Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Fürsterzbischof, Kardinal Friedrich VI., Salzburg

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Signet

Datierung: 1848-05-02

Foto: Feiner Martin

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Beschreibung
Avers-Typ:Wappensiegel
Avers-Bildinhalt
Heraldische Beschreibung:Das Siegel zeigt einen Schild, geviert mit Herzschild. – Herzschild: Gespalten, vorne in Rot auf schwarzem Dreiberg ein gezinnter silberner Torturm (Grafschaft Schwarzenberg), hinten in Blau drei 2:1 gestellte goldene Korngaben (Landgrafschaft Kleggau). – Hauptschild: (1) von Silber und Blau siebenmal gespalten (Stammwappen), (2) in Silber drei aufragende rote Spitzen (Grafen von Sulz), (3) in Silber schräg ein dreimal gestummelter am oberen Ende brennender schwarzer Ast (Herren von Brandis), (4) in Gold schräg ein naturfärbiger abgehauener Türkenkopf mit schwarzem Schnurrbart und Haarlocke und darauf stehend mit goldenem Halsband ein schwarzer Rabe, mit der linken Kralle das linke Auge des Türkenkopfes auskratzend (kaiserliches Gnadenzeichen für die Eroberung des Festung Rab in Ungarn).##Der Schild ist timbriert: Hermelingefütterter Wappenmantel unter Fürstenhut hinter dem Schild, Vortragekreuz pfahlweise in der Mitte hinter dem Wappenmantel, Mitra rechts auf dem Wappenmantel, Pedum schräglinks hinter dem Wappenmantel, darüber Prälatenhut mit beidseitig an Schnüren herabhängenden zehn Quasten (1:2:3:4).
Materialität
Form:rechteckig
Maße:28 x 25 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegellack
Farbe:

rot

Befestigung:aufgedrückt
Zustand:leicht beschädigter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Fürsterzbischof, Kardinal

Friedrich VI. Johann Joseph Cölestin zu Schwarzenberg der Erzdiözese Salzburg

1835-09-23 bis 1850-05-20

Am 23.9.1835 wurde er mit 26 Jahren vom Salzburger Metropolitankapitel zum Fürsterzbischof postuliert. Die päpstliche Alterdispens und die Konfirmation wurden am 1.2.1836 gegeben, konsekriert wurde er am 1.5. Am 24.1.1842 wurde er zum Kardinal erhoben. Der Kaiser nahm am 13.12.1849 die Nomination von ihm als Fürsterzbischof von Prag vor, die Translation erfolgte am 20.5.1850 und die Inthronisation am 15.8.

Aufbewahrungsort:

Graz, Diözesanarchiv Graz-Seckau

Nachlass Bischof Roman Zängerle, Heft 1

Briefumschlag, 1848-05-02, Salzburg

Weitere Siegel:sa-195sa-196sa-197sa-198
Literatur

Erwin Gatz, Art. Schwarzenberg, Friedrich Fürst zu. Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder: 1785/1803 bis 1945 hg. Erwin Gatz (Berlin 1983) 686–692.

Hans Spatzenegger, Die Wappen der Salzburger Erzbischöfe seit der Säkularisation. MGSLK 122 (1982) 407–409.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.1.199
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz