Bischof Georg II., Seckau
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Hauptsiegel
Datierung: 1456-07-05
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Thronsiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF in einer gotischen Baldachinarchitektur, die Umschrift ist oben und unten unterbrochen. Zu beiden Seiten der Architektur steht ein Engel, der eine Tartsche hält, rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. Vom Faldistorium, über welches eine in weiche Falten gelegte Decke mit Zierbesatz am Rand gebreitet ist, sind die Stuhlbeine oben als Löwenkopf mit prächtiger Mähne gestaltet sichtbar. Die Füße des SF ruhen auf einem verzierten Podest. Der SF wird mit Mitra und Locken in leicht geschwungener Körperhaltung dargestellt. Über der Albe und der Dalmatik mit Besatz an den Ärmeln sowie am Saum, beide mit jeweils reichen Stoffmassen, liegt das Pluviale. Der Amikt umgibt die Dalmatik kragenförmig. Das Pluviale mit Zierbesatz ist mit einer blütenförmigen Schnalle geschlossen, die genau die Mitte des Siegels markiert. Die Rechte ist segnend erhoben und wie die Linke behandschuht. In der angehobenen Linken trägt er das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva, die in eine Kreuzblume mündet. |
| Heraldische Beschreibung: | Persönliches Wappen: Geviert, (1) und (4) in Schwarz aus Schildrand und Spalt hervorkommend ein goldenes halbes Rad, (2) und (3) in Rot ein goldenes Ort.##Bistumswappen: In Rot eine aus dem linken Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Daumen-, Zeige- und Mittelfinger. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Minuskel |
| Abgrenzung innen: | Perlschnur zwischen zwei Linien |
| Abgrenzung außen: | Linie |
| Transliteration: | ☼ s(igillum) ☼ d(omi)i ☼ georgy ☼ dei ☼ gracia ☼ ~ ☼ epiſcopi ☼ eccleſie ☼ secovienſis |
| Übersetzung: | Siegel Herrn Georgs von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Seckau |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 67 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | rot |
| Befestigung: | anhängend an Hanfschnur, in einer naturfarbigen Schale |
| Zustand: | intakter Abdruck, Staubspuren |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Bischof Georg II. Überacker (Vberäcker, Ubbiracker, Überekker) der Diözese Seckau 1452-04-01 bis 1477-01-31 Georg Überacker wurde am 1.4.1452 vom Salzburger Erzbischof Friedrich IV. von Emmerberg zum Bischof von Seckau ernannt. |
| Aufbewahrungsort: | Graz, Steiermärkisches Landesarchiv AUR 6678b Urkunde, 1456-07-05 |
| Weitere Siegel: | se-37se-38se-39 |
| Literatur | |
Karl Amon, Art. Überacker, Georg. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 718. Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 3: 1452–1584. MStLA 50/51 (2001) 181f., 184f., 194–198. Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 139. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.4.36 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |