Synagoge Innsbruck
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1910 wurde in einem Stöcklgebäude im Hof des Hauses des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde Wilhelm Dannhauser und seiner Frau Berta in der Sillgasse 15 ein Betsaal eingerichtet: die Innsbrucker „Synagoge”. In der Pogromnacht zum 10. November 1938 wurde das Innere der Synagoge zerstört, 1943 durch einen Bombentreffer auch das Gebäude. Nach dem Krieg wurde es schließlich abgetragen, die freie Fläche ab den 1950er Jahren als Parkplatz genutzt. Ab 1981 erinnerte auf Initiative des israelischen Botschafters in Wien eine wenig sichtbare Gedenktafel an die Synagoge. Unter der Leitung von Esther Fritsch, der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, wurde mit Unterstützung von Bischof Reinhold Stecher und der finanziellen Hilfe von Bund, Land Tirol und der Stadt Innsbruck eine neue Synagoge gebaut. Oberrabiner Paul Chaim Eisenberg eröffnete die nach den Plänen der Architekten Hubert und Michael Prachensky erbaute Synagoge am 21.3.1993.
