Graf Hugo von Montfort-Bregenz stammte aus Vorarlberg, erhielt in Wien seine standesgemäße Ausbildung und erlernte dabei neben dem Ritterdienst vermutlich auch den Minnesang. Hugo konnte lesen und schreiben, Details zu seiner Ausbildung sind nicht bekannt. Aus seinen Werken lässt sich jedoch ablesen, dass er weite Kenntnisse der deutschen Literatur und zumindest geringe Lateinkenntnisse aufwies. Hugo von Montfort war insgesamt dreimal verheiratet, wobei er durch seine erste Heirat mit Margarethe von Pfannberg, einer verwitweten Gräfin von Cilli (Celje, Slowenien), den steirischen Besitz erbte. Hugo war in erster Linie Landespolitiker (Landvogt, Hofmeister der Habsburger und Landeshauptmann der Steiermark in den Jahren 1413-1415). Seine Dichtung entstand nebenbei zum Vergnügen, Hugo selbst sprach davon, manches am Pferd reitend gedichtet zu haben. Seine Werke ordnete er selbst den Gattungen Brief, Rede und Lied zu. Seine Lieder stehen oft im Umkreis des Tage- und Wächterlieds, seine Liebeslieder sind, so wie seine Briefe, meist an die eigene Ehefrau gerichtet. Bei den Reden findet man solche mit persönlichem Charakter, aber auch Minnereden und geistliche Reden, Reflexionen über Liebe, Dichtung und adeliges Verhalten. Hugo sorgte selbst für die Überlieferung seines Werkes: Er ließ eine Prachthandschrift erstellen (heute an der Universitätsbibliothek Heidelberg), die mit Buchmalerei ausgeschmückt ist und zu acht Texten Noten überliefert. Hugo von Montfort verstarb 66-jährig am 5. April 1423 und wurde im Minoritenkloster in Bruck an der Mur beigesetzt.
