Erzbischof Ulrich, Salzburg
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Hauptsiegel
Datierung: 1261-08-04
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Thronsiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet, von der die Vittae bis zu den Schultern herabhängen. Über der Albe und der Dalmatik liegt die Kasel, die zahlreiche Schüsselfalten bildet. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig. Auf den Oberarmen ruht das T-förmige mit Kreuzen bestickte Pallium. In der abgewinkelten Rechten trägt der SF mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit nach innen gerichteter Curva. In der abgewinkelten Linken trägt er ein offenes Evangelienbuch, das die Aufschrift „PAX“ zeigt. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Majuskel, Unziale |
| Abgrenzung innen: | Perlschnur |
| Abgrenzung außen: | Perlschnur |
| Transliteration: | + VLRICVS : D𐌴I : G(ati)A : S(an)(t)𐌴 : SALBVRGEN(sis) : 𐌴CCL’(esi)𐌴 : ARCHI𐌴(iscopu)S |
| Übersetzung: | Ulrich von Gottes Gnaden Erzbischof der heiligen Kirche von Salzburg |
| Aufschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Majuskel |
| Abgrenzung: | Buch |
| Transliteration: | PAX |
| Übersetzung: | Friede |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 71 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | naturfarben |
| Befestigung: | an Fäden |
| Zustand: | intakter Abdruck |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Erzbischof Ulrich der Erzdiözese Salzburg 1257-09-19 bis 1265-09-01 Das Salzburger Domkapitel postulierte den Seckauer Bischof Ulrich zwischen dem 7. und 19.3.1256 zum Erzbischof. Obwohl sich Ulrich gegen die Annahme sträubte, transferierte Papst Alexander IV. ihn am 19.9.1257 nach Salzburg. Da er nie in den Besitz seines Erzbistums sowie des Erzstiftes gelangte und ihn die Bevölkerung ablehnte, resignierte er im Sommer 1264 das Erzbistum. Wegen des Todes von Papst Urban IV. wurde die Resignation erst am 1.9.1265 durch Papst Clemens IV. bestätigt. |
| Aufbewahrungsort: | Rein, Stiftsarchiv A IV/6 Urkunde, 1261-08-04, Venedig |
| Weitere Siegel: | sa-38sa-39 |
| Literatur | |
Franz Ortner–Michaela Kronthaler, Art. Ulrich. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 664f. Die Regesten der Erzbischöfe und des Domkapitels von Salzburg, ed. Franz Martin, Bd. 1: 1247–1290 (Salzburg 1928) 49 Nr. 364, Taf. 1. Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 1: 1218–1337. MStLA 48 (1998) 130–133. Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 2, 66. Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 146. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.1.37 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |