Gedenktafel Hans Karl Zessner-Spitzenberg, Emmerich Zederbauer
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Die Gedenktafel für Hans Karl Zeßner-Spitzenberg und Emmerich Zederbauer wurde 1984 im Hauptgebäude der Universität für Bodenkultur in der Gregor-Mendel-Straße 33 angebracht. Stifter der Tafel war das Universitätskollegium. Die Tafel ist aus Metall gefertigt. Hans Karl Zeßner-Spitzenberg war ein Funktionär der christlichsozialen Vaterländischen Front und des austrofaschistischen Regimes. Wegen seiner antinationalsozialistischen Haltung gehörte er zu den ersten vom NS-Regime nach dem "Anschluss" Verhafteten. Er wurde am 18. März 1938 während eines Gottesdienstes in der Kaasgrabenkirche abgeführt und in Gestapo-Haft genommen. Am 15. Juli wurde er in das KZ Dachau überstellt. Schon während des Transports war er schweren Misshandlungen ausgesetzt. Er konnte sich von den schweren inneren Verletzungen nicht erholen und erlag diesen am 1. August 1938. Hans Karl Zeßner-Spitzenberg war eines der ersten österreichischen KZ-Opfer. Emmerich Zederbauer wurde 1937 avancierte Rektor der Hochschule für Bodenkultur und wurde bereits am 12. März 1938 von den Nationalsozialisten festgenommen und im Polizeigefängnis Roßauer Lände inhaftiert. Außerdem wurde er in den zwangsweisen Ruhestand versetzt. Er gehörte dem sogenannten Prominententransport in das KZ Dachau an, von wo er auf Intervention seiner Studenten im September 1938 freikam. Er überlebte die NS-Herrschaft. Nach der Befreiung Wiens wurde der Botaniker als Hochschullehrer rehabilitiert. Er verstarb 1950.
