
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>„Die Theorie einer erzieherischen, vorübergehenden Diktatur schließt die paradoxe Vorstellung ein, daß der Mensch „gezwungen werden muß, frei zu sein“.</title>
      </titleStmt>
      <editionStmt>
        <edition>
          <date>2018</date>
        </edition>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <orgName corresp="https://germanistik.univie.ac.at/" ref="http://d-nb.info/gnd/10094654-9">Institut für
                                        Germanistik, Universität Wien</orgName>
        </publisher>
        <authority>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for
                                        Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
        </authority>
        <distributor>
          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at">GAMS -
                                        Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
        </distributor>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0">Creative Commons BY-NC 4.0</licence>
        </availability>
        <date when="2018">2018</date>
        <pubPlace>Graz</pubPlace>
        <idno type="PID">o:kofler.w1.wildnis.1190</idno>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="http://gams.uni-graz.at/kofler">Werner Kofler -
                                    Kommentar zur Werkausgabe</title>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Wolfgang</forename>
            <surname>Straub</surname>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <p>born digital</p>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <encodingDesc>
      <editorialDecl>
        <p>Diese Plattform zum Prosawerk des österreichischen
                                    Schriftstellers Werner Kofler (1947–2011) gibt den
                                    Stellenkommentar wieder. Die Primärtexte sind urheberrechtlich
                                    geschützt und nicht für eine Online-Edition vorgesehen.
                                    Sämtliche Seitenangaben, die im jeweiligen Eintrag unter
                                    »Textausschnitte« angeführt sind, beziehen sich daher auf die
                                    2018 im Sonderzahl Verlag erschienene dreibändige gedruckte
                                    Werkausgabe. Die Website folgt der Anordnung der Texte in drei
                                    Bänden.</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <ab>
          <ref target="info:fedora/context:kofler" type="context">Kommentierte
                                        Werkausgabe Werner Kofler</ref>
        </ab>
        <p>Das Projekt begleitet die gedruckte und kommentierte Werkausgabe
                                    (Prosa) des österreichischen Schriftstellers Werner Kofler. Es
                                    ergänzt den gedruckten Stellenkommentar um vertiefende
                                    Materialien und einen mehrschichtigen Zugang zu den vorhandenen
                                    Inhalten.</p>
      </projectDesc>
    </encodingDesc>
    <profileDesc>
      <langUsage>
        <language ident="deu">Deutsch</language>
      </langUsage>
      <textClass>
        <keywords scheme="cirilo:normalizedPlaceNames">
          <list>
            <item></item>
          </list>
        </keywords>
        <keywords ana="category">
          <list>
            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:kofler.w" type="context">Werke</ref>
              </term>
            </item>
            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:kofler.w1" type="context">Werk 1</ref>
              </term>    
        </item>
            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:kofler.w1.wildnis" type="context">Aus der Wildnis</ref>
              </term>
            </item>
            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:kofler.p" type="context">Personen</ref>
              </term>
            </item>
            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:kofler.pphilosoph" type="context">Philosophen</ref>
              </term>
            </item>
            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:kofler.pphilosoph.P118577638" type="context">Herbert Marcuse</ref>
              </term>
            </item>
            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:kofler.l" type="context">Literarische Referenzen</ref>
              </term>
            </item>
          </list>
        </keywords>
      </textClass>
    </profileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div n="entry" xml:id="w1.wildnis.1190">
        <ab n="lemma">„Die Theorie einer erzieherischen, vorübergehenden Diktatur schließt die paradoxe Vorstellung ein, daß der Mensch „gezwungen werden muß, frei zu sein“.</ab>
        <ab n="lemma_mod">Die Theorie einer erzieherischen, vorübergehenden Diktatur schließt die paradoxe Vorstellung ein, daß der Mensch ›gezwungen werden muß, frei zu sein‹.“</ab>
        <ab corresp="w1.wildnis.1190" n="commentary"> Wörtliches Zitat aus <persName corresp="P118577638" role="philosopher">Herbert Marcuse</persName>s Aufsatz <bibl type="literature">
            <hi rend="italic">Ethik und
              Revolution</hi>

          </bibl> (1964), in dem er die Frage stellt, ob und wann eine Revolution
          sowohl im politischen als auch ethischen Sinne als notwendig gerechtfertigt werden kann
            (<bibl corresp="LITMarcuse_1984" type="citation">Marcuse 1984</bibl>, 104). </ab>
        <ab corresp="w1.wildnis_370" n="text_snippet">[...] Als Stephanie wieder ins Zimmer
          trat, machte Kirsch sie auf einen Satz aufmerksam, den er gerade entdeckt habe, – ein
          ungeheurer Satz; Kirsch las vor: „<hi ana="lemma">Die Theorie einer erzieherischen,
            vorübergehenden Diktatur schließt die paradoxe Vorstellung ein, daß der Mensch
            ›gezwungen werden muß, frei zu sein‹.</hi>“ Stephanie aber sagte nur unwillig: ja und? –
          Ich weiß schon, worauf du hinauswillst! Im Speisesaal, eingerichtet im altmodischen
          Selbstverständnis einer früheren Kolonialmacht, saßen außer Stephanie und Kirsch nur
          wenige Gäste beim Abendessen [...]</ab>
      </div>
    </body>
    <back></back>
  </text>
</TEI>
