Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Dietrich I., Gurk

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Hauptsiegel

Datierung: 1192-05-27

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet, die in die Umschrift hineinragt, und von der die Vittae bis zu den Oberarmen herabhängen. Über der Albe und der Dalmatik mit Zierbesatz an den Ärmeln sowie am Saum liegt die spitz zulaufende Kasel mit V-Falten, die zwischen den Beinen mit voneinander abstehenden Knien verläuft. Das Rationale ist als geschmückter runder Schulterkragen gestaltet. In der angehobenen Rechten trägt der SF das Pedum mit nach außen gerichteter Curva. In der Linken mit waagrecht ausgestrecktem Unterarm trägt er ein offenes Evangelienbuch.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis, Unziale
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:*** DI𐌴TERICVS • DEI • GRATIA • GVRCENSIS • 𐌴PISCOPVS
Übersetzung:Dietrich von Gottes Gnaden Bischof von Gurk
Materialität
Form:oval
Maße:66 x 72 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:hinten eingehängt, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:einmal gebrochen
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Dietrich I. von Albeck der Diözese Gurk

1179 bis 1194

Nach dem Tod des Gurker Bischofs Roman II. wählten die Gurker widerrechtlich Hermann von Ortenburg zu seinem Nachfolger. Der Salzburger Erzbischof Konrad III. ernannte daraufhin den Gurker Dompropst Dietrich von Albeck zum rechtmäßigen Bischof, der am 2.2.1180 konsekriert wurde. Er resignierte auf sein Bistum um das Jahr 1194 und starb bald darauf zwischen dem 3.3 und 21.3.1194.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv

AUR C 1219; Siegelsammlung 56.h

Urkunde, 1192-05-27

Weitere Siegel:gu-12
Literatur

Jakob Obersteiner, Die Bischöfe von Gurk: 1072-1822 (Aus Forschung und Kunst 5, Klagenfurt 1969) 59–64.

August von Jaksch, Die ältesten Siegel der Bischöfe und des Kapitels von Gurk. Mitt. der dritten (Archiv-) Sektion der k. k. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 2 (1894) 132.

Monumenta historica ducatus Carinthiae. Geschichtliche Denkmäler des Herzogtums Kärnten, ed. August von Jaksch, Bd. 1: 864–1232 (Klagenfurt 1896) 264 Nr. 354, Taf. II/11.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 2, 65.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.2.13
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz