Bischof Matthias, Seckau
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Hauptsiegel
Datierung: 1507-05-21
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Heiligensiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt die Mutter Gottes als Halbfigur mit dem Jesuskind auf dem rechten Arm in einer gotischen Baldachinarchitektur, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Die Mutter Gottes mit einem strahlenförmigen Nimbus hält in der Linken vor der Brust eine Kugel. Das unbekleidete Jesuskind ist sehr kräftig dargestellt und weist einen Kreuznimbus auf.##Unterhalb der Architektur befinden sich einander zugeneigt zwei Tartschen, die bis zum Siegelrand reichen; rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. |
| Heraldische Beschreibung: | Persönliches Wappen: Geviert, (1) und (4) in Blau ein silbernes Hifthorn mit goldener Fessel, (2) und (3) in Silber ein roter Balken begleitet von zwei roten Leisten.##Bistumswappen: In Rot eine aus dem rechten Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Daumen-, Zeige- und Mittelfinger. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Minuskel und Majuskel, arabische Ziffern |
| Abgrenzung innen: | doppelte Linie |
| Abgrenzung außen: | doppelte Linie |
| Transliteration: | ☼ + S(igillum) + mathie + epiſcopi + ~ Secouienſis + 1486 |
| Übersetzung: | Siegel Matthias' Bischof von Seckau, 1486 |
| Kommentar: | Umschrift beginnt rechts unten |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 44 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | rot |
| Befestigung: | anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale |
| Zustand: | leicht verschliffen, leichte Staubspuren |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Bischof Matthias Scheit (Scheyt, Schit, Schyt) der Diözese Seckau 1481-12-10 bis 1512-02-15 Johannes II. Serlinger resignierte als nominierter Bischof von Seckau zugleich mit der päpstlichen Provision seines Nachfolgers Matthias Scheit am 10.12.1481 in die Hände des Papstes. Bischof Matthias Scheit resignierte am 29.7.1502 in Rom. Ihm blieben aber der Titel eines Bischofs von Seckau und die Bistumseinkünfte bis auf eine Pension für den Nachfolger sowie das Recht, bei einer Erledigung das Bistum sogleich wieder zu übernehmen. Die letzte Klausel wurde aktuell als sein Nachfolger Christoph II. Zach 1508 starb. Den auf kaiserliche Initiative am 20.4.1509 zum Koadjutor und Nachfolger bestellten Christoph III. Raubar konnte Scheit bis zu seinem Tod von der Regierung des Bistums ausschließen. Er starb wahrscheinlich am 15.2. (andere Angaben 17.2., 10. oder 17.3) 1512. |
| Aufbewahrungsort: | St. Lambrecht, Stiftsarchiv II/488 Urkunde, 1507-05-21, Graz |
| Weitere Siegel: | se-43se-44se-45se-46se-48se-49se-50 |
| Literatur | |
Karl Amon, Art. Scheit Matthias. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 626–628. Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 3: 1452–1584. MStLA 50/51 (2001) 182–186, 200–206. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.4.47 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |