Nicht-klassische Physik

Der Ausbau der klassischen Physik während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte die Physiker bereits an jene Probleme heran, deren Lösung schließlich zum Abschluss der klassischen Physik und zur Entstehung von nicht-klassischen Theorien führte. So gelang es M. Planck, ein Strahlungsgesetz für Schwarzkörperstrahlung zu finden, indem er Boltzmanns Entropieformel benutzte und eine Quantisierung der Energie annahm. Auch A. Einstein äußerte in seiner Lichtquantenhypothese 1905 die Idee einer Quantennatur der Strahlung. Sowie man herausgefunden hatte, dass Licht sowohl Welle als auch Teilchen ist, behauptete 1924 L. V. De Broglie erstmals, dass Materie und ihre Bausteine neben Teilchencharakter auch Wellencharakter hätten. Einen weiteren wesentlichen Schritt zur Entstehung der nicht-klassischen Physik stellt das Bohr'sche Atommodell dar, wobei den Bohr'schen Postulaten eine befriedigende Begründung fehlte. Die entscheidende Wende bei der Suche nach einem Ausweg wurde von E. Schrödinger, der 1936-1938 am Grazer Physikinstitut war, herbeigeführt, nachdem er von De Broglies Ideen erfahren hatte. 1926 veröffentlichte er vier Abhandlungen über Wellenmechanik, worin auch die berühmte, nach ihm benannte Schrödingergleichung enthalten war. (K.R./P.G. 2011)


Gefundene Einträge: 1
  1. thumbnailTunnelmikroskop
    Entwicklung: A. Leitner (Werkstätte des Instituts für Physik der Universität Graz), 1991LIDO-Dokument