Onlineportal Alte Geschichte und Altertumskunde

PDF« zurück

Hom. Il. 7,127-129

TitelIlias
AutorHomer
Zeitangabe7. Jh.v.Chr.
Originaltext ὅς ποτέ μ’ εἰρόμενος μέγ’ ἐγήθεεν ᾧ ἐνὶ οἴκῳ πάντων Ἀργείων ἐρέων γενεήν τε τόκον τε. τοὺς νῦν εἰ πτώσσοντας ὑφ’ Ἕκτορι πάντας ἀκούσαι,
Quelle T. W. Allen, D. Monro, Homeri Ilias, Bd. 1.
Übersetzung Der [Peleus] so gerne mich [Nestor] einst in seinem Palaste befragte, Forschend nach Stamm und Geschlecht und Nachwuchs aller Argeier, Hörte er nun, wie sie alle sich feig verbergen vor Hektor;
Quelle der ÜbersetzungH. Rupé, Homer: Ilias.
Kommentar In dieser Rede des Nestor an die Männer von Argos versucht er, die Griechen zum Kampfe zu motivieren. Dabei greift der Greis immer wieder seine eigene Vergangenheit auf, hier berichtet er von Peleus, mit dem er an der Kalydonischen Jagd teilgenommen hatte. Peleus als mutiger Held wäre nach dem Reden des Nestor entsetzt von der Feigheit der Griechen vor Hektor. Diese Stelle zeigt, dass in der Abfassungszeit dieses Teils der Epen die Identität der Griechen auch von der ethnischen Herkunft bestimmt wurde. Derartiges deutet auch Hom. Il. 2,362-363 an, wo wiederum Nestor der Sprecher ist. Dieser rät dem Agamemnon, die Griechen nach Geschlechtern, aber auch Stämmen zu ordnen.
BelegstellenHom. Il. 2,362-363
SchlagwortMentalität
Geographische ZuordnungArgos
BearbeiterInAnna Trattner-Handy
Permalinkhttps://gams.uni-graz.at/o:ethnos.239