Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Heinrich III., Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1335-08-15

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt vor einem am Bildrand befestigten Vorhang mit von Punkten belegtem Rautenmuster den auf einem Faldistorium sitzenden SF. Vom Faldistorium, über welches eine Decke mit Rautenmuster gebreitet ist, sind die Stuhlbeine oben als Tierköpfe gestaltet sichtbar. Die Füße des SF ruhen auf einem Podest, die Beine erscheinen in einer leichten Schrägansicht und das linke Bein ist nach innen gebogen. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet. Über der Albe mit reicher Stoffmasse und der Dalmatik liegt die Kasel. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig, die auf die Beine herabfällt, Schüsselfalten bildet und zwischen den Beinen eine V-Falte. Beide Unterarme sind leicht angehoben, die Handgelenke abgewinkelt und die Hände behandschuht. Die rechte überproportional große Hand ist segnend erhoben. In der Linken trägt er das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva, die in eine Blume mündet.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel, Unziale
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:[+ H𐌴IN]RICV[S • D𐌴I] • GR(ati)A • 𐌴P(iscopu)S • 𐌴CC(lesi)𐌴 • [S]𐌴CCOVI𐌴𐌿S[IS]
Übersetzung:Heinrich von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Seckau
Materialität
Form:rund
Maße:62 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen
Zustand:Gesicht der Bischofsgestalt verschliffen, Umschrift teilweise aus- und abgebrochen
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Heinrich III. von Burghausen der Diözese Seckau

1334-11 bis 1337-07-13

Heinrich von Burghausen wurde vermutlich im November 1334 vom Salzburger Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz zum Bischof von Seckau ernannt.

Aufbewahrungsort:

Graz, Steiermärkisches Landesarchiv

AUR 2090

Urkunde, 1335-08-15, Seckau

Literatur

Michaela Kronthaler, Art. Heinrich von Burghausen. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 720f.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 1: 1218–1337. MStLA 48 (1998) 141.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 135f.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 198.

Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 12, 31f.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.4.15
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz