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      <titleStmt>
        <title>
          <name>Hösä mei liebe Frau mein Jahr das ist nun aus</name>
          <date when="1743">ca. 1743</date>
          <note type="comments">
            <p>Ein Streitlied zwischen einer Dienstmagd, die kündigen will, und ihrer Frau, in dem beide nicht mit Vorwürfen sparen. Der Drohung der Frau, ihr keinen Lohn auszuzahlen, begegnet die Magd am Ende mit einer Erpressung, die prompt Wirkung zeigt.  </p>

            <p>Das Lied verweist mit den zuweilen unreinen Reimen (von denen oft nur Assonanzen bleiben), aber dem doch eher komplexen Versmaß (Reimschema  <hi rend="italic">a a b c c b</hi>  und &apos;Dreivierteltakt&apos;) recht deutlich auf einen mündlichen Hintergrund. </p>
          </note>
        </title>
      </titleStmt>
      <editionStmt>
        <edition>Dialect Cultures</edition>
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          <name>Christian Neuhuber</name>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Stefanie Edler</name>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Elisabeth Zehetner</name>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Alexander Nussbaumer</name>
          <resp>Technische Umsetzung</resp>
        </respStmt>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Institut für Germanistik, Universität Graz</publisher>
        <authority>Austrian Centre for Digital Humanities, University Graz</authority>
        <idno type="PID">o:dic.38</idno>
      </publicationStmt>
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        <p></p>
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        <keywords>
          <term>Streitgespräch</term>
          <term>Knechtlied</term>
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        <bibl>
          <title>Das Dritte</title>
          <date from="1770" to="1790">um 1780?</date>
        </bibl>
        <ab type="incipit">Hessa mei liebe Frau, mein Jahr das ist nun aus</ab>
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        <list type="sources">
          <item corresp="info:fedora/o:dic.sources/#SRC.474">
            <ab subtype="Flugschrift" type="print">Vier schöne Neue Lieder (BSB 999/Germ.146 angeb.22)</ab>
            <date from="1770" to="1780"></date>
          </item>
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        <div type="comments">
          <p>Leicht abweichende, in der Anordnung der Strophen jedoch übereinstimmende Version (Flugschrift der Bayerischen Staatsbibliothek), die wohl etwa drei Jahrzehnte später gedruckt wurde als die Hauptvariante. </p>
          <p>11 Strophen </p>
        </div>
        <div type="transcript">
          <p>1. <lb></lb>Hessa mei liebe Frau,  <lb></lb>mein Jahr ist nun aus,  <lb></lb>gebt mir mein Lohn,  <lb></lb>bey euch bleib ich nicht mehr,  <lb></lb>dKost ist mir wärlä zsper,  <lb></lb>ich geh davon. </p>
          <p>[...] </p>
        </div>
      </div>
      <div subtype="main" type="text" xml:id="VAR.43">
        <bibl>
          <title>Das Sibende</title>
          <date when="1743">1743?</date>
          <placeName xml:id="SID.1">Linz?</placeName>
        </bibl>
        <ab type="incipit">Hösä mei liebe Frau mein Jahr das ist nun aus</ab>
        <list type="sources">
          <item corresp="info:fedora/o:dic.sources/#SRC.16">
            <ab subtype="Flugschrift" type="print">Siben schöne Neue Gesänger (AStL 57/1-28)</ab>
            <date when="1743"></date>
          </item>
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        <listBibl type="references">
          <bibl corresp="info:fedora/o:dic.references/#REF.27" type="articleandedition">
            <author>Klier</author>
            <title>Historische Lieder des 18. Jhs.</title>
            <date>1959</date>
            <note type="citation">Klier, Karl M.: Historische Lieder des 18. Jhs. aus Österreich. Zugleich ein Beitrag zur Metrik des Volksliedes. In: Jahrbuch des österreichischen Volksliedwerkes 8 (1959), S. 22-51.</note>
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            <name>AStL 57/1-28</name>
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        <div type="comments">
          <p>11 Strophen <lb></lb>Vermutlich in Linz gedruckte Flugschrift von etwa 1743. <lb></lb>Klier (1959, S. 30) erwähnt das Lied mit einer kurzen Inhaltsangabe, druckt es aber nicht ab. </p>
        </div>
        <div type="transcript">
          <p>[4v] [1.] <lb></lb>Hösä mei liebe Frau  <lb></lb>mein Jahr das ist nun aus, <lb></lb>gebt mir mein Lohn,  <lb></lb>bey euch bleib ich nicht mehr, <lb></lb>d’Kost ist mir wärlä zsper, <lb></lb>ich geh darvon. </p>
          <p>2. <lb></lb>Mensch was kommt dir in Sinn,  <lb></lb>daß du jetzund so geschwind  <lb></lb>willst gehn darvon, <lb></lb>daß ich dich am besten brauch, <lb></lb>willst jetzund stehen aus, <lb></lb>gib dir kein Lohn. </p>
          <p>3. <lb></lb>Dastibotz schlabrament  <lb></lb>Frau honi das verdient,  <lb></lb>das gantzi Jahr, <lb></lb>hab oft manche Nacht, <lb></lb>kein Schlaff in d’Augen bracht, <lb></lb>ist gwiß und wahr. </p>
          <p>4. <lb></lb>Wolt daß der Blundä hätt, <lb></lb>Kost die ist ä gar schlecht, <lb></lb>bey meiner Treu, <lb></lb>was Kinder thain nit mögen, <lb></lb>wolltä mir z’essen gebn, <lb></lb>nein i laß bleibn. </p>
          <p>5. <lb></lb>Mensch jetzt halt mirs Maul, <lb></lb>i waiß schon dein Brauch, <lb></lb>bist vollä List, <lb></lb>hast schon zum Bier-Krueg gschaut, <lb></lb>hastn bräff umi taucht, <lb></lb>hastn Fotz gwischt. </p>
          <p>6. <lb></lb>Ist gwest was in der Röhrn, <lb></lb>hats ghaißn damit her, <lb></lb>dast di nit gschamt, <lb></lb>bist gwesen gar zu keck, <lb></lb>hastn Sack voll angsteckt, <lb></lb>laugn mirs du Band. </p>
          <p>7. <lb></lb>Oft bist du gwest so fix, <lb></lb>und bist in Keller gwischt, <lb></lb>hast gsoffä toll, <lb></lb>gelt Dienl das ist schön, <lb></lb>laßt encks wärlä wohl gehn, <lb></lb>saufts enck sternvoll. </p>
          <p>8. <lb></lb>Ha ha mein liebe Frau, <lb></lb>zreist euch nur nit das Maul, <lb></lb>greift euch umb d’Naß, <lb></lb>wann mei Herr nit ist z’Haus, <lb></lb>habt ihr all Tag ein Rausch, <lb></lb>fragt nichts darnach. </p>
          <p>9. <lb></lb>Frau ich sag euchs keck, <lb></lb>wann ihr mirn Lohn nit gebt, <lb></lb>frag nichts darnach,  <lb></lb>mein Herrn will ichs däzehln, <lb></lb>daß ihr seyt beym Schreibä glegn, <lb></lb>die gantze Nacht. </p>
          <p>10. <lb></lb>Frau daß ist gar ä Grauß, <lb></lb>ist gschloffä durchs Fenster auß, <lb></lb>als wie a Katz, <lb></lb>Parockä i kans sagn, <lb></lb>ist ihm in d’Lackä gfalln, <lb></lb>da honi glacht. </p>
          <p>11. <lb></lb>O du liebs Kellner-Mensch, <lb></lb>bitt di von Hertzen schön, <lb></lb>ich gib dir dein Lohn, <lb></lb>von dem aber must nichts sagn, <lb></lb>wärlä ich wurd derschlagn, <lb></lb>von meinem Mann. </p>
        </div>
      </div>
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