Dt. Buchdrucker; Studierte in Basel, machte in Pforzheim die Bekanntschaft Reuchlins und siedelte auf dessen Vermittlung im März
1511 nach Tübingen über. Hier war Melanchthon für kurze Zeit als Korrektor bei ihm tätig. Im November 1516 begann Anshelm in Hagenau zu drucken. Nach seinem Tod übernahm
sein Schwiegersohn und Korrektor Johann Setzer die Offizin
Adresse: Zu St. Victor (apud S. Vicorem). - Zeitraum 1548 Adresse: Zum Maulbaum. - Zeitraum: 1556- Dt. Buchdrucker, Buchbinder u.
-händler; aus Dippoldiswalde bei Meißen; siedelte um die Wende 1539/1540 von Dresden, wo er als Buchbinder u. -händler tätig war, nach Mainz über; erheilt 1555 nach Ivo
Schöffers Tod ein Privileg für Reichsdrucksachen; seit 1555 Hausmeister des Mainzer Kaufhauses und später Verwalter des Kronberger Hofes; sein Sohn Kaspar übernahm wohl zu
dieser Zeit die Offizin
Beitr. im VD-16 Firmenschild: An der breiten Straß. - Zeitraum: 1541-1542 Firmenschild: Zum gülden Mohr bey dem Prediger Thor.-
Zeitraum: 1544-1549 Firmenschild: Zu den dreyen gülden Kronen bey Sanct Jörgen.- Zeitraum: 1550-1571 Firmenschild: Zur kleinen Linden. Bey S. Jörgen. - Zeitraum: 1543
Nachfolger von Christoffel Golthammer, ob durch Heirat oder Kauf ist unbekannt
Dt. Drucker; Holzschneider, Schriftgießer u. Verleger aus Hadamar (Nassau); studierte wahrscheinlich 1516-1519 in Mainz, war 1524
vermutlich Schriftgießer bei Wolfgang Köpfel in Straßburg und richtete sich hier 1528 eine Druckerei ein, mit der er ab Dezember 1530 in Frankfurt a. M. tätig war. 1538
errichtete er in Marburg als offizieller Universitätsbuchdrucker eine Filialdruckerei und übernahm hier 1541 auch das Druckmaterial des Cervicornus; 1543 überließ er die
Filiale seinem Faktor Andreas Kolbe. Mit seinem ständig wachsenden Druckunternehmen legte Egenolff den Grundstein zu Frankfurts überragender Stellung im deutschen
Buchschaffen Dt. Drucker und Holzschneider
Sohn und Nachfolger von Martin Flach d.Ä (1440-1500); muss 1502 an seinen Stiefvater Johann Knobloch abtreten, richtet erneut eine
Werkstatt ein, teilw. Zusammenarbeit mit Knobloch, 1525 Schließung der Offizin; verheiratet mit Margarethe, Tochter des Johann Wähinger
Beitr. im VD-16 Drucker, aus Franeker, Westfriesland; um 1530 Geselle bei Christoph Froschauer in Zürich, 1540 eigene Offizin, ab
ca. 1556 Wanderdrucker; wirkte 1551 in Straßburg, 1562 in Laibach
Aus Kastl bei Altötting, kam 1513 nach Zürich u. betrieb von 1521-1564 eine eigene Offizin; Schweiz. Buchdrucker und Verleger
Beitr. im VD-16 Pächter der Papiermühle Auf dem Werd in Zürich, die sein Bruder Eustach I. und später sein Neffe Eustach II. Froschauer betreiben
Ging mit seiner Frau und Stiefsohn Friedrich Milchtaler Ende 1544 nach Proßnitz in Böhmen, von dort 1553 nach Olmütz. Der
Stiefsohn führte die Druckerei 1572 fort
geb. in Nürnberg, seit 1523 Drucker in Wittenberg. - War zuerst Faktor in der Druckereisozietät von Christian Döring und Lucas
Cranach (1523-1526), brachte daneben aber schon selbständige Drucke unter seinem Namen heraus und machte sich vermutlich Ende 1526 selbständig. Sein Sohn Thomas führte die
Offizin weiter
Aus Heyda bei Bamberg; 1539 in Marburg immatrikuliert. Zuerst Faktor in der Egenolffschen Druckerei, begann ab 1543 selbständig zu
drucken und zu firmieren, brachte aber noch 1551 und 1552 je einen Druck gemeinsam mit Egenolff heraus. Sein letzter Druck (Hessische Kirchenordnung 1566) ist von seinen Erben,
den Söhnen Zacharias und Augustin, vollendet, die bereits zu Kolbes Lebzeiten einige Werke herausbrachten. Die Erben - wohl Augustin und seine Mutter - druckten erneut von
1569 bis 1570
Adresse: [Magdeburg]: Zum Lindwurm Dritter Sohn Melchior Lotters d. Ä.; 1518 in Leipzig immatrikuliert, wurde im Sommer 1523 zur
Unterstützung seines Bruders Melchior d. J. nach Wittenberg gesandt, wo beide gemeinsam druckten, aber auch einzeln Drucke zeichneten. Ging wohl Ende 1528, als er in
Wittenberg keine Aufträge mehr erhielt, nach Magdeburg und stellte seine Druckerei zuerst im Haus "Zum Lindwurm" des Stadtkämmerers Ebeling Alemann auf. Er wurde der
bedeutendste Lutherdrucker Magdeburgs. Sein Schwiegersohn Ambrosius Kirchner <I.> wurde sein Geschäftsnachfolger
von 1523-1584 Drucker in Wittenberg, von 1549-1553 Drucker in Königberg, Drucker von Luthers Bibel; Dt. Buchdrucker Drucker von
Luthers Bibel Betrieb von 1523 bis zu seinem Tod 1584 eine Druckerei in Wittenberg, in der bis 1546 90 Schriften bzw. Übersetzungen von Schriften Luthers herauskamen; daneben
betrieb er einen Weinschank und betätigte sich vielfach auch als Buchhändler. Wurde 1549 von Herzog Albrecht von Preußen zur Errichtung einer Druckerei nach Königsberg
berufen und erhielt das erste preußische Druckprivileg; diese Presse, die Luffts Schwiegersohn Aurifaber leitete, ging 1553 wieder ein
Dt. Buchdrucker; von 1511-1536 Drucker in Erfurt im Haus zum schwarzen Horn; war Geselle bei Wolfgang Schenk; nach dessen Tod
heiratete er dessen Witwe und übernahm damit die Offizin. - Lt. Benzing war Maler der bedeutendste Erfurter Drucker der Reformationszeit. - Erben druckten bis 1537.
Dt. Musikdrucker; Herausgeber des Hauptwerkes von Copernicus; verheiratet mit der Schwester des Schreib- und Rechenmeisters Johann
Neudörffer (1497-1563); 1519 Korrektor bei Adam Peter in Basel
Seit ca. 1480 Basler Buchdrucker dt. Herkunft, 1509 Nachfolger seines Onkels Johannes Petri (Offizin Petri); druckte zahlreiche
Schriften der Reformation; Verf.; Beitr. im VD-16
Sohn von Johann Prüss d. Ä.; lernte bei seinem Vater und betrieb die Druckerei noch kurze Zeit nach dessen Tod, richtete sich
dann in der Helenengasse eine neue Druckerei ein, während sein Schwager Reinhard Beck die väterliche Offizin fortführte
Seit 1508 Buchbinder, 1520 begann er zu drucken; sein Sohn Narziß übernahm die Offizin, seine Mutter Anna versteuerte seit 1544
Adresse: S. Afra Gasse. - Zeitraum: 1532-1542
1551 druckte er in Kulmbach 'Ein geistlich Lied von Auferstehung der Toten und dem ewigen Leben' von Nikolaus Hermann. - Arbeitete
später noch als Jungfrauschulmeister in Kulmbach
Dt. Verleger und Komponist Aus Eisfeld an der Werra; studierte in Leipzig und Wittenberg, Kantor an der Thomasschule in Leipzig;
1520 Schulmeister in Eisleben; von 1525-1548 Drucker in Wittenberg. Die Erben führten das Geschäft bis 1566 fort
Aus Stegern in Flandern, kaufte 1529 von dem Straßburger Drucker Wolfgang Köpfel für 252 Gulden Papier und Werkzeug und hatte
auch von Johann Loersfeld in Marburg Druckmaterial übernommen. Ging für kurze Zeit nach Hamburg und von dort weiter nach Danzig. Seine Erben führten die Druckerei bis 1564
fort Adresse in Marburg: "Zum Paradies (in campo elysio)"
Buchdrucker im Dienst der Reformation; kam um 1540 aus Wittenberg nach Magdeburg und druckte dort bis 1553, wurde 1553 vom
Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen zum Druck der Lutherischen Gesamtausgabe nach Jena gerufen (Druckerei im Karmeliterkloster vor der Stadt), wo er bis zu seinem Tod
tätig war. - Die Erben druckten noch bis 1558 weiter. Seine Witwe Margarethe heiratete 1559 seinen Gesellen Donat Richtzenhan, der die Druckerei 1564 von den Erben
erwar
von 1525-1551 in Erfurt, druckte hauptsächlich reformatorisches Schrifttum Adresse: Zum Leoparden bei S. Georgen, Erfurt, ab 1526
In der Arche Noe bei S. Michel
Aus Marburg; Franziskaner in Basel, verließ 1522 das Kloster, ging nach Wittenberg und tauchte 1524 in Straßburg als Drucker auf.
