunde 3: Geschrieben zwischen dem 31.1. und 9.2. 1568 in Edirne. Befehl an den Beglerbegi von Buda, Muṣṭafā Paşa auf Grund einer Beschwerde einer Person namens Mezīd. Die Ungläubigen sollen in der Gegend von Östörġon 1.200 Schafe in die Festung Tata verschleppt haben. Er soll die Schafe zurückfordern und der Pforte melden, wenn diesem Wunsch nicht Folge geleistet wird.

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Urkunde 4: Geschrieben zwischen dem 29.2. und 9.3.1568 in Edirne. Schreiben an Maximilian II., dass die habsburgischen Gesandten am 19 Rebīʿu l-evvel 975 (23. September 1567) einen Betrag von 44.932 Talern überbracht haben.

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Urkunde 5: Geschrieben zwischen dem 20. und 29.3.1568 in Edirne. Achtjähriger Friedensvertrag zwischen Selīm II. und Maximilian II.

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Urkunde 6: Geschrieben Anfang November 1568 in Konstantinopel Befehl an den Beglerbegi von Buda Muṣṭafā Paşa, dass er sowohl vom König von Siebenbürgen Johann Sigismund Zápolya als auch vom König von Wien Maximilian geeignete Kommissare fordern soll, die in Vertretung aller Parteien eine Entscheidung über die Zugehörigkeit der umstrittenen Orte Nagy Bánya und Páncél-Cseh treffen sollen.

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Urkunde 7: Geschrieben zwischen dem 11. und 20.11.1568 in Konstantinopel. Selīm gibt die Rückkehr des Pfortendolmetsch İbrāhīm Beg mit Maximilians Friedensratifikation bekannt. Außerdem sind zwei Diener von İbrahim Beg mit seinem Geld, Edelsteinen und kostbaren Kleidern und die Frau eines Yayabaşı, samt Dienern, kostbaren Schmuckstücken und Kleidern in das habsburgische Gebiet geflohen. Verlangt die Auslieferung der flüchtigen Personen.

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Urkunde 8: Geschrieben zwischen dem 9. und 18.1.1569 in Çatalca. Befehl an den Beglerbegi von Buda Muṣṭafā Paşa auf Grund von Protesten Maximilians II., gegen Überfälle von den Sancakbegis von Fülek und Szolnok. Jene Dörfer, die in den osmanischen Steuerregistern nicht eingetragen sind, sollen zu keinen Abgaben gezwungen werden. Alle Gefangenen sollen freigelassen und die Übeltäter bestraft werden.

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Urkunde 9: Geschrieben zwischen dem 1. und 9.12.1569 im Lager von İnecik. Selīm II. antwortet auf ein Schreiben Maximilians II. an den inzwischen verstorbenen habsburgischen Gesandten Albert de Wijs. Maximilian hatte die Gefangennahme des Neffen von Hamza Beg durch Truppen aus Tata und Papa bekanntgegeben und gegen die Streifzüge in der Gegend von Zemdere protestiert.Fordert die Freilassung der Personen, die von İmre Begi gefangen genommen wurden. Außerdem bekam der Beglerbegi von Buda Muṣṭafā Paşa den Befehl, alle nach Abschluss des Friedensvertrages gefangengenommenen, egal ob sich diese bei den Begs von Fülek, Nógrád oder woanders befinden freizulassen. Fordert strenge Bestrafung der Friedensverletzungen.

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Urkunde 10: Geschrieben zwischen dem 22. und 30.9.1570 in Konstantinopel . Befehl an den Beglerbegi von Buda , Muṣṭafā Paşa dass er beim König von Wien der bei Ġrof (Eck von Salm) Beschwerde gegen die Misshandlung von Ḥasan Çavuş, der die Diener des Königs begleitet hatte, einzulegen.

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Urkunde 11: Geschrieben ca. 1571. Befehl an den Beglerbegi von Buda , Muṣṭafā Paşa . Die Abschrift einer Liste von Grenzverletzungen und Überfällen, die der Gesandte von Wien vorgelegt hat, wurde ihm zugesendet. Die Einhaltung des Friedensvertrages ist allen Begs und Truppen anzuordnen und Übertretungen zu bestrafen. Verlangt eine Liste aller muslimischen Übeltäter und der Muslime, die gefangengenommen worden sind. Gegnerische Grenzverletzungen sollen ebenfalls gemeldet werden und die Freilassung der Muslime zu fordern.

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Urkunde 12: Geschrieben zwischen dem 22. und 31.7.1572 in Konstantinopel. Befehl an den Beglerbegi von Buda Muṣṭafā Paşa, auf Grund eines Protest des Botschafters von Wien. Die habsburgischen Dörfer sollen nicht angegriffen und überfallen werden. Er soll osmanischerseits friedenswidrige Handlungen nicht zulassen. In einem zweiten Befehl wird angeordnet, dass der Aufenthaltsort des gefangenen Bruders von Ormándy Johann festgestellt und er freigelassen wird.

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Urkunde 12: Geschrieben zwischen dem 22. und 31.7.1572 in Konstantinopel. Befehl an den Beglerbegi von Buda Muṣṭafā Paşa, auf Grund eines Protest des Botschafters von Wien. Die habsburgischen Dörfer sollen nicht angegriffen und überfallen werden. Er soll osmanischerseits friedenswidrige Handlungen nicht zulassen. In einem zweiten Befehl wird angeordnet, dass der Aufenthaltsort des gefangenen Bruders von Ormándy Johann festgestellt und er freigelassen wird.

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Urkunde 13: Geschrieben zwischen dem 24.3. und 2.4.1574 in Konstantinopel. Beantwortet das durch Karl Rijm und David Ungnad überbrachte Schreiben mit dem Wunsch, den auslaufenden Frieden um weitere zehn Jahre zu verlängern.

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Urkunde 14: Geschrieben zwischen dem 13. und 22.4.1574 in Konstantinopel . Befehl an den Beglerbegi von Buda Muṣṭafā Paşa, geeignete Leute zur Grenzziehung zu ernennen. Diese sollen gemeinsam mit den angekündigten Kommissaren des Königs von Wien die Zugehörigkeit der umstrittenen Dörfer im Grenzgebiet festlegen.

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Geschrieben zwischen dem 16. und 25.11.1574 in Konstantinopel . Schreiben an Maximilian II., dass, nachdem der Friede verlängert wurde, es notwendig ist, die trotz der Friedensvereinbarung gefangengenommenen Muslime freizulassen. Außerdem verlangt er die Verhinderung friedenswidriger Handlungen. Leute wie Zrīn oġli (der Sohn von Nikolaus Zrínyis, Georg) sind eine ständige Gefahr für den Frieden und sollen aus den Grenzgebieten entfernt werden.

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