Kriegerdenkmal der Universität am Christoph-Probst-Platz Innsbruck
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Das vom Architekten Lois Welzenbacher entworfene Kriegerdenkmal der Universität Innsbruck mit dem Wahlspruch der völkischen Burschenschaften als Inschrift wurde 1926 eingeweiht. Es erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Uni-Angehörigen und war zugleich ein Monument für die Landeseinheit Tirols nach der Abtrennung Südtirols. Nach 1945 wurde das Denkmal um die Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs erweitert. Um 1970 kamen beide Namenstafeln weg. 1984 wurde am Denkmal eine Tafel für Christoph Probst, Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose, angebracht. Eine weitere Tafel erinnert seit 1991 an die von der Militärdiktatur von San Salvador ermordeten Jesuiten Ignacio Ellacuría und Segundo Montes. Um die deutschnationale Bildsprache des Denkmals zu entschärfen, montierte der Künstler FLATZ 2019 eine überdimensionale Weiße Rose am Monument und stellte den Begriffen Ehre – Freiheit – Vaterland den tiefroten Schriftzug „welche“ voran, von dem das Blut zu tropfen scheint.
