Stolperstein für Martin Wolfgang Tornquist
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Martin Wolfgang Tornquist, Kunstmaler, wurde am 31. Mai 1900 in Straßburg im Elsass als Kind von Alexander Johann Heinrich und Anna Elisabeth Tornquist geboren. 1914 erfolgte der Umzug der siebenköpfigen Familie nach Graz in die Gabriel-Seidl-Gasse 10 aufgrund der Berufung des Vaters als Professor für Mineralogie und Geologie an die Technische Hochschule in Graz. Martin studierte nach der Schulzeit an der Münchner Kunstakademie. Er wurde am 5. Oktober 1925 in die Beobachtungsabteilung der psychiatrisch-neurologischen Klinik in Graz (vm. "Heilanstalt für Geisteskranke des Reichsgaues Steiermark, Feldhof = Graz") aufgenommen. Zwischen 1927 und 1940 folgten weitere Aufenthalte in Kliniken und Heilanstalten. Als Erkrankung wurde Schizophrenie diagnostiziert. Am 10. Dezember 1940 erfolgte "wegen Selbst- und Gemeingefährlichkeit die Abgabe an eine Geschlossene Anstalt" und Martin Tornquist kam an die "Heilanstalt für Geisteskranke am Feldhof in Graz". Bis zu seinem Tod wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Martin starb lt. 1947 ausgestellter Sterbeurkunde in der Psychiatrischen Heilanstalt am Feldhof in Graz (vm. Graz – Südwest Hart 17) am 11. Februar 1945. Am 1. November 1944 erfolgte ein Luftangriff auf Graz. Ein Bombentreffer zerstörte die Villa in der Gabriel-Seidel-Gasse 10, wobei Martins Eltern und seine Tante getötet wurden.
