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      <titleStmt>
        <title>
          <name>Schatzerl mei verzeyh mers doch</name>
          <date from="1737" to="1738">spätestens 1738</date>
          <note type="comments">
            <p>Die Arie ist in der Burleske  <ref target="info:fedora/o:dic.610">‘Hanns-Wurst verstöhrtes Hochzeit-Fest‘</ref>  enthalten (aus welcher nur die Gesangseinlagen überliefert sind). Überlieferungsgrundlage ist die vierbändige Sammlung &apos;Teutsche Arien&apos;, deren erster Band betreffenden Text liefert. </p>
            <p>Eine Datierung ist nicht eindeutig möglich. Gewisse Hinweise bzw. Fixpunkte lassen sich aus erhaltenen Titelverzeichnissen erschließen, in denen auch Aufführungsdaten vermerkt sind. Diese waren für den Grafen Johann Adam von Questenberg (1678-1752; Jaroměřice (Südwestmähren)) angefertigt worden. Hier ist verzeichnet, dass &apos;Hanns-Wurst verstöhrtes Hochzeit-Fest&apos; am 30.6.1738 am Kärntnertor-Theater aufgeführt wurde (vgl. Pirker 1927, S. IXf.). Nicht bekannt ist freilich allerdings, ob dies als erste oder wiederholte Aufführung zu gelten hat. Somit stellt 1738 die spätestmögliche Datierung dar, jedoch ist natürlich auch ein früheres Entstehungsjahr möglich. </p>
            <p>Wer Autor des Stücks ist - insbesondere, ob es von Joseph Felix von Kurz stammt, in seinem Umfeld entstanden ist, von Vorgängern oder von Nachahmern verfasst wurde - ist nicht klar; In diesem Fall ist keine Zuschreibung zu Kurz belegt.  </p>
          </note>
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      <editionStmt>
        <edition>Dialect Cultures</edition>
        <respStmt>
          <name>Christian Neuhuber</name>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <resp>Editor</resp>
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          <name>Stefanie Edler</name>
          <resp>Editor</resp>
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          <name>Elisabeth Zehetner</name>
          <resp>Editor</resp>
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          <name>Alexander Nussbaumer</name>
          <resp>Technische Umsetzung</resp>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Institut für Germanistik, Universität Graz</publisher>
        <authority>Austrian Centre for Digital Humanities, University Graz</authority>
        <idno type="PID">o:dic.611</idno>
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        <p></p>
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          <term>Liebeslied</term>
          <term>Arie</term>
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        <date corresp="info:fedora/o:dic.611" when="2015-06-19T09:21:34"></date>
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          <title>Num: I. Hanns=Wurst</title>
          <date when="1738">spätestens 1738</date>
          <placeName xml:id="SID.1">Wien</placeName>
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        <ab type="incipit">Schatzerl mei verzeyh mers doch</ab>
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            <ab subtype="Ariensammlung" type="manuscript">Teutsche Arien I (ÖNB Cod. 12706) [n.a.]</ab>
            <date from="1737" to="1741"></date>
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          <bibl corresp="info:fedora/o:dic.references/#REF.197" type="edition">
            <author>Pirker (Hg.)</author>
            <title>Teutsche Arien I</title>
            <date>1927</date>
            <note type="citation">Pirker, Max (Hg.): Teutsche Arien, Welche auf dem Kayserlich=privilegirten Wienerischen Theatro in unterschiedlich producirten Comoedien, deren Titul hier jedesmahl beygerucket, gesungen worden. Cod. ms. 12706-12709 der Wiener Nationalbibliothek. Mit Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Max Pirker. Bd. I. Wien, Prag, Leipzig: Ed. Strache 1927. (Museion. Erstausgaben und Neudrucke 2)</note>
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        </listBibl>
        <div type="comments">
          <p>Aus der Handschrift &quot;Teutsche Arien&quot;, Bd. I, S. 191-193. <lb></lb>Edition bei Pirker (1927), S. 96f.; Kommentar S. 424f.  </p>
        </div>
        <div type="transcript">
          <p>Num: I. Hanns=Wurst </p>
          <p>1. <lb></lb>Schatzerl mei verzeyh mers doch, <lb></lb>I kanns nimma grathen, <lb></lb>Was i dir muß sagen, <lb></lb>Schau i will dirs klagen, <lb></lb>Wie mir so narisch ist, <lb></lb>S’Hertzerl will verbrinna, <lb></lb>Und i komm schier von Sinna, <lb></lb>Wann du halt nit alleweil um mi bist. </p>
          <p>2. <lb></lb>S’druckt mi ja schon etli Tag, <lb></lb>I möchte mi verkreutzgen, <lb></lb>S’thut mi juckn und beissen <lb></lb>Manst epper, s kommt von Läussen <lb></lb>Was Teichsel mags wohl seyn <lb></lb>Und wann i di thu seha, <lb></lb>So thuts ma gleich vergeha, <lb></lb>das Ding macht mi, du glaubst mers nit, a Jammer, a Pein. </p>
          <p>3. <lb></lb>Ober Schatzerl no ans gfallt ma nit, <lb></lb>Und das thun i fürchten, <lb></lb>S’ laufft a Bua der Jodel <lb></lb>Am öfften um dein Stodel, <lb></lb>Als wann er war verhext; <lb></lb>Er sagt, du thust ihm gfalla, <lb></lb>Im Dorff vor andern alla, <lb></lb>Und dies war ja vor mi mei Aÿd a schlimmer Protex. </p>
          <p>4. <lb></lb>So sag mirs nur rund heraus, <lb></lb>Obs du mi wilst haben <lb></lb>Kann ihms glei wol sagen, <lb></lb>Wann er mi thut fragen, <lb></lb>S’ist ja ka Narretheÿ; <lb></lb>Zwern darffst ja nit nehma, <lb></lb>Der Richta wurd bekemma. <lb></lb>I man du thatst di schamma nit, du namst ar gar a dreÿ. </p>
          <p>5. <lb></lb>So bhüt i di ins Hertz hinein, <lb></lb>Jetzt muß i geha, <lb></lb>Mei denck do, ich bitt di, <lb></lb>Sey ka Narr, und lieb mi, <lb></lb>I laß der doch ka Rue, <lb></lb>Magst greina, oder zanna, <lb></lb>I geh dir nit von danna, <lb></lb>biß dast nit sagst, und daß i bin allan dei Bue. </p>

          <p>Transkription: Matthias J. Pernerstorfer: Ariensammlung - Edition und Kommentar (laufendes Projekt; siehe  <ref target="http://www.donjuanarchiv.at/?id=267">http://www.donjuanarchiv.at/?id=267</ref> ). </p>
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