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      <titleStmt>
        <title>
          <name>Herr Vetter grieß Gott! Es ist schier ä Spott</name>
          <date when="1731">1731</date>
          <note type="comments">
            <p>Mahnender &apos;Brief&apos; in Liedform an den Vetter, der zum Protestantismus übergetreten ist. </p>
            <p>Eine Replik auf das Lied findet sich in einem als Neujahrsglückwunsch gestalteten Text, gerichtet  <ref target="info:fedora/o:dic.352">&quot;A Monssie Monssie Warmund Christlich&quot;</ref> , dem &quot;Ein glückseelig Neues Jahr!&quot;  gewünscht wird; dabei wird offenbart, dass nun kein Grund zur Sorge mehr gegeben sei, da der kurzzeitig Abgekehrte wieder dem rechten Weg - und dem rechten Glauben - folge. </p>
            <p>Schreiber/Autorkürzel (?) am Anfang: &quot;JMJB.&quot;  </p>
            <p>Der Text ist wie ein Brief gestaltet (wenn auch in Liedform). Dementsprechend war das Blatt im Original zweimal zusammengefaltet; auf dem so entstehenden Deckblatt (entspricht heute der letzten Seite [6v]) steht in der Art einer Adressierung:  </p>
            <p>&quot;Dises brieffl zuekhomme dem hochedlgeachten N. N. meinem hochgeehrtisten herzliebsten herrn Vettern, gewesten organisten, schuellmaistern, khirchensingern, vnd zechgrobsten, iezt aber, layder!, armseeligen Confessionisten, vnd Protestanten in gebürg.  <lb></lb>gebürg.&quot; </p>
          </note>
        </title>
      </titleStmt>
      <editionStmt>
        <edition>Dialect Cultures</edition>
        <respStmt>
          <name>Christian Neuhuber</name>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Stefanie Edler</name>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Elisabeth Zehetner</name>
          <resp>Editor</resp>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <name>Alexander Nussbaumer</name>
          <resp>Technische Umsetzung</resp>
        </respStmt>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Institut für Germanistik, Universität Graz</publisher>
        <authority>Austrian Centre for Digital Humanities, University Graz</authority>
        <idno type="PID">o:dic.1362</idno>
      </publicationStmt>
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        <p></p>
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        <keywords>
          <term>Protestantenspott</term>
          <term>Bekehrungslied</term>
        </keywords>
      </textClass>
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        <date corresp="info:fedora/o:dic.1362" when="2016-09-08T08:52:57"></date>
        <date corresp="#VAR.1973" when="2016-09-08T08:52:44"></date>
      </change>
    </revisionDesc>
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          <ref target="info:fedora/context:dic.bekehrungslied" type="context">Bekehrungslied</ref>
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      <div type="text" xml:id="VAR.1973">
        <bibl>
          <title>[Herr Vetter grieß Gott! Es ist schier ä Spott]</title>
          <title type="normalized">Herr Veter grüß Gott</title>
          <date when="1731">1731</date>
          <placeName xml:id="SID.1">Salzburg</placeName>
        </bibl>
        <ab type="incipit">Herr Vetter grieß Gott! Es ist schier ä Spott</ab>
        <list type="sources">
          <item corresp="info:fedora/o:dic.sources/#SRC.435">
            <ab type="manuscript">[Sammlung handschriftlicher Blätter] (St. Peter, Archiv (ASP), Akt 617,1)</ab>
          </item>
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            <name>Her Vetter... (ASP, Akt 617,1)</name>
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          </item>
        </list>
        <div type="comments">
          <p>Aus einem Konvolut verschiedener handschriftlicher Blätter im Archiv St. Peter, Akt 617,1 [Blatt 4]. </p>
          <p>30 Strophen </p>
          <p>Transkript in Auzügen: </p>
        </div>
        <div type="transcript">
          <p>[1r] JMJB. </p>
          <p>1. <lb></lb>Herr Vetter grieß Gott! <lb></lb>Es ist schier ä spott, <lb></lb>das ich euch so lang nit getröst in der noth, <lb></lb>ist zwar eüer brief mir längst eingloffen recht, <lb></lb>bin halt gar ein langsamer leser, wie es secht, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>I kunt mir durchaus <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>nit helffen darauß, <lb></lb>bin nacha zum schuelmaista ganga ins hauß. </p>
          <p>2. <lb></lb>Das ist halt ä Mann, <lb></lb>der alle Ding khan, <lb></lb>Ist grob gstudiert, sicht ihms der zechendt nit an, <lb></lb>khan trummeln auf d’noten, auch pfeiffen vnd geign, <lb></lb>khan bitta schen singa, vill anders zugschloeign, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>der hat mir hernach <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>recht außglegt die sach, <lb></lb>das ichs halt hab endla verstanden alß gmach. </p>
          <p>3. <lb></lb>Mir gienge ins herz <lb></lb>ein stich, vnd ein schmerz, <lb></lb>der last mi nit schlaffn, vertreibt mir alle scherz, <lb></lb>das ihr euch so weit, so plumpp habt verlohrn, <lb></lb>von unsere glaubn abgfalln, vnd luterisch worn, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>ierzt losts nur auf mich, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>was ich anierzt sprich, <lb></lb>was mir vnser schuelmaister gsagt hat, sag ich. </p>
