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      <titleStmt>
        <title>
          <name>Jetzt merkens nur auf, machen nöt so viel Lärm [Lied vom Spinnradl tran]</name>
          <date from="1790" to="1800">Ende 18. Jh.</date>
          <note type="comments">
            <p>Kurze, G&apos;stanzl-artige Strophen mit dem Refrain &quot;Zum Spinradl tran Sp[inradl] tr[an] Sp[inradl] tr[an] tr[an].&quot; <lb></lb>Beschrieben wird ein Mädchen, das mit seinem &quot;Laterndl&quot; heimgeht. Als sie einer fragt, ihm ihr Laterndl zu borgen, wird ausgeführt, dass man das Laterndl auf keinen Fall hergeben dürfe, wenn es zerbrochen sei, müsse man im Dunkeln gehen etc. Dass das &quot;Laterndl&quot; dabei metaphorisch für die Jungfräulichkeit (bzw. allgemein für die Sexualität) der Mädchen steht, wird noch deutlicher, wenn es gegen Ende heißt, dass, wenn man heirate, beide die Laterne gemeinsam tragen - daher, so der Schluss, sollten die ledigen Männer heiraten, &quot;nacha habts a Laterndl und is eng kein Schand&quot;. </p>
            <p>Da Graben bzw. Schottenbastei als Orte genannt werden, an denen der suchende junge Mann bei Bedarf Abhilfe bei seinen sexuellen Nöten finden kann, ist eine Entstehung des Liedes in Wien oder Umgebung anzunehmen. </p>

            <p>Wolkan (1923, s. 347f.) weist auf mehrere Varianten des Liedes hin, etwa in Nicolai 1777, Nr. XII, S. 81-83 (siehe:  <ref target="http://books.google.com/books?id=YjUaAAAAYAAJ&amp;hl=de&amp;pg=PA81">http://books.google.com/books?id=YjUaAAAAYAAJ&amp;hl=de&amp;pg=PA81</ref> ) oder auch Blümml 1912, Nr. IX (siehe  <ref target="info:fedora/o:dic.1319">&quot;Das Laternengsangl&quot;</ref> ).  <lb></lb>Diese und andere Versionen weichen allerdings inhaltlich und formal stark ab; u.a. fehlt auch das &apos;Spinnradl&apos;-Motiv. Die anzügliche Laternen-Metapher findet sich dort aber überall wieder. </p>
          </note>
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      <editionStmt>
        <edition>Dialect Cultures</edition>
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          <name>Christian Neuhuber</name>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Stefanie Edler</name>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Elisabeth Zehetner</name>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Alexander Nussbaumer</name>
          <resp>Technische Umsetzung</resp>
        </respStmt>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Institut für Germanistik, Universität Graz</publisher>
        <authority>Austrian Centre for Digital Humanities, University Graz</authority>
        <idno type="PID">o:dic.418</idno>
      </publicationStmt>
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        <p></p>
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          <term>erotisches Lied</term>
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        <bibl>
          <title>Lied vom Spinnradl tran</title>
          <date from="1790" to="1800">um 1800</date>
          <placeName xml:id="SID.1">Wien od. Umgebung</placeName>
        </bibl>
        <ab type="incipit">Jetzt merkens nur auf, machen nöt so viel Lärm</ab>
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          <item corresp="info:fedora/o:dic.sources/#SRC.236">         
   <ab subtype="Flugschrift" type="print">Lied vom Spinnradl tran tran (AStL 56/10-139 bzw. ÖVLW: ÖC Kotek 0393)</ab>
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          <bibl corresp="info:fedora/o:dic.references/#REF.160" type="edition">
            <author>Blümml (Hg.)</author>
            <title>Schottkys Volksliedernachlass</title>
            <date>1912</date>
            <note type="citation">Blümml, Emil Karl (Hg.): Schottkys Volksliedernachlass. I. Texte. Wien: Rud. Ludwig 1912. (Quellen und Forschungen zur deutschen Volkskunde VII)</note>
          </bibl>
          <bibl corresp="info:fedora/o:dic.references/#REF.224" type="anthology">
            <author>Nicolai (Hg.)</author>
            <title>Eyn feyner kleyner ALMANACH</title>
            <date>1777</date>
