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          <name>SO grieß enk GOtt Wiener, mei kents mich den nödt [Gutmeynender Landler-Baur / Uber das Vermahlungs-Fest / Des Erz-Herzogen und Cron-Prinzen von Oesterreich.]</name>
          <date when="1760">1760</date>
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            <p>Huldigungslied auf die Hochzeit Josephs II. mit Isabella von Parma; Ich des Lieds ist die beliebte Figur des oberösterreichischen Mostbauern, aus dessen naivem Blick die Hochzeitsvorbereitungen geschildert werden.  </p>
          </note>
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        <edition>Dialect Cultures</edition>
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          <name>Christian Neuhuber</name>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <resp>Editor</resp>
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          <name>Stefanie Edler</name>
          <resp>Editor</resp>
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          <name>Elisabeth Zehetner</name>
          <resp>Editor</resp>
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          <name>Alexander Nussbaumer</name>
          <resp>Technische Umsetzung</resp>
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        <publisher>Institut für Germanistik, Universität Graz</publisher>
        <authority>Austrian Centre for Digital Humanities, University Graz</authority>
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          <term>Huldigungslied</term>
          <term>Bauernlied</term>
          <term>historisches Lied</term>
          <term>Fürstenpreis</term>
          <term>Hochzeitslied</term>
          <term>Herrscherlob</term>
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          <title>Gutmeynender Ländler-Baur / Uber das Vermählungs-Fest / Des Erz-Herzogen und Cron-Prinzen von Oesterreich.</title>
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        <ab type="incipit">SO grieß enk GOtt Wiener, mei kents mich den nödt</ab>
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            <ab subtype="Flugschrift" type="print">Gutmeynender Ländler-Baur / Uber das Vermählungs-Fest / Des Erz-Herzogen und Cron-Prinzen von Oesterreich. (Wienbib. E-95109)</ab>
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        <div type="comments">
          <p>Druck ohne Ort, Verlag und Jahr. <lb></lb>Ev. Wien, um 1760 </p>
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        <div type="transcript">
          <p>Gutmeynender Ländler-Baur / Uber das Vermählungs-Fest /  <lb></lb>Des Erz-Herzogen und Cron-Prinzen von Oesterreich. </p>
          <p>1. <lb></lb>SO grieß enk GOtt Wiener, mei kents mich den nödt, <lb></lb>ich kim ja von Ländl, verzeyhts mir mein Red; <lb></lb>a mal hun i dient da, jetzt bin ich a Baur, <lb></lb>an Aepfel-Most hätt ich, wanns aba ain braucht. </p>
          <p>2. <lb></lb>Ich hör, daß bey enk da a Hochzat soll wern, <lb></lb>daß haben mir erzöhlt recht zway rändige Herren; <lb></lb>der Wirth in der Rana, da Hof-Amtmann z Art, <lb></lb>sein gar brafe Männer, se laige mir nit for. </p>
          <p>3. <lb></lb>Da fraget ich, wer denn der Bräuga soll wern, <lb></lb>se sagn der Prinz Joseph, daß höret ich gern; <lb></lb>wirds Haus wohl bekema, und als mitanand, <lb></lb>so wird er bey uns a mal Herr wern im Land. </p>
          <p>4. <lb></lb>Wie er ist gebohrn warn, da denk ich noch dran, <lb></lb>daß unser Herr Pfarrer hat predigt davan; <lb></lb>ma soll fleißig betten, das ist a groß Glück, <lb></lb>daß GOtt unsern Ländern an Prinzen hat geschickt. </p>
          <p>5. <lb></lb>Weil er dann gebohrn, von ein sochen Stamm, <lb></lb>wo Mild und Gerechtigkeit herscht beysam; <lb></lb>so wollen wir GOtt danken, und hoffen halt a, <lb></lb>daß er uns regiret, als wie sein Frau Mama. </p>
          <p>6. <lb></lb>Weil ihn GOtt erhalten vor aller Gefahr, <lb></lb>und ist jetzt schon alt über neunzehn Jahr; <lb></lb>so ist ja ganz billich, daß er kriegt a Weib, <lb></lb>gebts ihm fein a hübsche, so hat er a Freud. </p>
          <p>7. <lb></lb>Mein miterer Bue hat jetzt schon a Glück gemacht, <lb></lb>den han i halt gschwind zum Häußl zuebracht; <lb></lb>aina ist im Feld, er wird sein General, <lb></lb>wannich doch nicht fehl, oder gar Corporal. </p>
          <p>8. <lb></lb>Nächst han i mein Pfarrer sein Winter-Waiz baut, <lb></lb>da hams a so gred von des Prinzen sein Braut; <lb></lb>bey uns ist die schöne, des Mesner Lena, <lb></lb>sie ists aber nit, es toins anderst nenna. </p>
          <p>9. <lb></lb>Sö sagn, das Mensch wär für an Prinzen als zgmain, <lb></lb>wanns a reich und schön wär, wurd gleichwol nichts tain; <lb></lb>die Braut muß h[e]rstamma von Königl. Blut, <lb></lb>fürs Mesner Me[n]sch ist da Präcepter schon gut. </p>
          <p>10. <lb></lb>Um Braut hab aber gleich noch a mal ge[fra]gt, <lb></lb>so hat mirs doch endlich da Caplan [ges]agt; <lb></lb>Prinzeßin von Parma, Infantin [wi]rds gnent, <lb></lb>der Nahm Isabella, vortreflich und schön. </p>
          <p>11. <lb></lb>Es haben gar in vornehma Fürsten hin gschickt, <lb></lb>in dasselbe Land, wo die Braut dahaym ist; <lb></lb>da sagns um Michaeli dort ruckt er z Wien ein, <lb></lb>wann d Hauer thu in leesen, das wird a Freud seyn. <lb></lb>
            <lb></lb>12. <lb></lb>So schauts meine Wiener, da kim ich halt mehr, <lb></lb>und pur wegen der Hochzat rayß ich so weit her; <lb></lb>der Trochsäß kont oba vergesse mein ayd, <lb></lb>daß er mich nit ladet, so wär mir gar layd. </p>
          <p>13. <lb></lb>Cupido laß fliegen die verliebt Pfeil, <lb></lb>auf das hohe Braut-Paar, schieß aber nit fail; <lb></lb>entzünd ihre Herzen mit liebreicher Glut, <lb></lb>laß Oesterreich lieben das Spanische Blut. </p>
          <p>14. <lb></lb>Es lebe Franciscus, Theresia auch, <lb></lb>der Römisch Monarch, und die glorreiche Frau; <lb></lb>weil sie uns ein so edlen Prinzen gebohrn, <lb></lb>und ihm ein so würdige Braut auserkohrn. </p>
          <p>15. <lb></lb>Dem Königl. Braut-Paar wünsch ich zum Beschluß, <lb></lb>viel Glück, Heyl und Seegen, und keinen Verdruß; <lb></lb>so liebs fein einander, und hausts in Frieden, <lb></lb>von jetzt a Jahr wünsch ich halt sGevatta Bitten. </p>
          <p>ENDE. </p>
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