Erzbischof Eberhard I., Salzburg
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Hauptsiegel
Datierung: 1147-06-08
Foto: Markus Simmerstatter
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Markus Simmerstatter
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Thronsiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer quer aufgesetzten Mitra abgebildet, die eine Vertiefung mit zwei senkrecht aufsteigenden Hörnern bildet. Von der Mitra hängen die Vittae bis zu den Schultern herab, die mit vielen kleinen Kreuzen geschmückt sind. Über der Albe und der Dalmatik mit Zierbesatz an den Ärmeln sowie am Saum liegt die zwischen den leicht schräggestellten Beinen spitz zulaufende Kasel mit V-Falten. Das T-förmige mit Kreuzen bestickte Pallium ruht auf den Oberarmen. Beide Unterarme hat der SF angehoben. In der Rechten trägt der SF das Pedum mit nach innen gerichteter Curva. In der Linken mit Manipel trägt er ein offenes Evangelienbuch, das in zwei Kolumnen die untereinandergestellten Buchstaben „PAX“ und „VOB“ zeigt. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Kapitalis, Unziale |
| Transliteration: | + EB𐌴RHARDVS DEI GRACIA SALZ𐌴[BVRG]ENSIS ARCHI𐌴P(iscopu)S • |
| Übersetzung: | Eberhard von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg |
| Aufschrift | |
| Schrifttyp: | Kapitalis |
| Abgrenzung: | Buch |
| Transliteration: | PAX | VOB(is) |
| Übersetzung: | Friede ist euch |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 78 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | naturfarben |
| Befestigung: | vorne eingehängt, in einer naturfarbigen Schale |
| Zustand: | Umschrift leicht verschliffen beziehungsweise verformt |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Erzbischof Eberhard I. von Biburg der Erzdiözese Salzburg 1147-04-14 bis 1164-06-22 Er nahm die am 14.4.1147 einstimmig erfolgte Wahl durch Klerus und Ministerialen von Salzburg an, wurde am 25.4.1147 inthronisiert und am 11.5.1147 konsekriert. |
| Aufbewahrungsort: | Rein, Stiftsarchiv A I/10 Urkunde, 1147-06-08, Rein |
| Weitere Siegel: | sa-17sa-19sa-20sa-21 |
| Literatur | |
Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 84–86. Salzburger Urkundenbuch, ed. Willibald Hauthaler–Franz Martin, Bd. 2: 790–1199 (Salzburg 1916) 523–525 Nr. 375, Taf. 3. Franz Martin, Das Urkundenwesen der Erzbischöfe von Salzburg von 1106–1246. Vorbemerkungen zum Salzburger Urkundenbuch. MIÖG Ergbd. 9 (1915) 665. Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 9. Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 2, 64. Eva Neukirch, Das Erscheinen von Familienwappen im bischöflichen Siegelbild. Diss. (Erlangen–Nürnberg 1994) Teil 2, C, 276. Franz Wagner, Der „Segensgestus“ ist kein Segensgestus, der „Palmzweig“ ist kein Palmzweig. Zu den Darstellungen auf geistlichen Siegeln des Mittelalters an Beispielen aus Salzburg und seinem Umkreis. Salzburg Archiv 35 (2014) 43. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.1.18 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |