Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Friedrich III., Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1449-05-19

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Heiligensiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt die gekrönte Mutter Gottes als Halbfigur mit dem Jesuskind auf dem rechten Arm in einer gotischen Baldachinarchitektur, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Die nimbierte Mutter Gottes ist in leicht geschwungener Körperhaltung dargestellt, sie trägt eine Krone mit Schleier und einen Mantel mit reichen Stoffmassen, der wulstige Schüsselfalten bildet. In der nach unten gehaltenen linken Hand trägt sie einen langen Lilienstab. Das unbekleidete Jesuskind klammert sich mit seiner linken Hand am Hals der Mutter Gottes fest und weist einen Kreuznimbus auf.##Unterhalb der Architektur befinden sich nebeneinander zwei halbrunde Schilde, die bis zum Siegelrand reichen, rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Silber eine dreiteilige Weinranke mit drei Trauben.##Bistumswappen: In Rot eine aus dem linken Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Daumen-, Zeige- und Mittelfinger.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Transliteration:+ s(igillum) + friderici + dei + g(ati)a ~ + e(iscop)i + secouienſis +
Übersetzung:Siegel Friedrichs von Gottes Gnaden Bischof von Seckau
Materialität
Form:rund
Maße:38 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck, Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Friedrich III. Gren der Diözese Seckau

1446-10 bis 1452-03-17

Friedrich Gren wurde Ende Oktober / Anfang November 1446 Nachvolger von Georg I. Lembucher als Bischof von Seckau. Friedrich III. Gren starb 1452, nur St. Peter in Salzburg verzeichnet ihn am 17.3.

Aufbewahrungsort:

Salzburg, Salzburger Landesarchiv

Salzburg Erzstift, OU 1449 V 19

Urkunde, 1449-05-19

Literatur

Karl Amon, Art. Gren, Friedrich. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 241f.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MStLA 49 (1999) 69, 85f.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 139.

Basilika Seckau, Bischofskapelle, Portrait.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.4.35
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz