Installation für jüdische Opfer des Nationalsozialismus
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Am 19. Oktober 2017 wurde in der U-Bahn-Station Schottenring im Ausgang "Herminengasse", der in den Bezirk Leopoldstadt führt, die Gedenkinstallation "Herminengasse" präsentiert. Sie erinnert an jene rund 800 jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, die zuletzt in der Herminengasse gelebt haben. Der Entwurf für die Installation stammt von der Künstlerin Michaela Melián und wurde in Zusammenarbeit mit Kunst im öffentlichen Raum Wien (KÖR) und den Wiener Linien realisiert. Die Basis für die Installation bildet eine wissenschaftliche Recherche, mit der die Historikerin Tina Walzer beauftragt wurde. Im Rahmen der Installation führen Linien, die für die Einzelschicksale stehen, von den Wohnhäusern der Herminengasse zu den Konzentrationslagern und zeichnen die Wege der Deportation und der Ermordung nach. Der gewählte Termin für die Eröffnung der Installation hat symbolische Bedeutung – am 19. Oktober 1941 erfolgte die neunte Deportation mit rund 1.000 Menschen vom Aspangbahnhof ins Ghetto Litzmannstadt.
