Bischof Johannes V., Gurk
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Hauptsiegel
Datierung: 1453-09-15
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Heiligensiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt die thronende Mutter Gottes mit dem Jesuskind in einer dreiteiligen gotischen Baldachinarchitektur, die oben und unten bis zum Siegelrand reicht. Die gekrönte und nimbierte Mutter Gottes hält auf dem rechten Arm das auf ihrem rechten Oberschenkel hockende Jesuskind. In der nach unten gehaltenen linken Hand trägt sie einen langen Lilienstab. Das nimbierte Jesuskind hält sich mit seiner linken Hand am Hals der Mutter Gottes fest.##Seitlich der Nische befindet sich je ein Halbrundschild, rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. |
| Heraldische Beschreibung: | Persönliches Wappen: In Rot ein schwarzer Schrägbalken, belegt mit drei goldenen Ringen.##Bistumswappen: Gespalten, vorne in Schwarz ein silbern bewehrter goldener Löwe, hinten geteilt von Rot und Silber. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Minuskel |
| Abgrenzung innen: | Perlschnur |
| Abgrenzung außen: | Perlschnur und zwei Linien |
| Transliteration: | sigillum iohannis ~ epiſcopi gurcenſis |
| Übersetzung: | Siegel Johannes' Bischof von Gurk |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 55 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | rot |
| Befestigung: | anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale |
| Zustand: | intakter Abdruck |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Bischof Johannes V. Schallermann der Diözese Gurk 1433-01-28 bis 1453 Papst Eugen IV. ernannte Johannes am 28.1.1433 völlig überraschend gegen den Salzburger Kandidaten Hermann von Gnas und den landesfürstlichen Kandidaten Lorenz von Lichtenberg zum Bischof von Gurk. Am 31.3.1435 wurde er als solcher vom Basler Konzil anerkannt und am 22.5.1435 von Erzbischof Valaressius von Kreta in Basel konsekriert. Nach Beilegung des Bischofsstreites am 6.6.1436 - Lorenz wurde erst Administrator von Gurk und nach dem Tod des Lavanter Bischofs Hermann von Gnas wieder Bischof von Lavant - war Johannes auch de facto regierender Bischof. Im Jahr 1453 resignierte er auf sein Bistum. |
| Aufbewahrungsort: | Rein, Stiftsarchiv A X/43 Urkunde, 1453-09-15, Straßengel |
| Weitere Siegel: | gu-54gu-55gu-56gu-57 |
| Literatur | |
Christine Tropper, Art. Schallermann, Johannes. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 620. Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 139. Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 68. Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 57. Siebmacherʼs großes Wappenbuch, ed. Gustav Adelbert Seyler, Bd. 8: Die Wappen der Bistümer und Klöster (Neustadt an der Aisch 1976) 120. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.2.53 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |