Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Berthold, Chiemsee

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Hauptsiegel

Datierung: 1523-07-16

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt vor einem verzierten Thronvelum den auf einer Thronbank sitzenden SF in einer gotischen Baldachinarchitektur, die oben und unten bis zum Siegelrand reicht. Der SF mit Mitra hat den Kopf etwas nach rechts geneigt. Über der bodenlangen Albe und der Dalmatik, beide mit jeweils reichem Volumen, liegt die Kasel, die auf die Beine herabfällt und Schüsselfalten bildet. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig. Die rechte Hand ist segnend erhoben. In der Linken hält er vor der linken Schulter das Pedum mit der nach außen gerichteten schmuckvollen Curva.##Seitlich der Nische hält jeweils ein Engel mit über dem Kopf ausgebreiteten Flügeln ein Wappen vor sich, rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Gold auf einem Dreiberg drei grüne Weberkarden.##Bistumswappen: Gespalten von Gold und Rot, vorne ein rot bewehrter schwarzer Adler, hinten ein links gewendeter goldener Bischofsstab.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel und Majuskel
Abgrenzung innen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Abgrenzung außen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Transliteration:+ s(igillum) + Be[rtol]di + dei + gracia ~ epiſcopi + ec(lesi)e + kyemenſis +
Übersetzung:Siegel Bertholds von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Chiemsee
Materialität
Form:rund
Maße:48 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:Wachsverformungen in der Umschrift beim Namen Bertoldi
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Berthold Pürstinger der Diözese Chiemsee

1508-05-08 bis 1526-05-06

Am 8.5.1508 ernannte ihn der Salzburger Erzbischof Leonhard von Keutschach zum Bischof von Chiemsee, am 9.7. erfolgte seine Konsekration. Bischof Berthold Pürstinger verzichtete am 6.5.1526 auf das Bistum Chiemsee.

Aufbewahrungsort:

Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

Salzburg Erzstift, AUR 1523 VII 16

Urkunde, 1523-07-16

Weitere Siegel:ch-41
Literatur

Erwin Naimer, Art. Pürstinger, Berthold. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 557f.

Johann Sallaberger, Der Chiemseer Bischof Berthold Pürstinger (1464/1465-1543). Biographische Daten zu seinem Leben und Werk. MGSL 130 (1990) 427–484.

Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 60.

Alois Eder, Bischof Berthold Pürstinger und Saalfelden. Ritzenpost 9 (1994) 32.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.3.40
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz