Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof Gregor, Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: 1397-10-20

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Bildnissiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den SF in Halbfigur unter einem gotischen Baldachin, die Umschrift ist oben und unten unterbrochen. Zu beiden Seiten des SF befindet sich ein Dreieckschild, rechts das Erzbistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. Der SF mit Mitra ist in leicht geschwungener Haltung dargestellt, der Kopf etwas nach rechts geneigt. Der Amikt mit Besatz umgibt die Kasel kragenförmig, die Schüsselfalten bildet. Die rechte Hand ist segnend erhoben. In der Linken hält er vor der Brust das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Schwarz ein silberner Sparren.##Erzbistumswappen: Gespalten, vorne in Gold ein rot gezungter schwarzer Löwe, hinten in Rot ein silberner Balken.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung innen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Abgrenzung außen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Transliteration:s’(igillum) ☼ gregorii ☼ archi~~ep(iscop) ☼ ſalczbvrge(sis)
Übersetzung:Siegel Gregors Erzbischof von Salzburg
Materialität
Form:rund
Maße:37 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck, Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof

Gregor Schenk von Osterwitz der Erzdiözese Salzburg

1396-04-10 bis 1403-05-09

Bereits am 10.4.1396, nur fünf Tage nach dem Tode Pilgrims II., wählte ihn das Salzburger Domkapitel einstimmig zum Erzbischof. Papst Bonifaz IX. kassierte zwar die Wahl, ernannte ihn jedoch seinerseits am 5.6.1396 zum Erzbischof. Konsekriert wurde Gregor am 1.10.1396.

Aufbewahrungsort:

Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

Salzburg Domkapitel, AUR 1397 X 20

Urkunde, 1397-10-20, Salzburg

Weitere Siegel:sa-65
Literatur

Franz Ortner, Art. Gregor Schenk von Osterwitz. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 674.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 137.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 159.

Franz Wagner, Die Siegelbilder der Salzburger Erzbischöfe des Spätmittelalters. Alte und moderne Kunst 156 (1978) 18.

Inge Anna Pedarnig, Die Siegel der Salzburger Erzbischöfe in Spätmittelalter und früher Neuzeit 1366–1612. Dipl. (Salzburg 2001) 73f. Abb. 4.

Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 16.

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 402.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.1.64
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz