Bischof Ulrich IV., Gurk
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Hauptsiegel
Datierung: 1455-11-27
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Heiligensiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt vor einem mit Kreuzen belegten Thronvelum die auf einer Thronbank sitzende Mutter Gottes mit dem Jesuskind in einer mehrgliedrigen gotischen Baldachinarchitektur, die oben und unten bis zum Siegelrand reicht. Die gekrönte und nimbierte Mutter Gottes hält auf dem rechten Arm das auf ihrem rechten Oberschenkel hockende Jesuskind. In der nach unten gehaltenen linken Hand trägt sie einen langen Lilienstab. Das nimbierte Jesuskind hält sich mit seiner linken Hand am Gewand der Mutter Gottes fest.##Seitlich der Nische befindet sich je ein Halbrundschild, rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. |
| Heraldische Beschreibung: | Persönliches Wappen: In Blau ein grüner Dreiberg, auf den eine goldene gesichtete Sonne mit Strahlen ihre rechte Wange legt.##Bistumswappen: Gespalten, vorne in Schwarz ein silbern bewehrter goldener Löwe, hinten geteilt von Rot und Silber. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Minuskel und Majuskel, arabische Ziffern |
| Abgrenzung innen: | Perlschnur |
| Abgrenzung außen: | Linie |
| Transliteration: | sigillvm + vdalrici + dei + g[ra]cia ~ epiſcopi + Gvrcenſis + 1 + 4 + 5 + 4 + |
| Übersetzung: | Siegel Ulrichs von Gottes Gnaden Bischof von Gurk, 1454 |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 45 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | rot |
| Befestigung: | anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale |
| Zustand: | einzelne Buchstaben der Umschrift sowie das Gesicht der Gottesmutter leicht verschliffen, Wachs bei gracia ausgebrochen |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Bischof Ulrich IV. Sonnenberger der Diözese Gurk 1453-11-05 bis 1469-12-29 Am 5.11.1453 verlieh ihm Papst Nikolaus V. auf Drängen Friedrichs III., der seinem Protonotar schon 1451 gern das Bistum Passau übertragen hätte, das Bistum Gurk. Am 20.1.1454 wurde er vom Seckauer Bischof Überacker konsekriert. Im Jahr 1460 verlieh Friedrich III. ihm und seinen Nachfolgern als Bischöfen von Gurk den Fürstentitel. |
| Aufbewahrungsort: | Graz, Steiermärkisches Landesarchiv AUR 6554 Urkunde, 1455-11-27, Graz |
| Weitere Siegel: | gu-59 |
| Literatur | |
Christine Tropper, Art. Sonnenberger, Ulrich. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 670. Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 139. Bischöfliches Palais von Klagenfurt, Gemälde. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.2.58 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |