Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof, Kardinal Burkhard II., Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: 1462-10-08

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Adorantensiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt eine gotische Baldachinarchitektur mit einem zweiteiligen Aufbau, die oben und unten bis zum Siegelrand reicht.##In der unteren Zone ist in einer Nische der SF mit Mitra in kniender Gebetshaltung dargestellt. Der SF ist nach rechts gewendet und hält die Hände gefaltet betend vor der Brust.##Der obere Teil gliedert sich in drei Nischen. Im Zentrum ist der heilige Rupert als Patron des Bistums und Begründer des Bischofssitzes Salzburg in Halbfigur mit Locken und Mitra, jedoch ohne Heiligenschein abgebildet. Er hat die rechte Hand segnend erhoben. In der Linken hält er vor der Hüfte das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva. In den seitlichen Nischen liegt auf je einer Konsole eine Tartsche auf, rechts das Erzbistumswappen, links das persönliche Wappen des SF.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: Gespalten, vorne ledig von Schwarz, hinten in Silber eine halbe und zwei ganze schwarze linke Spitzen.##Erzbistumswappen: Gespalten, vorne in Gold ein rot gezungter schwarzer Löwe, hinten in Rot ein silberner Balken.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel und Majuskel
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:+ S(igillum) + Burchardi + dei + g(ati)a + a(chi)e(iscop)i + ~ salzeburg(e)(sis) + ap(osto)lce + ſed(is) + legati +
Übersetzung:Siegel Burkhards von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg, Legat des Apostolischen Stuhls
Materialität
Form:rund
Maße:46 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:unwesentliche Wachsverformungen im Siegelbild, Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof, Kardinal

Burkhard II. von Weißpriach der Erzdiözese Salzburg

1461-11-16 bis 1466-02-16

Er wurde am 16.11.1461 zum Erzbischof von Salzburg gewählt und am 15.1.1462 von Papst Pius II. bestätigt. Konsekriert wurde Burkhard am 9.5.1462. Die Erhebung zum Kardinalpriester mit der Titelkirche SS. Achilleus und Nereus wurde am 3.5.1462 publiziert.

Aufbewahrungsort:

Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

Salzburg Erzstift, AUR 1462 X 08

Urkunde, 1462-10-08

Weitere Siegel:sa-84sa-86sa-87sa-88sa-89
Literatur

Franz Ortner, Art. Weißpriach, Burkhard von. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 744f.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 140.

Inge Anna Pedarnig, Die Siegel der Salzburger Erzbischöfe in Spätmittelalter und früher Neuzeit 1366–1612. Dipl. (Salzburg 2001) 82f. Abb. 19.

Siebmacherʼs großes Wappenbuch, Bd. 28: Die Wappen des Adels in Salzburg, Steiermark und Tirol (Neustadt an der Aisch 1979) 73 Taf. 29.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.1.85
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz