<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader xml:lang="de">
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Hilfe für jüdische Geflüchtete in der Villa Niedrist Pertisau</title>
        <respStmt ana="marcrelator:mrk">
          <resp>Erfassung der geografischen und historischen Daten</resp>
          <persName>
            <forename>Lukas</forename>
            <surname>Niehvoll</surname>
          </persName>
          <persName>
            <forename>Victoria</forename>
            <surname>Kuhmar</surname>
          </persName>
          <persName>
            <forename>Heimo</forename>
            <surname>Halbrainer</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt ana="marcrelator:mrk">
          <resp>Daten- und Informationsmodellierung</resp>
          <persName>
            <forename>Sebastian</forename>
            <surname>Stoff</surname>
            <idno type="orcid">0000-0001-6941-113X</idno>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Didaktische Aufarbeitung</resp>
          <persName>
            <forename>Georg</forename>
            <surname>Marschnig</surname>
          </persName>
          <persName>
            <forename>Grid</forename>
            <surname>Oelschlegel</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <funder ana="marcrelator:fnd">
          <orgName ref="https://www.zukunftsfonds.steiermark.at/">Land Steiermark: Zukunftsfonds Steiermark</orgName>
          <address>
            <addName>Friedrichgasse 9 8010 Graz</addName>
          </address>
        </funder>
        <funder ana="marcrelator:fnd">
          <orgName ref="https://www.nationalfonds.org/startseite">Nationalfonds der Repuplik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus</orgName>
          <idno type="wikidata">Q27949109</idno>
        </funder>
        <funder ana="marcrelator:fnd">
          <orgName ref="http://www.zukunftsfonds-austria.at/">Zukunftsfonds der Republik Österreich</orgName>
          <idno type="wikidata">Q228721</idno>
        </funder>
        <funder ana="marcrelator:fnd">
          <orgName ref="https://www.graz.at/">Stadt Graz</orgName>
          <idno type="wikidata">Q13298</idno>
        </funder>
        <funder ana="marcrelator:fnd">
          <orgName ref="https://vorarlberg.at/">Land Vorarlberg</orgName>
          <idno type="wikidata">Q38981</idno>
        </funder>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <link target="https://juedischestudien.uni-graz.at/"/>
          <orgName ref="https://d-nb.info/gnd/10034042-8">Centrum für Jüdische Studien, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
        </publisher>
        <authority ana="marcrelator:his">
          <link target="https://informationsmodellierung.uni-graz.at"/>
          <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz </orgName>
        </authority>
        <distributor ana="marcrelator:rps">
          <link target="https://gams.uni-graz.at"/>
          <orgName>GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
        </distributor>
        <date ana="dcterms:issued" when="2019">2019</date>
        <pubPlace ana="marcrelator:pup">Graz</pubPlace>
        <idno type="PID">o:derla.tir229</idno>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0">Creative Commons BY-NC 4.0</licence>
        </availability>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="https://gams.uni-graz.at/derla">DERLA: Digitale Erinnerungslandschaften</title>
        <respStmt ana="marcrelator:pdr">
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Gerald</forename>
            <surname>Lamprecht</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt ana="marcrelator:rth">
          <resp>ZIM Forschungsleiter</resp>
          <persName>
            <forename>Georg</forename>
            <surname>Vogeler</surname>
            <idno type="orcid">0000-0002-1726-1712</idno>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt ana="marcrelator:res">
          <resp>ZIM Mitarbeiter</resp>
          <persName>
            <forename>Sebastian</forename>
            <surname>Stoff</surname>
            <idno type="orcid">0000-0001-6941-113X</idno>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <listBibl>
          <bibl>Halbrainer / Lamprecht / Rigerl, Orte und Zeichen der Erinnerung, Graz 2018.</bibl>
        </listBibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <profileDesc>
      <langUsage>
        <language ident="German"/>
      </langUsage>
      <settingDesc>
        <place>
          <location>
            <geogFeat ref="https://gams.uni-graz.at/archive/objects/o:derla.tir#tir229" type="point">
              <objectType>
                <term ref="https://gams.uni-graz.at/o:derla.keywords#keyword41">Ort ohne Zeichen</term>
              </objectType>
              <geo>47.4365898</geo>
              <geo>11.6979938</geo>
