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  <teiHeader type="lyrics">
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      <titleStmt>
        <title>
          <name>Wann d‘ Mariasch a Hochzeit iß</name>
          <date from="1737" to="1738">spätestens 1738</date>
          <note type="comments">
            <p>Die Arie ist in der Burleske  <ref target="info:fedora/o:dic.610">‘Hanns-Wurst verstöhrtes Hochzeit-Fest‘</ref>  enthalten (aus welcher nur die Gesangseinlagen überliefert sind). Überlieferungsgrundlage ist die vierbändige Sammlung &apos;Teutsche Arien&apos;, deren erster Band betreffenden Text liefert. </p>
            <p>Das Scherzlied spielt nach Pirker mit dem Doppelsinn von „Mariage“: neben der Bedeutung &apos;Hochzeit&apos; ist damit auch ein Kartenspiel (~ Sechsundsechzig / Schnapsen) bezeichnet; hier sind die einzelnen Phasen des Spiels zudem in die erotische Sphäre gezogen (vgl. Pirker 1927, S. 425). </p>
            <p>Eine Datierung ist nicht eindeutig möglich. Gewisse Hinweise bzw. Fixpunkte lassen sich aus erhaltenen Titelverzeichnissen erschließen, in welchen Aufführungsdaten vermerkt sind. Diese waren für den Grafen Johann Adam von Questenberg (1678-1752; Jaroměřice (Südwestmähren)) angefertigt worden. Hier ist verzeichnet, dass &apos;Hanns-Wurst verstöhrtes Hochzeit-Fest&apos; am 30.6.1738 am Kärntnertor-Theater aufgeführt wurde (vgl. Pirker 1927, S. IXf.). Nicht bekannt ist freilich allerdings, ob dies als erste oder wiederholte Aufführung zu gelten hat. Somit stellt 1738 die spätestmögliche Datierung dar, jedoch ist natürlich auch ein früheres Entstehungsjahr möglich. </p>
            <p>Wer Autor des Stücks ist - insbesondere, ob es von Joseph Felix von Kurz stammt, in seinem Umfeld entstanden ist, von Vorgängern oder von Nachahmern verfasst wurde - ist nicht klar; In diesem Fall ist keine Zuschreibung zu Kurz belegt.  </p>
            <p>Die Arie wurde offenbar später noch einmal im Stück &quot;Der Wiennerische Jahr-Marck&quot; aufgegriffen - das Stück ist im zweiten Band der &quot;Teutschen Arien&quot; verzeichnet, ebenfalls ohne Text; die Arie wird dort aber nicht noch einmal aufgezeichnet - es findet sich nur der Verweis auf den ersten Band (vgl. etwa die Edition von Pirker 1929, S. 107). </p>
          </note>
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        <edition>Dialect Cultures</edition>
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          <name>Christian Neuhuber</name>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <resp>Editor</resp>
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          <name>Stefanie Edler</name>
          <resp>Editor</resp>
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        <respStmt>
          <name>Elisabeth Zehetner</name>
          <resp>Editor</resp>
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        <respStmt>
          <name>Alexander Nussbaumer</name>
          <resp>Technische Umsetzung</resp>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Institut für Germanistik, Universität Graz</publisher>
        <authority>Austrian Centre for Digital Humanities, University Graz</authority>
        <idno type="PID">o:dic.612</idno>
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        <p></p>
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          <term>Scherzlied</term>
          <term>Arie</term>
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          <title>Num: IV. Colombine</title>
          <date from="1737" to="1738">spätestens 1738</date>
          <placeName xml:id="SID.1">Wien</placeName>
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        <ab type="incipit">Wann d’ Mariasch a Hochzeit iß</ab>
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            <ab subtype="Ariensammlung" type="manuscript">Teutsche Arien I (ÖNB Cod. 12706) [n.a.]</ab>
            <date from="1737" to="1741"></date>
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            <ab subtype="Ariensammlung" type="manuscript">Teutsche Arien II (ÖNB Cod. 12707) [n.a.]</ab>
            <date from="1741" to="1744"></date>
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            <author>Pirker (Hg.)</author>
            <title>Teutsche Arien I</title>
            <date>1927</date>
            <note type="citation">Pirker, Max (Hg.): Teutsche Arien, Welche auf dem Kayserlich=privilegirten Wienerischen Theatro in unterschiedlich producirten Comoedien, deren Titul hier jedesmahl beygerucket, gesungen worden. Cod. ms. 12706-12709 der Wiener Nationalbibliothek. Mit Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Max Pirker. Bd. I. Wien, Prag, Leipzig: Ed. Strache 1927. (Museion. Erstausgaben und Neudrucke 2)</note>
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            <author>Pirker (Hg.)</author>
            <title>Teutsche Arien II</title>
            <date>1929</date>
            <note type="citation">Pirker, Max (Hg.): Teutsche Arien, Welche auf dem Kayserlich=privilegirten Wienerischen Theatro in unterschiedlich producirten Comoedien, deren Titul hier jedesmahl beygerucket, gesungen worden. Cod. ms. 12706-12709 der Wiener Nationalbibliothek. Mit Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Max Pirker. Bd. II. Wien, Prag, Leipzig: Ed. Strache 1929. (Museion. Erstausgaben und Neudrucke 2)</note>
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        <div type="comments">
          <p>Aus der Handschrift &quot;Teutsche Arien&quot;, Bd. I, S. 195f. <lb></lb>Edition bei Pirker (1927), S. 99f.; Kommentar S. 424f.  </p>
          <p>Im zweiten Band der Handschrift wird auf diese Arie noch einmal im Rahmen des Stücks &quot;Der Wiennerische Jahr-Marck&quot; verwiesen - ohne dass jedoch der Text noch einmal wiedergegeben würde (&quot;Wann d&apos;Mariasch a Hoczeit iß, Siehe I 195 Num: IV&quot;). <lb></lb>Teutsche Arien, Bd. II, S. 229;  <lb></lb>Pirker 1929, S. 107. </p>
        </div>
        <div type="transcript">
          <p>Num: IV. Colombine </p>
          <p>1. <lb></lb>Wann d’ Mariasch a Hochzeit iß, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>Spiel ich ka anders Spiel, <lb></lb>dann heyrathen, das glaub mir g’wiß <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>I so schon längst gern will, <lb></lb>Mei Bue, der ligt mir Tag und Nacht <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>Ja Stündli gar im Kopf, <lb></lb>Wann wir no Mariaschen than, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>So lach I mir ein Kropf. </p>
          <p>2. <lb></lb>Schau Hertz iß Trumpf, gib acht auf di, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>das Spill g’hört richti mein, <lb></lb>Ein Pummerl hätt i schon für mi, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>das zieh ich wieder ein <lb></lb>Bell=Mariasche krieg i wol, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>Schauts wie i spiellen kan, <lb></lb>Das Weibel hab i schon bey mir, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>Jetzt kommts aufs Mändel an. </p>
          <p>3. <lb></lb>Jetzt iß der Kerl a derbey. <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>Da gib mir nur alls zue, <lb></lb>da heists, recht gspillt, potz Narrethey! <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>Kommt a no gar der Bue, <lb></lb>S’ heyrathen das kan I praf, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>I bin mein Ayd kein Narr, <lb></lb>Den letzten Stich den krieg ich noch, <lb></lb>Und s’ Spill iß a schon gar. </p>

          <p>Transkription: Matthias J. Pernerstorfer: Ariensammlung - Edition und Kommentar (laufendes Projekt; siehe  <ref target="http://www.donjuanarchiv.at/?id=267">http://www.donjuanarchiv.at/?id=267</ref> ). </p>
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