          <p>4. <lb></lb>Ihr gebt ia fürwahr <lb></lb>Seel, vnd leib in d-gfahr, <lb></lb>herzliebster herr Vetter, was seyt ihr für a Nar! <lb></lb>Ob euch schon ein luterischer mantl bedeckht, <lb></lb>der teufl waiß, was für ä Sect drunter steckht, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>was gern wolt, das glaubs, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>als krad yber haupts, <lb></lb>seys schwarz oder blab, fragts nit, wer-s dä laubts. </p>
          <p>5. <lb></lb>Vill luterische, schau! <lb></lb>verehrn vnser frau, <lb></lb>Auf die ich mein lebtag auch hoff, vnd vertrau, <lb></lb>ist ferten ihr bildnuß in dem Jubelfest, <lb></lb>zu Augspurg gar abgmahlner vorgestelt gwest, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>auf Christi glaubn trachts, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>sein Mutter verachts, <lb></lb>Die heillign Apostln verspoths, vnd verlachts. </p>
          <p>6.  <lb></lb>Was hat euch Johann <lb></lb>von Nepomuc than, <lb></lb>das ihr Ihn so kezerisch grissen habt an, <lb></lb>in Diernberg obn gibts auch so luterisch strickh, <lb></lb>Sanct Augustin bildnuß waiß auch ein Vnglickh, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>da hofft ihr nur gsteifft, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>wans d=heilign angreifft, <lb></lb>Im himmel wirds haissen, ist d=höll na schier zheifft.  </p>
          <p>[...] </p>
          <p>10.  <lb></lb>Was z=hütta der schmidt, <lb></lb>das glaubt man gar nit,  <lb></lb>für kezerischer Dieb ist, vnd halten vill mit, <lb></lb>Man sagt ia, das zahl von ä 19 sey, <lb></lb>recht schelmisch aufrührer, Spionen darbey,  <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>ihr zehlt gar vngfehr <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>von zehen grichter her, <lb></lb>bey sibenzehentausendt, sibenhundert, schie mehr. </p>
          <p>11. <lb></lb>Der würth zu bischofhoff, <lb></lb>zgleich Mezger der goff <lb></lb>hat etlich birg oxen mit ihm tribn, wie d=schoff, <lb></lb>es wären in alle bey ain vnd zwainzig sein, <lb></lb>allein vnter gmundtn, da spörte mans ein,  <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>seind nit lang dort blibn, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>auf linz hat mans tribn, <lb></lb>i glaub, es wern=s alle bräf hezn, sambt ihn.  </p>
          <p>12. <lb></lb>sandts vnten gnueg ghezt, <lb></lb>(hör ich) werns zu lezt <lb></lb>Auf Salzburg hergliefert, ins gschlosß auffigsezt, <lb></lb>habn schon gsagt, die bürger wolln z=Salzburg sogar <lb></lb>vmb Micheli speisen, wird dannoch halt wahr, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>hinab giengen d=Narr, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>vnd herauf werns fahrn, <lb></lb>wern doch darbey s=fuehrlohn vnd zöhrung erspahrn. </p>
          <p>13. <lb></lb>Verdients ia ein blauß, <lb></lb>löscht aim sein leben auß, <lb></lb>so grabts ihn im garten krat ein hintern hauß, <lb></lb>dort khönts ihren traurigen seelen zu ehren, <lb></lb>das wasßer abschlagen, zum trost d=hosen vmbkhern, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>fahret ia auf mein ayd, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>ohne rey, ohne layd, <lb></lb>schnur grat der höll zue, wie an andarä hayd. </p>
          <p>14.  <lb></lb>Ain thaill habn khain scheuh, <lb></lb>gilt ihnen alß gleih, <lb></lb>Sie predign, vnd tauffen, hat khainna khain weih,  <lb></lb>drumb wern ihnen d=soldaten zum geistlichen lebn, <lb></lb>wenigist vmbä kopf die minores drauf gebn, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>die blaten ä schern <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>thuens ohne dem gern, <lb></lb>z=nächst bey der khoi, so waxen d=haar nimma gern. </p>
          <p>15. <lb></lb>Zwee vornemme herrn,  <lb></lb>i nen nur khain gern, <lb></lb>habn z=wien vntn, khaysa alls anbrecht in ehren, <lb></lb>er hat ä vasrpocha, er dempfft die Rebelln, <lb></lb>die=n fridn habn brocha, väführt so vill Seeln. <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>Vor last er eüch mahn, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>wer sich will verschon, <lb></lb>soll abstehn, sonst tragt er ein leckher daruon. </p>
          <p>16. <lb></lb>Es khamen bereit <lb></lb>Sanct Irgische leüth, <lb></lb>sänt kherl, wie teiffl, begierig auf beüth, <lb></lb>ia woll a schott suppen, khäsß, schmalzkoch, vnd brod, <lb></lb>bräff gelt her, wirds haisßen, lebt ös in der noth, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>die zeitung ist schlecht, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>do gschicht enkh so recht, <lb></lb>öß dickhischen köpf, sowoll baurn, als khnecht.  </p>
          <p>[...] </p>
          <p>[5v] 30.  <lb></lb>Herr Vetta i bitt, <lb></lb>versagt mäs do nit, <lb></lb>werd wieder Catolisch, habt ewigen frid: <lb></lb>Es ist enkha glaube [##Loch im Papier] sag enkhs guet khöck:, <lb></lb>ein zrisßner Joppen von allersand klöckh, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>den ihr iezt bekhent, <lb></lb>
            <space quantity="4"></space>ihr seyd ia väblent, <lb></lb>der anfang ist gwissen loß, elend das End. </p>
          <p>Meines hochgeehrtistn herrn Vetters </p>
          <p>1731 </p>
          <p>getreuer Vetter <lb></lb>wahrmund Christlich, vnwürdiger <lb></lb>hauskhnecht in dem Catolischen <lb></lb>Pfarrhoff Salzburg heraußern gebürg. </p>
        </div>
      </div>
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