Er heiratete die Witwe Reinhard Becks und erhielt damit dessen Druckerei. Nach seinem Tod kam die Druckerei durch erneute Heirat der Witwe an Balthasar Beck Buchdrucker
Dt. Buchdrucker in Mainz Sohn Peter Schöffers d. J.; 1522 in Leipzig immatrikuliert, übernahm 1531 das Geschäft seines Onkels
Johann Schöffer. Für die Erben führte Georg Wagner die Druckerei bis 1559 weiter übernahm 1531 die Druckerei von seinem Onkel
Dt. Musikdrucker, Buchdrucker, Schriftschneider. - Sohn von Peter Schöffer (1420/30-1502/3) u. dessen 1. Ehefrau Christine Fust
Errichtete im ererbten Mainzer Haus "Zum Korb" eine eigene Werkstatt, die er aber bereits 1512 verkaufen musste. - 1518 begann er in Worms zu drucken, wohin er 1520 ganz
übersiedelte. - 1529 Wiederverheiratung mit der Kürschnerswitwe Anna Wechter geb. Pfintzer u. Übersiedlung nach Straßburg, druckte anfangs zs. mit seinem Wormser Setzer
Johann Schwintzer, später alleine u. von 1534 bis 1537 in Assoziation mit Matthias Apiarius (Musikdrucke). - Gegen Ende 1539 in Basel. - 1541-1542 in Venedig. - 1542/1543
Rückkehr nach Basel, dort nur noch als Schriftschneider tätig
Die Erben und Söhne von Johann Singriener d.Ä. , Matthaeus Singriener und Johann Singriener d.J., drucken von 1547-1549 gemeinsam
(danach Johann Singriener d.J. allein bis zu seinem Tod 1562)
Dt. Buchdrucker, Buchführer und Gastwirt; Beitr. im VD-16. - War zunächst Geselle bei Johann Schönsberger d.J.; der erste Druck
wird auf 1517 geschätzt, eine kontinuierliche Produktion setzt erst ab 1521 ein. - 1547/1548 war er bankrott und starb im März oder April 1548. - Einen Teil seines
Holzschnittvorrats erwarb Christian Egenolff d.Ä. in Frankfurt a.M.
Aus Obermönchen (Niederbayern). Trat nach Studium in Erfurt 1494 oder 1495 in Leipzig in die Druckerei des Arnold Neumarkt von
Köln ein und heiratete 1497 dessen Witwe. Er unterhielt auch Zweigdruckereien in Eilenburg und Grimma. Um 1525 verheiratete er sich zum 3. Mal und ging 1526 nach Dresden. Er
setzte hier die Tradition der Emserpresse im Dienst der Reformationsgegner fort; mit dem Sieg der Reformation in Dresden 1539 trat seine Presse wieder in ihre Dienste. Seine
Witwe druckte hier noch bis 1542
Im Jahre 1586 scheint er sein Geschäft einem gleichnamigen Sohn übergeben zu haben. Mit Gimel Bergen I druckte er auch einige
Werke gemeinsam. Gestorben zwischen 1600 und 1604
Beitr. im VD-16 Zuerst "In Aedibus Michaelis" mit 7 Drucken 1506/07, davon ein Druck in Gemeinschaft mit Johannes Ru
(=Rhau-Grunenberg). Von 1508-1520 ist kein Druck überliefert. In den Jahren 1511 und 1517 tritt er als Besitzer seines späteren Druckhauses "Zum bunten Löwen bei St. Paul
(Ad Variatum, seu Discolorem Leonem, iuxta Fanum St. Pauli) auf. Von 1549-1550 stellte er mit seinem Bruder Gervasius noch 14 Drucke her Adresse: Zum Bunten Löwen bei St.
Paul. - Zeitraum: ab 1511
Teilte seine Drucktätigkeit ab 1517 bis zu seinem Tode 1546 zwischen Wien und Krakau. - 1510-1514 Zusammenarbeit mit Johann
Singriener d.Ä. als Teilhaber