Schönbühel

Als Franz Brentano im Jahre 1887 durch das Donautal wanderte, entdeckte er in Schönbühel bei Melk ein Haus, das ihn so sehr an sein Aschaffenburger Elternhaus erinnerte, dass er sich spontan entschloss, es zu erwerben. In den folgenden Jahren baute Brentano das Haus, das im 17. Jahrhundert als Wirtschaftsgebäude des benachbarten Schlosses Schönbühel entstanden war, in teils eigenhändiger Arbeit zu seinem Sommersitz um, in dem ihn bis 1914 viele Freunde und Schüler aufsuchten, um mit ihm philosophische Gespräche zu führen. Während des Zweiten Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren benutzte Alfred Kastil das Haus, um dort ungestört an der Herausgabe der Werke Brentanos arbeiten zu können. Heute befindet sich der Nachlass Kastils in Schönbühel, der auch einen kleinen, aber wichtigen Teilnachlass Brentanos enthält. Das Haus selbst ist in Privatbesitz.