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Thuk. 6,50,4

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5., 4. Jh.v.Chr.
Originaltext ὅτι Ἀθηναῖοι ἥκουσι Λεοντίνους ἐς τὴν ἑαυτῶν κατοικιοῦντες κατὰ ξυμμαχίαν καὶ ξυγγένειαν·
Quelle H. S. Jones, J. E. Powell, Thucydidis historiae, Bd. 2, Buch V-VIII.
Übersetzung […] die Athener seien da, um den Leontinern ihre Heimat wiederaufzubauen nach Bündnis und Stammverwandtschaft.
Quelle der ÜbersetzungP. Landmann, Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges, Bd. 2, Buch V-VIII.
Kommentar Die hier zitierte Passage ist ein Teil des von einem athenischen Schiff an Hafen von Syrakus Gerufenen und entstammt den Beschreibungen der Sizilischen Expedition. Damit sollte den Leontinern, die in Syrakus waren, sich jedoch als Verbündete der Athener betrachteten, Mut gemacht werden. Vor allem bei der Beschreibungen der Ereignissen um die Sizilische Expedition führt Thukydides immer wieder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe als Kriterium für politische bzw. militärische Zusammenarbeit an (zuweilen in der Rede eines Protagonisten, wie etwa des Hermokrates, vgl. Thuk. 4,64,3-4), dies gilt zunächst v. a. für Dorer - zumindest unterstellen die Dorer den Ioniern eben kein derart motiviertes Handeln (vgl. Thuk. 4,61,2-4). Dass die Ionier es den Dorern in dieser Hinsicht aber gleichtun, zeigt Thuk. 6,46,2 wie auch die hier angeführte Stelle.
BelegstellenDiod. 12,53,1; Diod. 12,54,1; Diod. 12,83,1-3; Thuk. 3,86,2-3; Thuk. 4,64,3-4; Thuk. 4,61,2-4; Thuk. 6,6,1-2; Thuk. 6,9,1; Thuk. 6,46,2; Thuk. 6,76,2-4; Thuk. 6,82,2-3; Thuk. 6,84,2-3; Thuk. 7,5,4; Thuk. 7,57,1-58,3
SchlagwortKriegsbündnis
Geographische ZuordnungSizilien
Ethnische GruppenIonier
BearbeiterInAnna Trattner-Handy
Permalinkhttps://gams.uni-graz.at/o:ethnos.403