Im Arenbergpark wurde im Jahr 2011 mehrere Parkbenennungstafel errichtet. Sie erinnern auch an die Zwangsarbeiter, die hier vom NS-Regime zum Bau von Flaktürmen eingesetzt worden waren. Die Tafeln erläutern außerdem die Baugeschichte der Flaktürme und ihre Funktion für das NS-Regime.
Foto: porem
Transkription
Angelegt 1785 als Privatpark des Fürsten Nikolaus Esterhazy. 1900 von Prinzessin Franziska Arenberg, geb. Liechtenstein, der Stadt Wien verkauft, 1906 als öffentlicher Park umgestaltet. Die in diesem Park errichteten Stahlbetontürme wurden von ZwangsarbeiterInnen verschiedener Nationalität während des 2. Weltkriegs 1942/1943 errichtet. Neben der Fliegerabwehr und der Unterbringung kriegswichtiger Betriebe dienten diese Flaktürme auch als Luftschutzräume für die Bevölkerung. In erster Linie waren diese autoritären Bauten Ausdruck der NS-Propaganda, ihr militärisches Konzept war schon zu Baubeginn überholt. Heute erinnern diese baulichen Relikte, als düstere Mahnmale, an den Vernichtungskrieg und die massenhafte Ausbeutung, Entwürdigung und Ermordung von Menschen im Nationalsozialismus.