Mahnmal Aspangbahnhof
Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden
| Personen, Metadaten und Bilder ansehen
Am 7. September 2017 wurde im Leon-Zelman-Park im Bezirk Landstraße auf dem ehemaligen Areal des Aspangbahnhofs ein Mahnmal enthüllt, das an jene 47.035 Jüdinnen und Juden erinnert, die das nationalsozialistische Regime zwischen 1939 und 1942 von hier in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert hat. Zuvor waren sie aus Sammellagern im 2. Bezirk, zusammengepfercht in offenen Lastwägen, vor den Augen der Wiener Bevölkerung zum Aspangbahnhof gebracht worden. Der Entwurf für das Mahnmal stammt vom Künstlerduo PRINZpod (Brigitte Prinzgau, Wolfgang Podgorschek), deren Vorschlag im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs, ausgeschrieben von Kunst im öffentlichen Raum Wien (KÖR), im November 2016 als Siegerprojekt hervorging. Für die Umsetzung des Mahnmals stellte die Stadt Wien 330.000 Euro zur Verfügung. Das mehr als 30 Meter lange Mahnmal aus Beton ist Bahnschienen nachgebildet, die in einem dunklen Betonblock – Symbol für Tod und Vergessen – enden. Auf einer weiteren Vermittlungstafel in unmittelbarer Nähe zu einem 1983 errichteten Gedenkstein finden sich in deutscher und englischer Sprache Erläuterungen zum historischen Hintergrund des nationalsozialistischen Regimes, den Deportationen, eine Karte mit den Konzentrations- und Vernichtungslagern, sowie Informationen zum Hintergrund des Mahnmals.