            </geogFeat>
            <address>
              <country>Österreich</country>
              <addName>Pertisau 7, 6213 Pertisau</addName>
              <region>Tirol</region>
            </address>
            <desc>
              <term ref="https://gams.uni-graz.at/o:derla.keywords#keyword43">Öffentlich zugänglich</term>
            </desc>
          </location>
          <idno type="osm-number">node 10253725875</idno>
        </place>
      </settingDesc>
      <textClass>
        <keywords>
          <term ref="https://gams.uni-graz.at/o:derla.keywords#keyword29">Jüdische Opfer - Israelitische Kultusgemeinde</term>
        </keywords>
      </textClass>
    </profileDesc>
    <encodingDesc>
      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
      <editorialDecl>
        <p>Born digital TEI Dokument zur Beschreibung eines Erinnerungsortes bzw. Erinnerungszeichens.</p>
        <p>Erinnerungszeichen markieren Erinnerungsorte und machen sie in der Öffentlichkeit sichtbar. Sie sind ein sichtbarer Verweis auf Ereignisse, Erfahrungen und Verbrechen, die der Nationalsozialismus und Faschismus zu verantworten haben und sind intentionaler Ausdruck der Erinnerungskultur einer bestimmten Gruppe. Sie können physische oder virtuelle Manifestationen sein. Zur genaueren Bestimmung und Analyse werden die einzelnen Erinnerungsorte/Erinnerungszeichen durch spezifische Kriterien genauer klassifiziert und mit Information angereichert. Hierbei kann es zu Überlappungen und in manchen Fällen zu Unschärfen kommen, weshalb teils Mehrfachzuordnungen in den einzelnen Kategorien vorgenommen werden.</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die digitale Erinnerungslandkarte Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert die Erinnerungsorte und -zeichen an die Opfer sowie die Orte des Terrors des Nationalsozialismus in Österreich und setzt sich die kritische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Faschismus und der Erinnerung daran zum Ziel. Die ständig neu zu stellenden Fragen, was, wann, wo und von wem wie erinnert wurde und wird, geben Einblicke in die Transformationen der Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und sind Ausdruck unseres politischen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in der Gegenwart. „Gedächtnisorte“, Denk- und Mahnmäler, Gedenktafeln, Gedenkstätten sowie Straßenbezeichnungen nach WiderstandskämpferInnen und Opfern des NS-Regimes sind die Materialisationen des Geschichtsbewusstseins im Alltag. Der Blick auf die Erinnerungslandschaft in der Gegenwart gibt daher zum einen Einblick in das kollektive Gedächtnis der österreichischen Gesellschaft und zum anderen legt die Beschäftigung mit ihrer Entstehungsgeschichte die Konjunkturen dieser Beschäftigung offen.</p>
      </projectDesc>
      <listPrefixDef>
        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
        </prefixDef>
        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
        </prefixDef>
      </listPrefixDef>
    </encodingDesc>
  </teiHeader>
  <facsimile>
    <graphic mimeType="image/jpeg" style="Querformat" url="info:fedora/o:derla.tir229" xml:id="IMAGE.1">
      <desc>Wiese auf der die abgerissene Villa stand 2022 (© Selina Mittermeier); Villa Niedrist in Pertisau, ehemals Versteck verfolgter Jüdinnen und Juden aus Berlin (© Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek);</desc>
    </graphic>
    <graphic mimeType="image/jpeg" style="Querformat" url="info:fedora/o:derla.tir229" xml:id="IMAGE.2">
      <desc>Wiese auf der die abgerissene Villa stand 2022 (© Selina Mittermeier); Villa Niedrist in Pertisau, ehemals Versteck verfolgter Jüdinnen und Juden aus Berlin (© Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek);</desc>
    </graphic>
  </facsimile>
  <text>
    <body>
      <ab>
        <ref target="context:derla" type="context">DERLA</ref>
      </ab>
      <div type="maintext">
        <p>In der Villa Niedrist waren jüdische Flüchtlinge aus Berlin versteckt. Rudolf Ruhmann erreichte im Jänner 1943 mit gefälschtem Ausweis Pertisau. Die mit ihm befreundeten Geschwister Isabella und Hans Niedrist gaben ihm Unterschlupf. Auf seine Bitte hin nahmen sie auch Irene Dann und ihre Töchter Eva und Marion auf, die sich Anfang Februar 1943 nach Tirol durchschlugen. Eine Denunziation zog eine Hausdurchsuchung der Gestapo nach sich. Die Geschwister Niedrist fanden mit Hilfe des Lehrers Heinz Thaler von Niederau in der Wildschönau neue Unterkünfte für die Geflüchteten auf Bergbauernhöfen außerhalb von Niederau („Egghof“) und in der Gemeinde Hopfgarten („Hühnersbichlhof“). Über 100 Einheimische waren informiert, zahllose Leute boten über zwei Jahre lang Zuflucht und Hilfe. Alle vier überlebten. Noch gibt es kein Gedenkzeichen, das an diesen außergewöhnlichen Akt der Zivilcourage erinnert.</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
