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        <title>aus Schicklgruber Hitler</title>
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          <date>2018</date>
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        <publisher>
          <orgName corresp="https://germanistik.univie.ac.at/" ref="http://d-nb.info/gnd/10094654-9">Institut für
                                        Germanistik, Universität Wien</orgName>
        </publisher>
        <authority>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for
                                        Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
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        <distributor>
          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at">GAMS -
                                        Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
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        <date when="2018">2018</date>
        <pubPlace>Graz</pubPlace>
        <idno type="PID">o:kofler.w3.schneider.1132</idno>
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        <title ref="http://gams.uni-graz.at/kofler">Werner Kofler -
                                    Kommentar zur Werkausgabe</title>
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          <resp>Projektleitung</resp>
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            <forename>Wolfgang</forename>
            <surname>Straub</surname>
          </persName>
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        <p>born digital</p>
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      <editorialDecl>
        <p>Diese Plattform zum Prosawerk des österreichischen
                                    Schriftstellers Werner Kofler (1947–2011) gibt den
                                    Stellenkommentar wieder. Die Primärtexte sind urheberrechtlich
                                    geschützt und nicht für eine Online-Edition vorgesehen.
                                    Sämtliche Seitenangaben, die im jeweiligen Eintrag unter
                                    »Textausschnitte« angeführt sind, beziehen sich daher auf die
                                    2018 im Sonderzahl Verlag erschienene dreibändige gedruckte
                                    Werkausgabe. Die Website folgt der Anordnung der Texte in drei
                                    Bänden.</p>
      </editorialDecl>
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        <ab>
          <ref target="info:fedora/context:kofler" type="context">Kommentierte
                                        Werkausgabe Werner Kofler</ref>
        </ab>
        <p>Das Projekt begleitet die gedruckte und kommentierte Werkausgabe
                                    (Prosa) des österreichischen Schriftstellers Werner Kofler. Es
                                    ergänzt den gedruckten Stellenkommentar um vertiefende
                                    Materialien und einen mehrschichtigen Zugang zu den vorhandenen
                                    Inhalten.</p>
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        <language ident="deu">Deutsch</language>
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                <ref target="info:fedora/context:kofler.w3.schneider" type="context">Zerstörung der Schneiderpuppe</ref>
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      <div n="entry" xml:id="w3.schneider.1132">
        <ab n="lemma">aus Schicklgruber Hitler</ab>
        <ab n="lemma_mod">aus Schicklgruber Hitler</ab>
        <ab corresp="w3.schneider.1132" n="commentary">
          <persName corresp="P118551655" role="nationalist">Adolf Hitlers</persName> Vater hieß
          ursprünglich Alois Schicklgruber. Er war ein uneheliches Kind der Anna Schicklgruber, als
          Vater kamen zwei Männer in Frage, beide mit Nachnamen Hiedler. In einem Notariatsakt ließ
          1876 der Bruder des 1857 verstorbenen Johann Georg Hiedler diesen nachträglich zum Vater
          Alois Schicklgrubers erklären. Im Rahmen dieses <hi rend="bold">„erstaunlichen
            Vorgangs“</hi> wurde der Nachname von Alois mit <hi rend="bold">„Hitler“</hi> (und nicht
          mit „Hiedler“) protokolliert (<bibl corresp="LITThamer_2018" type="citation">Thamer 2018</bibl>, 18). </ab>
        <ab corresp="w3.schneider_225" n="text_snippet">[...] Was soll das heißen: Du weißt es
          wirklich nicht, du bist doch sonst so pfiffig, Schneider, und ausgerechnet das, was
          wirklich ein jeder weiß, nämlich, wer er ist und wie die Eltern heißen, willst du nicht
          wissen wollen? Wie, was Strohsack meint, erfrechst du dich zu fragen? Strohsack meint
          Liebe, Schneider, Strohsack, wie soll ich sagen, ein mit Stroh gefüllter Sack, eine Art
          Bettstatt, und selten, aber doch, heißen auch Frauen Strohsack, ledige Weiber, der Name
          wird von Zeiten herrühren, da das Zeichen noch eins war mit seiner Bedeutung, billige
          Weiber natürlich, sonst hießen sie ja nicht Strohsack; Weiber Strohsack mit Namen haben
          schon viel Unglück über die Welt gebracht durch die Geburt auch nur eines einzigen Sohnes,
          was sie freilich im Augenblick der Immissio noch nicht hatten wissen können, das
          vollkommene Unglück ist erst das, was, wie gesagt wird, herausgewachsen ist, der Sohn ist
          das Unglück, die Söhne bringen Unglück über die Welt, wie jetzt gerade dieser als
          Strohsack in der Steiermark geborene kanadische Multimillionär oder früher der ledig
          geborene Schicklgruber, und damit das Unglück schneller seinen Lauf nehme, verändern diese
          Söhne auch den Namen und aus Strohsack wird Stronach, <hi ana="lemma">aus Schicklgruber
            Hitler</hi> [...]</ab>
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