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      <titleStmt>
        <title>
          <name>Bürgall gea hear und laß dich fragn [Bürgall]</name>
          <date from="1750" to="1790">etwa 2. Hälfte 18. Jh.</date>
          <note type="comments">
            <p>Gespräch zwischen einer Magd und dem Bauern, bei dem sie in Dienst steht. Dabei beklagt sich die Magd über die um sie buhlenden Männer, die sich letztlich immer als Enttäuschung und unzuverlässige Partie herausstellen. </p>
          </note>
        </title>
      </titleStmt>
      <editionStmt>
        <edition>Dialect Cultures</edition>
        <respStmt>
          <name>Christian Neuhuber</name>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Stefanie Edler</name>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Elisabeth Zehetner</name>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Alexander Nussbaumer</name>
          <resp>Technische Umsetzung</resp>
        </respStmt>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Institut für Germanistik, Universität Graz</publisher>
        <authority>Austrian Centre for Digital Humanities, University Graz</authority>
        <idno type="PID">o:dic.194</idno>
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        <p></p>
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        <keywords>
          <term>Klagelied</term>
          <term>Männerschelte</term>
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        <bibl>
          <title>[Bürgall gea hear und laß dich fragn]</title>
          <date from="1750" to="1770">um 1760 (?)</date>
          <placeName xml:id="SID.1">Zillertal</placeName>
        </bibl>
        <ab type="incipit">Bürgall gea hear und laß dich fragn</ab>
        <ref target="http://books.google.at/books?id=GNhAAAAAYAAJ&amp;hl=de&amp;pg=RA1-PA59"></ref>
        <listBibl type="references">
          <bibl corresp="info:fedora/o:dic.references/#REF.92" type="monograph">
            <author>Lewald</author>
            <title>Tyrol</title>
            <date>1835</date>
            <note type="citation">Lewald, August: Tyrol, vom Glockner zum Orteles, und vom Garda- zum Bodensee. 1833-34. Bd. 1. München: Literarisch-artistische Anstalt 1835.</note>
          </bibl>
          <bibl corresp="info:fedora/o:dic.references/#REF.90" type="articleandedition">
            <author>Strolz</author>
            <title>Bürgall</title>
            <date>1807</date>
            <note type="citation">Strolz, Johann Nepomuk Georg: Bürgall, ein Zillerthaler Volkslied. Mit Anmerkungen von J. Strolz. In: Der Sammler für Geschichte und Statistik von Tirol (1807), Bd. 2, S. 57-69.</note>
          </bibl>
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            <name>Bürgall aus Lewald</name>
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            <name>Bürgall aus Strolz</name>
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        <div type="comments">
          <p>Das Lied scheint uns vorläufig frühestens wohl durch einen Aufsatz von Johann Nepomuk Georg Strolz aus dem Jahr 1807 übermittelt, wobei nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob dieser es schriftlich oder mündlich zugetragen bekommen hat (allerdings dürfte letzteres wahrscheinlicher sein). Strolz führt das Lied, samt ausführlicher Kommentierung, unter dem Titel &apos;Bürgall&apos; an (Strolz 1807, S. 57). (Da das Lied in seiner Edition durch die vielen Anmerkungen schwer lesbar ist, wurde als pdf zusätzlich eine Version ohne Kommentare hochgeladen.) <lb></lb>Das Lied ist lt. seinen Angaben in dieser Fassung sprachlich der Zillertaler Mundart zuzuordnen. </p>
          <p>Die Entstehungszeit ist einstweilen nicht genau eruierbar; allerdings gibt Strolz an, das Lied sei &quot;ziemlich alt: wenigstens erinnern sich alte Leute, es schon in ihrer Jugend gehört zu haben&quot; (Strolz 1807, S. 57f.). Nachdem Strolz es im betreffenden Artikel 1807 publiziert, scheint mindestens eine Entstehungszeit im 18. Jahrhundert erschließbar; er selbst schätzt die Entstehung auf etwa 1760. </p>
          <p>In der weitgehend literarisch gestalteten Reiseschilderung &quot;Tyrol&quot; von Lewald (1835, S. S. 89-90) wird das Lied ebenfalls abgedruckt; er legt auch eine Melodie bei und ordnet es hinsichtlich der Herkunft dem Tuxertal zu. Die Authentizität der Aufzeichnung scheint jedoch fraglich; vermutlich übernimmt er das Lied von Strolz - inhaltlich stimmen beide Fassungen völlig überein -, verwendet allerdings eine deutlich normalisierte, standardnähere Schreibweise. </p>

          <p>Das Lied findet sich laut RISM-Angaben auch in einer handschriftlichen Sammlung Hermann Kestners (&apos;Sammlung deutscher Lieder&apos; (1830), 55 Lieder) (siehe  <ref target="http://opac.rism.info/search?documentid=451005626">http://opac.rism.info/search?documentid=451005626</ref> ). Diese sollte in der Stadtbibliothek Hannover (&apos;Sammlung Kestner&apos;) liegen, doch ließen sich dazu keine online verfügbaren gänzlich absichernden Informationen finden. Diese Sammlung dürfte vermutlich aber auch keine ältere Version bieten, sondern basiert wohl auf einer der älteren Editionen. </p>
        </div>
      </div>
      <div type="text" xml:id="VAR.1334">
        <bibl>
          <title>[Geh her mein Bürgäl und las dir sagn]</title>
          <date from="1796" to="1815">um 1796 oder später</date>
        </bibl>
        <ab type="incipit">Geh her mein Bürgäl und las dir sagn</ab>
        <ref target="http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00071279/image_292"></ref>
        <list type="sources">
          <item corresp="info:fedora/o:dic.sources/#SRC.176">
            <ab subtype="Liederbuch" type="manuscript">Stubenberger Liederbuch I (BSB Cod. germ. 7340)</ab>
            <date from="1796" to="1815"></date>
          </item>
        </list>
        <div type="comments">
          <p>Stubenberger Gesängerbuch (= Bd. I des sogenannten Stubenberger Liederbuchs), Teil 2, S. 18. </p>
          <p>Es handelt sich um eine Variante mit 11 Strophen; die Variante  <ref target="info:fedora/o:dic.194#VAR.311">&apos;Bürgall gea hear&apos;</ref>  dagegen umfasst nur 9 Strophen; darüber hinaus finden sich im Text einige Abweichungen. </p>
          <p>Der Entstehungszeitpunkt dieser Variante kann nicht genau bestimmt werden: Die Handschrift ist 1796, in Teilen im Zeitraum bis 1815 entstanden. Da es sich um eine Sammlung handelt, wurde das Lied selbst mit Sicherheit vor 1815 verfasst, kann jedoch auch lange vor 1796 entstanden sein. </p>
        </div>
        <div type="transcript">
          <p>1. <lb></lb>Geh her mein Bürgäl und las die Sagn, <lb></lb>geh her und dues nöth laugnä: <lb></lb>du hast ja heundt die ganze Nacht gelauscht, <lb></lb>i ken dirs wohl an in deinen augen: </p>
          <p>2 <lb></lb>Ja freylä häts äs bald därahten, <lb></lb>geh nur her lass dirs Erzehlen, <lb></lb>weil mi halt dö Buemmä dö Säcäröschen gsöln: <lb></lb>ä so für ein nahren haben wölln: </p>
          <p>3 <lb></lb>hat mi s negst ainä auf den kiertä genahrt: <lb></lb>hat gsagt er wohl mir zahlen: <lb></lb>mir kämmän ja dö lengste weil nimä zam: <lb></lb>er miest gewis gegen almä: </p>
          <p>4 <lb></lb>hab im ein Schönnen Rossmarinstokh gekauft: <lb></lb>hab im lassen schön vergolten, <lb></lb>oft hat si halt der lothä nimmä seächä lassen mehr: <lb></lb>wie hani mi nit haeimbli däscholten: </p>
          <p>5 <lb></lb>Ich Suechät alle kürch-Plätz und Preuheusser auf: <lb></lb>und er lies sich ja Nirgens finden, <lb></lb>ist das nit recht für ein nahren gehabt: <lb></lb>auf meine Sel wie wird er sich nit versünden: </p>
          <p>6 <lb></lb>s Püschl hab ich den Lehätwagä hiesl gegeben: <lb></lb>ha gmaeint i wil ein Ehr aufheben: <lb></lb>hat nit einmahl getanzt, <lb></lb>hat mirs nit einmahl gebracht, <lb></lb>hab i Niechtä widä haeimä zotln mögen: </p>
          <p>7 <lb></lb>Ist das der dankh für das Bändl hossen waschen: <lb></lb>wie viel kiertä wökhl hab ich im scha geben: <lb></lb>z letz thuedt er mir an den allergrösten spodt: <lb></lb>sol chä dingä machän aeinä verwegen: </p>
          <p>8 <lb></lb>hab im z Negst ä zwaey wochäläl geben, <lb></lb>kund er ja nit aeis zahlen <lb></lb>wan er hat gethan wie er thun hete soln: <lb></lb>etwan weren noch ein Par gröschlein gfahlen: </p>
          <p>9 <lb></lb>jezt las i mi von kein Lother voppen Nimmehrmehr: <lb></lb>jetz hab ichs schon erfahren: <lb></lb>wan mir aufs negst aeiner aufs fenstel kombt, <lb></lb>wil i mi ä Bräff äschling haben: </p>
          <p>10 <lb></lb>Bue dues nur kaein Menschen nöt sagn: <lb></lb>dö leuth dätn mirs vergunnä: <lb></lb>jetz las i mi von kaein Lohter vopen Nimmehrmehr: <lb></lb>jezt hab ich mich schon besunnä: </p>
          <p>11 <lb></lb>Burgäl kaey wertk werst du nöth däfragn: <lb></lb>das ichs aein Menschen thue sagen: <lb></lb>es wer ja aein gley gringä um das herz: <lb></lb>wan mans kund einen vertreulichen Menschen klagen: </p>
        </div>
      </div>
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