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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
DOKUMENTIEREN UND VERMITTELN

Digitale Erinnerungslandschaft



Friedensdenkmal

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Wien - Guldengasse, 1140 Wien
Wien / DenkmalPolitischer WiderstandKollektivÖffentlich zugänglich


Das Friedensmahnmal in der Parkanlage Guldengasse erinnert an die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und den „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland im März 1938. Es wurde am 16. März 2009 enthüllt. Die Errichtung durch die Bezirksvertretung Penzing geht auf eine Initiative der Jungen ÖVP Penzing zurück. Umgesetzt wurde es durch Schülerinnen und Schüler der Berufsschule für Baugewerbe im 22. Bezirk. Die Inschrift vermittelt die Sicht der Initiatoren auf die historischen Ereignisse und zitiert eine Strophe des Volksliedes „Die Gedanken sind frei“.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Foto: porem




Transkription

Am 12. März 1938 ging das unabhängige Österreich unter. Verfolgung, Bucherverbrennung und Unterdrückung waren die Folge. Den Mut gegen den Anschluss zu stimmen, brachten nur 0,27 % der Österreicher auf. Die meisten Menschen konnten zwar physisch unter Kontrolle gebracht werden, der Geist blieb jedoch immer frei. Die Gedanken sind frei wer kann sie erraten? Sie fliehen vorbei wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, es bleibt dabei: Die Gedanken sind frei! Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker, das alles sind rein vergebliche Werke. Denn meine Gedanken zerreißen die Schranken und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei! Volkslied vor 1800 1. und 4. Strophe.



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