            <note type="citation">Nicolai, Friedrich (Hg.): Eyn feyner kleyner ALMANACH vol schönerr echterr liblicherr Volckslieder, lustigerr Reyen vnndt kleglicher Mordgeschichte, gesungen von Gabriel Wunderlich weyl. Benkelsengernn zu Dessaw, herausgegeben von Daniel Seuberlich, Schusternn tzu Ritzmück ann der Elbe. Erster Jahrgang. Mit Köngigl. Preuß. und Churf. Brandenb. auch Churf. Sächs. allergn. Freyheiten. Berlynn vnndt Stettynn, verlegts Friedrich Nicolai 1777.</note>
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            <author>Wolkan</author>
            <title>Wiener Volkslieder aus fünf Jahrhunderten, Bd. 2</title>
            <date>1923</date>
            <note type="citation">Wolkan, Rudolf: Wiener Volkslieder aus fünf Jahrhunderten. 2. Band: 1800-1914. Wien: Wiener Bibliophilen-Gesellschaft 1923.</note>
          </bibl>
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            <name>AStL 56/10-139</name>
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        <div type="comments">
          <p>f. 1v-2v <lb></lb>18 Strophen <lb></lb>Auch abgedruckt bei Wolkan 1923, Nr. III, S. 9-12.  </p>
        </div>
        <div type="transcript">
          <p>1. <lb></lb>Jetzt merkens nur auf, machen nöt so viel Lärm, <lb></lb>I bring jetzt was lustig’s sie können anhören; <lb></lb>Zum Spinradl tran Sp. tr Sp. tr. tr. </p>
          <p>2.  <lb></lb>Ausn Arbeitshaus is käma erst gestern auf d’Nacht, <lb></lb>A Madel dö hat a Laterndl mitg’bracht; <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>3.  <lb></lb>I sog glei mein Dirndl erfüll mein Begehren, <lb></lb>I zohl dich recht gut leich ma g’schwind dein Latern: <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>4. <lb></lb>Mein saubers Laterndl das gib i nöd her, <lb></lb>Du mägst mirs zombrachen nachdem hat i kans mer; <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>5. <lb></lb>I hob nur die ani do gib i drauf Acht, <lb></lb>Won i dö nimma hob mirs oft Wanata g’sogt  <lb></lb>Mit’n Spinradl tran etc. </p>
          <p>6. <lb></lb>Mein Mutta dö hot mirs oft Wanata g’sogt <lb></lb>Gib Acht das dir niemand s’Laterndl zomschlogt; <lb></lb>Beim Spinradl tran etc. [2r] </p>
          <p>7. <lb></lb>Mit an brochna Laterndl da is schon a Graus <lb></lb>Da blast am der Wind nachdem s’Licht allweil aus <lb></lb>Beim Spinradl tran etc. </p>
          <p>8. In da Finster beim Spinradl do is nöd gut z’seyn, <lb></lb>Da finden sich zviel fremde Spinnleut ein; <lb></lb>Beim Spinradl tran etc. </p>
          <p>9.  <lb></lb>Mein Nachbarn sein Dürndl hobns s’Laterndl brocha, <lb></lb>Drum san in da Finsta z’viel zuchi grocha; <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>10.  <lb></lb>Drum folg i meiner Mutter ihrer einzigen Lehr, <lb></lb>Und gib mein Laterndl ums Leben nöd her; <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>11. <lb></lb>I kunts öpa an leichen der kunt damit falln, <lb></lb>Wer wird den Glaserer fürs Einschneiden zahln <lb></lb>Wegn Spinradl tran etc. </p>
          <p>12. <lb></lb>I was ma nöd zhelfen was stell i den an, <lb></lb>Daß ich a, e, so a, saubers Laterndl kriegen kann; <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>13. <lb></lb>I gib dir an Rath geh in d’Stadt nein an Graben, [2v]  <lb></lb>Da kannst um an Gulden Laterndl genug habn; <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>14. <lb></lb>Um an Gulden a Laterndl was falt die den ein, <lb></lb>I kriegs um 30 kr. auf den Schottenbastein, <lb></lb>Zum Spinradl tran. </p>
          <p>15.  <lb></lb>A solche Latern dö man gleich habn kann, <lb></lb>Trifft man unter Hundert kein gute nöd an; <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>16. <lb></lb>Tritt ich mit an Mann sogts in ehlichen Stand <lb></lb>Nachdem habn mirs Laterndl allzwa mit a nand; <lb></lb>Zum Spinnradl tran etc. </p>
          <p>17. <lb></lb>I sog gleich wons so is mein Dirndl schlag ein <lb></lb>Du wirst jetzt mein Weiberl s Laterndl gehört mein; <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
          <p>18.  <lb></lb>Drum heiraths ihr Männer von ledigen Stand, <lb></lb>Nacha habts a Laterndl und is eng kein Schand, <lb></lb>Zum Spinradl tran etc. </p>
        </div>
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