Bischof Ulrich III., Gurk
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Hauptsiegel
Datierung: 1351-10-21
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Thronsiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt vor einem mit Blütenranken damaszierten Hintergrund den auf einem Faldistorium sitzenden SF. Vom Faldistorium, über welches eine Decke mit Rautenmuster gebreitet ist, sind die Stuhlbeine oben als Tierköpfe gestaltet sichtbar. Die Füße des SF ruhen auf einem Podest mit zwei Öffnungen, in denen sich je ein nach außen geneigter Dreieckschild befindet, rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet. Über der Albe mit reicher Stoffmasse und der Dalmatik liegt die Kasel, die auf die parallel gestellten Beine herabfällt und Schüsselfalten bildet. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig. Die rechte Hand ist segnend erhoben. In der abgewinkelten Linken trägt der SF mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva. |
| Heraldische Beschreibung: | Persönliches Wappen: In Rot ein silberner Pfahl.##Bistumswappen: Gespalten, vorne in Schwarz ein silbern bewehrter goldener Löwe, hinten geteilt von Rot und Silber. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Majuskel, Unziale |
| Abgrenzung innen: | Perlschnur zwischen zwei Linien |
| Abgrenzung außen: | Perlschnur zwischen zwei Linien |
| Transliteration: | + VLRICVS + D𐌴I + GRACIA ~ 𐌴P [---] [GV]RC𐌴(sis) |
| Übersetzung: | Ulrich von Gottes Gnaden Bischof von Gurk |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 62 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | naturfarben |
| Befestigung: | anhängend an Pergamentstreifen |
| Zustand: | rechts ein Teil des Siegels abgebrochen |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Bischof Ulrich III. von Weißeneck (Weißenegg) der Diözese Gurk 1351 bis 1353 Nach dem Tod des Gurker Bischofs Ulrich II. von Wildhaus (26.8.1351) wurde Paul von Jägerndorf von Papst Clemens VI. zum Bischof von Gurk ernannt. Der Salzburger Erzbischof Ortolf von Weißeneck hingegen erwählte im vollen Einverständnis mit dem Gurker Kapitel Ulrich von Weißeneck zum Bischof von Gurk. Ulrich empfing die Konsekration und konnte sich mit Unterstützung der Gurker Vasallen bis Mitte Juli 1353 behaupten. Gurk und Salzburg wurden schließlich zum Einlenken gezwungen und erkannten Paul von Jägerndorf als Bischof an, der in einer Urkunde vom 29.9.1353 als konsekrierter Bischof von Gurk auftritt. |
| Aufbewahrungsort: | Klagenfurt, Archiv der Diözese Gurk DKA T-30 Urkunde, 1351-10-21, Straßburg |
| Literatur | |
Jakob Obersteiner, Die Bischöfe von Gurk: 1072-1822 (Aus Forschung und Kunst 5, Klagenfurt 1969) 155–159. Michaela Kronthaler, Art. Ulrich von Weißeneck. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 721f. Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MStLA 49 (1999) 67f. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.2.37 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |