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      <titleStmt>
        <title>Konrad von Megenberg: Deutsche Sphaera</title>
        
        <principal>Ylva Schwinghammer</principal>
        
        <editor>Ylva Schwinghammer, Gerlinde Schneider</editor>
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          <resp>Übersetzung</resp>
          <persName>Wolfgang Holanik, Bernadette Kurz, Florian Zeilinger</persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Transkription</resp>
          <persName>Wolfgang Holanik, Bernadette Kurz, Florian Zeilinger</persName>
        </respStmt>
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          <resp>Kommentar und Glossar</resp>
          <persName>Projektteam des Arbeitskoffers</persName>
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          <resp>Datenmodellierung und Encoding</resp>
          <persName>Gerlinde Schneider, Selina Galka</persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Technische Infrastruktur und Bereitstellung</resp>
          <orgName>Zentrum für Informationsmodellierung, Universität Graz</orgName>
        </respStmt>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        
        <publisher>Zentrum für Informationsmodellierung, Universität Graz</publisher>
        <pubPlace> Graz </pubPlace>
        <date when="2017">2017</date>
        <availability>
          
          <p>Dieses Werk ist lizenziert unter einer<ref target="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Creative Commons
            Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</ref> Lizenz.</p>
        </availability>
        <idno type="PID">o:lima.9</idno>
        
      </publicationStmt>
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          <msIdentifier>
            <settlement>Graz</settlement>
            
            <repository>Universitätsbibliothek</repository>
            
            <idno>Ms. 470</idno>
            
          </msIdentifier>
          <msContents>
            <textLang mainLang="gmh">Bairisch</textLang>
            <msItem>
              <author>Konrad von Megenberg</author>
              
              <title>Deutsche Sphaera</title>
              
            </msItem>
            
          </msContents>
          <history>
            <origin>
              <origDate when="1415">1. Viertel des 15. Jh.</origDate>
              
              <origPlace></origPlace>
              
            </origin>
          </history>
        </msDesc>
        <listBibl>
          <bibl>Abbildung: Graz, Universitätsbibliothek, Ms. 470, fol. 135v (Ausschnitt: Sphärenmodell)
            
          </bibl>
          <bibl>Konrad von Megenberg: Deutsche Sphaera. Edition und Übersetzung von Teilen der Handschrift C (Graz, UB, Ms. 470) durch Wolfgang Holanik, Bernadette Kurz und Florian Zeilinger in Kooperation mit Schüler/innen des Abteigymnasium Seckau.</bibl>
          
        </listBibl>
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        <p></p>
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        <language ident="gmh">Mittelhochdeutsch</language>
        <language ident="de">Deutsch</language>
      </langUsage>
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      <div type="section" xml:id="S1">
        <head>Die Tierkreiszeichen</head>
        <div subtype="original" type="subsection" xml:lang="gmh">
          <lg n="1">
            <l n="1" xml:id="S1.L1">Die namen der <term xml:id="T.1">himelzaichen</term> sind alzo:
              wider, ochs, zwindlein, chrebs, leo, stainbok, <term xml:id="T.2">krug</term>,
              vischlein, junckfräwlein, wag, schorp, schützlein.</l>
          </lg>
          <list>
            <item n="2" xml:id="S1.L2">
              <label>&lt;I&gt;</label> Das erst zaichen haist der wider, dar umb als der wider <term xml:id="T.3">an dem aftern tail</term> kranch ist <term xml:id="T.4">und vorn
                stark</term>. Alzo wenn die sunn <term xml:id="T.5">ze niderst</term> in das zaichen
              tritt, so ist ir chraft schein pei uns <term xml:id="T.6">kranch</term>. Aber wenn sie
              oben in daz zaichen kumpt, so ist ir <term xml:id="T.7">schein</term> mer stark. Oder
              haisst dar umb der wider, das die stern in dem zaichen alzo <term xml:id="T.8">geschikt</term> sind.</item>
            <item n="3" xml:id="S1.L3">
              <label>&lt;II&gt;</label>
              <term xml:id="T.9">Das ander</term> zaichen haist der ochs, dar umb so die sunn in es
              tritt, so ist ir chraft gar stark, recht als ain ochs <term xml:id="T.10">virschrötig</term> ist.</item>
            <item n="4" xml:id="S1.L4">

              <label>&lt;III&gt;</label> Das dritt zaichen haizzt die zwindlein, wan der sunnen
              schein ist dann <term xml:id="T.11">zwivaltig</term>.</item>
            <item n="5" xml:id="S1.L5">
              <label>&lt;IIII&gt;</label> Das vierd zaichen haist der krebs, wan die sunn get dann
                <term xml:id="T.12">hinder sich als ain krebs</term>.</item>
            <item n="6" xml:id="S1.L6">
              <label>&lt;V&gt;</label> Das funft zaichen haist leo, wann der sunn kraft ist dann
                <term xml:id="T.13">gremsig</term> als ain leb. Und ist ain stern an dem haubt des
              zaichens, der haizzt der hunt. Und so die sunn dar in chumt, so chument die <term xml:id="T.14">hundtz tag</term>. Und so ist <term xml:id="T.15">lazzen</term>
              verpotten dar umb, wan die übrig hicz verczert gnůg fäuchten und den gaist in dem
              menschen.</item>
            <item n="7" xml:id="S1.L7">

              <label>&lt;VI&gt;</label> Das sechst zaichen haist die junkfraw, dar umb das die sunn
              ist <term xml:id="T.16">unberhaft</term>. Und das sind die sechs <term xml:id="T.17">summer zaichen</term>, darumb das die sunn dar inn in dem sumer lauft.</item>
            <item n="8" xml:id="S1.L8">

              <label>&lt;VII&gt;</label> Das sibent zaichen haizzt die wag, wan so die sunn dar inn
              laufft, so ist ain <term xml:id="T.18">ebennacht</term> und wigt tag und nacht
              geleich.</item>
            <item n="9" xml:id="S1.L9">

              <label>&lt;VIII&gt;</label> Das acht zaichen haizzt der schorp, der leckt mit der
              zungen und <term xml:id="T.19">heckt mit dem zagel</term> und sticht. Alzo wenn die
              sunn in das zaichen tritt, so ist sie des ersten senft und ze lest scharf.</item>
            <item n="10" xml:id="S1.L10">

              <label>&lt;IX&gt;</label> Das newnt zaichen haist der schuetz, dar umb wan die kelten
                <term xml:id="T.20">durchschewzzt</term> den menschen denn und ander creatur.</item>
            <item n="11" xml:id="S1.L11">

              <label>&lt;X&gt;</label> Daz czehende czaichen haizt der stainpochk, dar umb, wan sam
              der stainpok <term xml:id="T.21">gehürnt scharph</term> ist, also ist die czeit
              scharphhürnik mit chelten, so die sunne unter dem selben czaichen lauffet.</item>
            <item n="12" xml:id="S1.L12">
              <label>&lt;XI&gt;</label> Das xj zaichen haist der krůg, wan die zeit <term xml:id="T.22">gewsst</term> dann regenwazzer, recht als ain chrug.</item>
            <item n="13" xml:id="S1.L13">   

           <label>&lt;XII&gt;</label> Das zwelft zaichen haizzt die visch&lt;e&gt;, wan die zeit
              ist dann nas und kalt, recht als ain visch der in dem <term xml:id="T.23">wag</term>
              ist.</item>
          </list>
        </div>
        <div subtype="translation" type="subsection" xml:lang="de">
          <lg>
            <l corresp="#S1.L1">Die Namen der Himmelszeichen lauten folgendermaßen: Widder, Ochs,
              Zwillinge, Krebs, Löwe, Steinbock, Krug [= Wassermann], Fischlein, Jungfräulein,
              Waage, Skoprion, Schütze.</l>
          </lg>
          <list>
            <item corresp="#S1.L2">Das erste Zeichen heißt der Widder, darum, weil der Widder am
              hinteren Teil schwach ist und vorne stark. Wenn die Sonne zu unterst [= hinten] in das
              Zeichen tritt, so ist die Kraft ihres Scheins bei uns schwach. Aber wenn sie oben in
              das Zeichen kommt, so ist ihr Schein stärker. Oder [das Zeichen] heißt deshalb Widder,
              weil die Sterne des Zeichens so geformt sind [wie ein Widder]. </item>
            <item corresp="#S1.L3">Das zweite Zeichen heißt der Ochse, denn wenn die Sonne in es
              eintritt, ist ihre Kraft sehr stark, gleich wie ein vierschrötiger Ochse.</item>
            <item corresp="#S1.L4">Das dritte Zeichen heißt die Zwillinge, weil der Sonnenschein
              dann verdoppelt ist.</item>
            <item corresp="#S1.L5">Das vierte Zeichen heißt der Krebs, weil die Sonne dann rückwärts
              geht wie ein Krebs.</item>
            <item corresp="#S1.L6">Das fünfte Zeichen heißt der Löwe, weil die Kraft der Sonne dann
              grimmig wie ein Löwe ist. Und es gibt einen Stern am Haupt des Zeichens, der Hund
              heißt. Wenn die Sonne dort hineinkommt, dann kommen die Hundstage. Und dann ist
              Aderlassen verboten, weil die übergroße Hitze übermäßig viel Feuchtigkeit und den
              Geist aus dem Menschen zieht. </item>
            <item corresp="#S1.L7">Das sechste Zeichen heißt die Jungfrau, weil die Sonne
              unfruchtbar ist. Und das sind die sechs Sommerzeichen, weil die Sonne sie im Sommer
              durchläuft.</item>
            <item corresp="#S1.L8">Das siebte Zeichen heißt die Waage, denn wenn die Sonne darin
              läuft, gibt es eine Tag-und-Nachtgleiche und es messen Tag und Nacht gleich
              lang.</item>
            <item corresp="#S1.L9">Das achte Zeichen heißt der Skorpion, der mit der Zunge leckt und
              mit dem Schwanz hackt und sticht. Wenn die Sonne in das Zeichen tritt, ist sie
              [genauso] zuerst sanft und zuletzt scharf. </item>
            <item corresp="#S1.L10">Das neunte Zeichen heißt der Schütze, weil die Kälte [zu der
              Zeit] den Menschen und [alle] anderen Kreaturen durchschießt. </item>
            <item corresp="#S1.L11">Das zehnte Zeichen heißt der Steinbock, denn wie der Steinbock
              spitz gehörnt ist, so ist die Zeit stechend von Kälte, wenn die Sonne unter diesem
              Zeichen läuft.</item>
            <item corresp="#S1.L12">Das elfte Zeichen heißt der Krug, weil die Zeit Regenwasser
              gießt, gleich wie ein Krug. </item>
            <item corresp="#S1.L13">Das zwölfte Zeichen heißt die Fische, weil die Zeit nass und
              kalt ist, geradeso wie ein Fisch im Wasser.</item>
          </list>
        </div>
        <note type="gloss">
          <gloss target="#T.1" type="ling">himelzaichen: Unter himelzaichen versteht Konrad von Megenberg die
            Zeichen des Tierkreises. Jedes Zeichen auf dem Tierkreis (360°) hat 30° für sich. Die
            Sonne durchläuft diesen Kreis einmal jährlich, so dass sie in jedem Monat in einem
            bestimmten Tierkreiszeichen steht. In der Astrologie ist dies jenes Zeichen, welches als 
           &quot;Sternzeichen&quot; des Geborenen Einfluss auf dessen Lebensglück haben soll. </gloss>
          <gloss target="#T.1" type="cont">
            <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Tierkreis" type="wiki-link">Tierkreis</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.2" type="ling">krug: Der krug ist bei Konrad von Megenberg ein
            Tierkreiszeichen, an dessen Stelle heute der Wassermann steht. Obwohl zeitgenössisch
            auch vom Wassermann (oder &quot;wazzerer&quot;) gesprochen wurde, hält sich Konrad hier
            stark an seine lateinische Übersetzungsvorlage, wo das Sternzeichen &quot;amphora&quot;
            (&apos;Amphore&apos; oder &apos;enghalsiges Tongefäß&apos;) genannt wird. In drei von
            elf Handschriften haben die Schreiber allerdings auch in Konrads Text
            &quot;wasserman&quot; geschrieben. </gloss>
          <gloss target="#T.2" type="cont">
            <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Tierkreis" type="wiki-link">Tierkreis</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.3" type="ling">an dem aftern tail: am hinteren Teil </gloss>
          <gloss target="#T.3" type="cont">Das Wort &quot;after&quot; steht im Mhd. u.a. für hinter,
            hinten, zurück. Das Substantiv &quot;After&quot; bezeichnet den Anus des Menschen (vgl.
            den Ausdruck &quot;Hintern&quot; für das Gesäß&quot;). Diese, für viele Menschen
            anstößige Bedeutung des Substantivs könnte der Grund sein, warum das Adjektiv
            &quot;after&quot; aus der deutschen Sprache verschwunden ist. Es ist vergleichbar mit
            dem englischen &quot;after&quot;, das u.a. danach, nachher und hinter bedeutet. </gloss>
          <gloss target="#T.4" type="ling">Die Aussage macht logisch keinen Sinn: Der Sonnenschein
            ist ja in der zweiten Monatshälfte stärker als am Beginn. Die Lösung zeigen bildliche
            Darstellungen des Tierkreises: Der Widder erscheint dabei meist den Fischen mit dem Kopf
            zugewandt, sodass die Sonne bildlich von seinem (schwachen) Hinterteil zum (starken)
            Kopf wandert. </gloss>
          <gloss target="#T.6" type="ling">kranch: klein, schwach, gering, niedrig</gloss>
          <gloss target="#T.5" type="ling">Superlativ von &quot;nider&quot; (&apos;niedrig, tief,
            unten&apos;): ganz unten </gloss>
          <gloss target="#T.5" type="cont">Das &quot;ganz unten&quot; meint dabei eigentlich
            &quot;ganz hinten&quot;, wenn man sich den Tierkreis als ein Band entlang der Sonnenbahn
            vorstellt, bei dem die Sonne ostwärts pro Monat ein Tierkreiszeichen durchwandert. </gloss>
          <gloss target="#T.7" type="ling">schein: (Sonnen-)Schein; Strahl, Leuchten </gloss>
          <gloss target="#T.8" type="ling">geschikt: geformt, angeordnet</gloss>
          <gloss target="#T.8" type="cont">Hiermit ist gemeint, dass die Form der Sterne, die das
            Zeichen bildet, optisch an einen Widder erinnert. </gloss>
          <gloss target="#T.9" type="ling">Das ander: das zweite</gloss>
          <gloss target="#T.10" type="ling"> virschrötig: vierschrötig (&apos;von breiter, kräftiger, gedrungener
            Gestalt&apos;)</gloss>
          <gloss target="#T.11" type="ling">zwivaltig: doppelt, zweifach</gloss>
          <gloss target="#T.12" type="ling">hinder sich als ain krebs: Der Krebs bewegt sich hauptsächlich seitwärts und
            rückwärts. Im &quot;Buch der Natur&quot; meint Konrad von Megenberg über den Krebs:
            &quot;Er geht rückwärts und Adelinu sagt, er gehe niemals seinem Gesicht nach. Ich habe
            aber beobachtet, dass der Krebs doch vorwärts geht, wenn auch langsam und träge.&quot; </gloss>
          <gloss target="#T.12" type="cont">Das Rückwärtsgehen des Krebses finden wir z.B. auch in
            der Redewendung &quot;im Krebsgang gehen&quot; für &apos;Rückschritte machen, sich
            verschlechtern&apos;. </gloss>
          <gloss target="#T.13" type="ling">gremsig: grimmig (im Sinne von &apos;heftig,
            gewaltig&apos;)</gloss>
          <gloss target="#T.14" type="ling">hundtz tag: Hundstage</gloss>
          <gloss target="#T.14" type="cont">Als Hundstage bezeichnet man die Zeit zwischen dem          
  Aufgang des Hundssterns (Sirius) und dem Aufgang des Arcturus (23. Juli bis 23. August).
            Die Griechen sprachen von der schädlichen Wirkung der Sonne in dieser Zeit. Im
            Mittelalter glaubte man, dass es sich um Unglückstage handle, an denen man keine
            medizinischen Behandlungen durchführen lassen sollte oder wichtige Ereignisse (z.B.
            Eheschließungen oder Reisen) ansetzen. Auch in Konrads Text wird vor dem Aderlass
            während der Hundstage gewarnt, da die Zeit dafür zu heiß sei.</gloss>
          <gloss target="#T.15" type="ling">lazzen: Aderlassen</gloss>
          <gloss target="#T.15" type="cont">Der Aderlass ist eines der ältesten Heilmittel und wurde
            angeblich bereits ab 1000 v. Chr. Eingesetzt, um (wie man dachte) krankmachendes oder
            überflüssiges Blut zu entfernen, damit im Körper das Säftegleichgewicht wieder
            hergestellt wird. Im Mittelalter wurde das Aderlassen bei vielen Krankheitsbildern
            eingesetzt, wobei je nach Krankheit (und Jahreszeit sowie Charaktertyp) an bestimmten
            Körperteilen zur Ader gelassen wurde. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Aderlass" type="wiki-link">Aderlass</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.16" type="ling">unberhaft: unfruchtbar</gloss>
          <gloss target="#T.16" type="cont">Die Zuschreibung der Unfruchtbarkeit an die Jungfrau ist
            wohl so zu deuten, dass eine Jungfrau kein Kind gebären kann (also keine &quot;Frucht
            ihres Leibes&quot; hervorbringen kann), weil sie dann zwangsläufig keine Jungfrau mehr
            wäre.</gloss>
          <gloss target="#T.17" type="ling">summer zaichen: Als summer zaichen werden die sechs nördlichen
            Tierkreiszeichen (Widder, Stier, Zwilling, Krebs, Löwe, Jungfrau) bezeichnet. </gloss>
          <gloss target="#T.17" type="cont">Das Gegenteil der summer zaichen sind die sechs
            Winterzeichen (Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann/Krug, Fische).</gloss>
          <gloss target="#T.18" type="ling">ebennacht: Als &quot;ebennacht&quot; wird die Tag-und-Nachtgleiche
            (Äquinoktium von lat. aequus (&apos;gleich&apos;) und nox/noctis (&apos;Nacht&apos;)
            bezeichnet. Bei der Tag-und-Nachtgleiche dauern Tag und Nacht genau gleich lang.
            Tag-und-Nachtgleichen entstehen, wenn die jährliche Umlaufbahn der Sonne den
            Himmelsäquator schneidet. </gloss>
          <gloss target="#T.18" type="cont">Es gibt zwei Tag-und-Nachtgleichen im Jahr: am
            Frühlingsbeginn (20./21. März) und am Herbstbeginn (22./23. September). <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.19" type="ling">heckt mit dem zagel: sticht bzw. hackt mit dem Schwanz</gloss>
          <gloss target="#T.19" type="cont">Dem Skorpion schreibt Konrad von Megenberg im &quot;Buch
            der Natur&quot; ein &quot;gar zartes Gesicht&quot; zu, schildert ihn jedoch als boshaft,
            da er mit seinem giftigen Stachel am Schwanz stets Menschen und Tiere stechen möchte.
            Das Mit-der-Zunge-lecken ist wohl als Akt der Freundlichkeit (ähnlich wie z.B. bei
            Hunden) aufzufassen, während das Stechen mit dem Schwanz eine tödliche Bedrohung
            darstellt. </gloss>
          <gloss target="#T.20" type="ling">durchschewzzt, durchscheusst: durchschießt</gloss>
          <gloss target="#T.20" type="cont">Das w wurde teilweise anstelle des u
            verwendet, das z stellt einen Zischlaut [s] dar.</gloss>
          <gloss target="#T.21" type="ling">gehürnt scharph: &quot;scharph&quot; bedeutet &apos;scharf, schneidend,
            rau&apos;; &quot;gehürnt&quot; heißt &apos;gehörnt&apos;</gloss>
          <gloss target="#T.21" type="cont">Der Text bezieht sich also auf die Hörner eines
            Steinbocks, die so scharf sind, wie die Kälte im Winter, wenn die Sonne in diesem
            Tierkreiszeichen steht. </gloss>
          <gloss target="#T.22" type="ling">gewsst, geusst: gießt</gloss>
          <gloss target="#T.22" type="cont">Das &lt;w&gt; wurde teilweise anstelle des &lt;u&gt;
            verwendet. </gloss>
          <gloss target="#T.23" type="ling">wag: Wasser</gloss>
        </note>
      </div>
      <div type="section" xml:id="S2">
        <head>Die Erde: eine Kugel</head>
        <div subtype="original" type="subsection" xml:lang="gmh">
          <lg n="1">
            <l n="1" xml:id="S2.L1">Das auch das wasser <term xml:id="T.49">sinwel</term>
              &lt;sei&gt;, <term xml:id="T.50">des zaichen</term> nem wir also: Man seczt ain zil an
              dez mers ufe&lt;r&gt; und ge ain schef von dem <term xml:id="T.51">zil</term>. Das
                <term xml:id="T.52">schef</term> mag alzo <term xml:id="T.53">verr</term> in das mer
              tretten, das ains menschen aug unden pei dem mastpaum daz zil an dem ufer nicht
              gesehen mag, und die augen oben in der höhen des mastpaums sehent daz selb zil wol.
              Und solt doch <term xml:id="T.54">das nider</term> zil pas sehen dann das ober, dar
              umb das sein lini kürzer ist zu dem zil, <term xml:id="T.55">als offenbar ist von den
                lini</term>, die von paiden augen gefürt werden von dem zil. Das mag chain ander
                <term xml:id="T.56">sach</term> sein wan <term xml:id="T.57">das wazzers
                gepirg</term> und die <term xml:id="T.58">runden grozz</term>. Wan tu wir all
              hindernüss ab, da von die augen gehindert mügen werden, als nebel ist und ander dunst,
              so ist dem ding alzo.</l>
          </lg>
        </div>
        <div subtype="translation" type="subsection" xml:lang="de">
          <lg>
            <l corresp="#S2.L1">Dass auch das Wasser rund ist, dafür nehmen wir das als Beweis: Man
              setzt eine Markierung an das Meeresufer und ein Schiff soll sich von dieser Markierung
              wegbewegen. Das Schiff soll so weit auf das Meer hinausfahren, dass eines Menschen
              Auge unten am Mastbaum die Markierung am Ufer nicht sehen kann, und die Augen oben in
              der Höhe des Mastbaumes sehen dieselb Markierung aber wohl. Und doch sollte das untere
              [Auge] die Markierung besser sehen als das obere, deswegen weil seine Entfernung [zu
              der Markierung] kürzer ist, wie ersichtlich ist an den Linien, die von beiden Augen [=
              den Augen beider Beobachter] zur Markierung hinlaufen. Das kann keine andere Ursache
              haben als des Wassers Wölbung und die runde Gestalt. Denn wenn wir von allen
              Hindernissen absehen, von denen die Augen gehindert werden können, wie Nebel und
              anderer Dunst, dann ist das eben so.</l>
          </lg>
        </div>
        <note type="gloss">
          <gloss target="#T.49" type="ling">sinwel, sinbel: rund</gloss>
          <gloss target="#T.50" type="ling">hier: &apos;als Beweis dafür&apos;</gloss>
          <gloss target="#T.51" type="ling">hier: &apos;Markierung&apos;</gloss>
          <gloss target="#T.52" type="ling">schef: Schiff</gloss>
          <gloss target="#T.53" type="ling">verr: weit, fern, entfernt</gloss>
          <gloss target="#T.54" type="ling">hier: &apos;das niedere (Auge)&apos;</gloss>
          <gloss target="#T.55" type="ling">als offenbar ist von den
            lini: wie ersichtlich ist an den Linien</gloss>
          <gloss target="#T.56" type="ling">sach: Ursache</gloss>
          <gloss target="#T.57" type="ling">das wazzers
            gepirg: die Wölbung des Wassers</gloss>
          <gloss target="#T.58" type="ling">runden grozz: runde Gestalt</gloss>
        </note>
      </div>
      <div type="section" xml:id="S3">
        <head>Die Quellen Konrads von Megenberg u. der Meridian</head>
        <div subtype="original" type="subsection" xml:lang="gmh">
          <lg n="1">
            <l n="1" xml:id="S3.L1">Und der <term xml:id="T.24">pog</term> des <term xml:id="T.25">ochsen zagels</term> der <term xml:id="T.26">beslozzen</term> wirt zwischen dem
              punct der <term xml:id="T.27">sumerleichen sunbenden</term> und zwischen dem <term xml:id="T.28">ebennächter</term> der haist <term xml:id="T.30">der sunnen gröste
                erhöhung</term>, Und die <term xml:id="T.31">höch</term> hat <term xml:id="T.32">nach Ptolomeus</term> sin dreiunddreizzig grad und <term xml:id="T.34">LI</term>
              minut. Aber nach Almeus sin hat sie <term xml:id="T.35">XXIII</term> grad und <term xml:id="T.36">XXXIII</term> minut. Nu gelaub ich <term xml:id="T.33">Ptolomeo</term>
              <term xml:id="T.37">pas</term> wenn ich das stuck <term xml:id="T.38">eben</term>
              mizz.</l>
          </lg>
          <lg n="2">
            <l n="8" xml:id="S3.L2">[...] Der <term xml:id="T.39">mittentager</term> ist ain kraizz
              gend durch die <term xml:id="T.42">himelspiczen</term> und durch unsern <term xml:id="T.43">haubt punct</term>. Und haizzt dar umb der mittentager, wan <term xml:id="T.44">wa</term> der mensch ist in <term xml:id="T.45">welher</term> zeit des
              jars, so die sunn kümpt an seinen <term xml:id="T.40">mittertager</term> so ist es dem
              menschen mittag, und dar umb haist ez dez <term xml:id="T.41">mittages kraiz</term>.
              Und du solt prüffen das die <term xml:id="T.46">stat</term>
