Gedenktafel Warenhaus Dichter
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Am 22. Oktober 2013 wurde an der Fassade des Dichterhofs an der Ecke Grundsteingasse / Brunnengasse eine Gedenktafel enthüllt, die an das Wirken und das Schicksal der jüdischen Familie Dichter erinnert, die an diesem Ort bis 1938 ein Warenhaus betrieb. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten gelang einem Teil der Familie die Flucht, während andere Familienmitglieder ermordet wurden. Nach Kriegsende kam es zu keiner Restitution. Zwischen 2005 und 2007 stand das Gebäude leer – auf Betreiben der Bezirksvorstehung wurde ein temporärer Kunstraum geschaffen, der vor allem vom Verein masc foundation 39 dada bespielt wurde, der sich mit der Geschichte der Familie Dichter künstlerisch auseinandersetzt. 2007/2008 wurde an dieser Stelle ein Wohnhaus erbaut, das in Erinnerung an die Familie "Dichterhof" heißt. Bei der Tafel handelt es sich um einen sogenannten Wienkl, also eine ergänzende Informationstafel, welche die Geschichte des Ortes kontextualisieren soll. Die Errichtung der Tafel erfolgte in gemeinsamer Absprache zwischen den KünstlerInnen von masc foundation 39 dada, der Bezirksvorstehung sowie der Immobiliengesellschaft conwert.