              <term xml:id="T.47">die mer nahet der sunnen aufgang</term>, hat ainen andern
              mittentager, wan die mer abstet von der sunnen aufgang. Und der pog des <term xml:id="T.29">ebennachters</term> der beslozzen wirt zwissen den zwain mittentagern
              haizzt der <term xml:id="T.48">stet lengen</term>. Jst aber daz zwo stet den mitten
              tager habent, so sind sie geleich abstent mit einander von der sunnen aufgang.
              [...]</l>
          </lg>
        </div>
        <div subtype="translation" type="subsection" xml:lang="de">
          <lg>
            <l corresp="#S3.L1">Und der Abschnitt des Ochsenschwanzes, der eingeschlossen wird
              zwischen dem Punkt der Sommersonnenwende und dem Himmelsäquator, heißt „die größte
              Erhöhung er Sonne“, und diese beträgt nach Ptolemäus‘ Meinung 33° und 51&apos;. Aber
              nach Almeons Meinung misst sie 23° und 33&apos;. Nun glaube ich eher Ptolemäus, wenn
              ich den Abschnitt genau messe.</l>
          </lg>
          <lg>
            <l corresp="#S3.L2">[…] Der (Himmels-)meridian ist ein Kreis, der durch die Himmelspole
              und durch unseren Zenit geht. Und er heißt darum „Mittentager“, denn wo immer ein
              Mensch in jeder Jahreszeit ist, wenn die Sonne an seinen Mittagsmeridian kommt, ist es
              für diesen Menschen Mittag, und darum heißt dieser der „Mittagskreis“. Und du kannst
              beobachten, dass der Ort, der weiter Richtung Sonnenaufgang [= im Osten] liegt, einen
              anderen Mittagsmeridian hat als der , der weiter vom Sonnenaufgang entfernt [= im
              Westen] liegt. Und der Abschnitt des Himmelsäquators, der eingeschlossen wird von zwei
              Meridianen, heißt die geographische Länge eines Ortes. Ist es aber so, dass zwei Orte
              am gleichen Meridian liegen, so haben sie den gleichen Abstand vom Sonnenaufgang [=
              die gleiche östliche u. westliche Länge]</l>
          </lg>
        </div>
        <note type="gloss">
          <gloss target="#T.24" type="ling">pog: Abschnitt (von &quot;bogen&quot;)</gloss>
          <gloss target="#T.24" type="cont">Da es im Mittelalter keine Rechtschreibung gab, wurden
            Texte im Dialekt des Schreibers verfasst. Typisch für den bairischen Dialekt (dem die
            Steiermark zuzuordnen ist) ist dabei das harte [p] im Anlaut, also am Beginn des Wortes.
            Hier wird &quot;bogen&quot; abgekürzt zu &quot;bog&quot; und dann wegen des harten
            Klangs im Anlaut &lt;pog&gt; geschrieben. </gloss>
          <gloss target="#T.25" type="ling">ochsen zagels: Ochsenschwanz; meint hier den Äquinoktialkolur</gloss>     
     <gloss target="#T.25" type="cont">Die Koluren sind zwei Großkreise am Himmel, die durch
            die Jahreszeitenpunkte (Punkte der Tag-und-Nachtgleiche bzw. der Sonnwenden) laufen und
            sich rechtwinkelig in den Himmelspolen schneiden. Konrad meint hier den
            Äquinoktialkolur, der durch Frühlings- und Herbstpunkt verläuft. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.26" type="ling">beslozzen: eingeschlossen</gloss>
          <gloss target="#T.27" type="ling">sumerleichen sunbenden: Sommersonnwende</gloss>
          <gloss target="#T.28" type="ling">ebennächter: Himmelsäquator</gloss>
          <gloss target="#T.28" type="cont">Der Himmelsäquator teilt die gedachte Himmelskugel in
            eine Nord- und Südhälfte. Er liegt (analog zum Erdäquator) in der Mitte zwischen
            Himmelsnordpol und Himmelssüdpol. Der Himmelsäquator schneidet sich zweimal mit der
            Sonnenumlaufbahn, wobei die Schnittpunkte als Tag-und-Nachtgleichen (bei Konrad:
            &quot;ebennacht&quot;) bezeichnet werden. Die Tag-und-Nachtgleichen markieren den Beginn
            von Frühling bzw. Herbst. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.29" type="ling">ebennachters: Himmelsäquator</gloss>
          <gloss target="#T.29" type="cont">Der Himmelsäquator teilt die gedachte Himmelskugel in
            eine Nord- und Südhälfte. Er liegt (analog zum Erdäquator) in der Mitte zwischen
            Himmelsnordpol und Himmelssüdpol. Der Himmelsäquator schneidet sich zweimal mit der
            Sonnenumlaufbahn, wobei die Schnittpunkte als Tag-und-Nachtgleichen (bei Konrad:
            &quot;ebennacht&quot;) bezeichnet werden. Die Tag-und-Nachtgleichen markieren den Beginn
            von Frühling bzw. Herbst. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.30" type="ling">der sunnen gröste
            erhöhung: die größte Erhöhung der Sonne&apos;, die nördliche
            Deklination der Sonne</gloss>
          <gloss target="#T.30" type="cont">Unter der größten nördlichen Deklination der Sonne
            versteht man den größtmöglichen nördlichen Abstand der Sonne vom Himmelsäquator, der bei
            der Sommersonnwende erreicht wird. Im Gegensatz dazu steht die höchste südliche
            Deklination der Sonne bei der Wintersonnenwende (größter südlicher Abstand vom
            Himmelsäquator). </gloss>
          <gloss target="#T.31" type="ling">höch: Erhöhung</gloss>
          <gloss target="#T.32" type="ling">nach Ptolomeus: nach Ansicht des Ptolemäus</gloss>
          <gloss target="#T.33" type="ling">Ptolomeo: nach Ansicht des Ptolemäus</gloss>
          <gloss target="#T.34" type="ling">LI: ist eine römische Zahl und steht für 51</gloss>
          <gloss target="#T.35" type="ling">XXXIII: ist eine römische Zahl und steht für 23</gloss>
          <gloss target="#T.36" type="ling">XXXIII: ist eine römische Zahl und steht für 33</gloss>
          <gloss target="#T.37" type="ling">pas: bairische Schreibweise von &quot;baz&quot;:
            besser</gloss>
          <gloss target="#T.38" type="ling">eben: genau</gloss>
          <gloss target="#T.39" type="ling">mittentager: Himmelsmeridian</gloss>
          <gloss target="#T.39" type="cont">Der Meridian ist eine gedachte Linie, die durch die
            beiden Himmelspole und den Zenit (Punkt am Himmel direkt über dem Betrachter) verläuft.
            Er teilt den Himmel für den Beobachter in eine Ost- und Westhälfte, wobei die Sonne
            genau zu Mittag diese Linie überschreitet. Daher nennt Konrad von Megenberg sie
            &quot;mittentager&quot;. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.40" type="ling">mittertager: Himmelsmeridian</gloss>
          <gloss target="#T.40" type="cont">Der Meridian ist eine gedachte Linie, die durch die
            beiden Himmelspole und den Zenit (Punkt am Himmel direkt über dem Betrachter) verläuft.
            Er teilt den Himmel für den Beobachter in eine Ost- und Westhälfte, wobei die Sonne
            genau zu Mittag diese Linie überschreitet. Daher nennt Konrad von Megenberg sie
            &quot;mittentager&quot;. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.41" type="ling">mittages kraiz: Himmelsmeridian</gloss>
          <gloss target="#T.41" type="cont">Der Meridian ist eine gedachte Linie, die durch die
            beiden Himmelspole und den Zenit (Punkt am Himmel direkt über dem Betrachter) verläuft.
            Er teilt den Himmel für den Beobachter in eine Ost- und Westhälfte, wobei die Sonne
            genau zu Mittag diese Linie überschreitet. Daher nennt Konrad von Megenberg sie
            &quot;mittentager&quot;. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.42" type="ling">himelspiczen: Himmelspole</gloss>
          <gloss target="#T.42" type="cont">Im Modell der Himmelskugel befinden sich (wie bei der
            Erde) an gegenüberliegenden Enden der Himmelsnordpol und der Himmelssüdpol. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.43" type="ling">haubt punct: Zenit</gloss>
          <gloss target="#T.43" type="cont">Der senkrecht über dem Beobachter am Himmel liegende
            Punkt wird als Zenit bezeichnet. Er ist immer abhängig vom Standort des Beobachters.
            Konrad von Megenberg nennt ihn den &quot;haubt punct&quot;, weil es jener Punkt ist, der
            direkt über dem Kopf (= Haupt) liegt. <ref target="http://143.50.35.73/wiki/index.php/Himmelskugel" type="wiki-link">Himmelskugel</ref>
          </gloss>
          <gloss target="#T.44" type="ling">wa: wo</gloss>
          <gloss target="#T.45" type="ling">welher: hier &apos;jeder&apos;</gloss>
          <gloss target="#T.46" type="ling">stat: der Ort</gloss>
          <gloss target="#T.47" type="ling">die mer nahet der sunnen aufgang: [jene Seite], die näher bei Sonnenaufgang (also im
            Osten) liegt</gloss>
          <gloss target="#T.48" type="ling">stet lengen: die geographische Länge eines Ortes im Koordinatensystem
            der Erde</gloss>
        </note>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
