Stele für die Opfer des Nationalsozialismus mit zusätzlicher Nennung von Johann Ellmauer, Engelbert Weiß und Johann Schroffner Erfassung der geografischen und historischen Daten Lukas Niehvoll Victoria Kuhmar Heimo Halbrainer Daten- und Informationsmodellierung Sebastian Stoff 0000-0001-6941-113X Didaktische Aufarbeitung Georg Marschnig Grid Oelschlegel Land Steiermark: Zukunftsfonds Steiermark Friedrichgasse 9 8010 Graz Nationalfonds der Repuplik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus Q27949109 Zukunftsfonds der Republik Österreich Q228721 Stadt Graz Q13298 Land Vorarlberg Q38981 Centrum für Jüdische Studien, Karl-Franzens-Universität Graz Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System 2019 Graz o:derla.sal846 Creative Commons BY-NC 4.0 DERLA: Digitale Erinnerungslandschaften Projektleitung Gerald Lamprecht ZIM Forschungsleiter Georg Vogeler 0000-0002-1726-1712 ZIM Mitarbeiter Sebastian Stoff 0000-0001-6941-113X Halbrainer / Lamprecht / Rigerl, Orte und Zeichen der Erinnerung, Graz 2018. Denkmal 47.840392 13.255982 2008 Österreich Wartenfelserstraße 7, 5303 Thalgau Salzburg Öffentlich zugänglich node 748974847 Kollektiv Politischer Widerstand Religiöser Widerstand Weiss Engelbert 30.04.1891 07.04.1944 Ellmauer Johann 24.04.1909 06.01.1940 World Geodetic System Born digital TEI Dokument zur Beschreibung eines Erinnerungsortes bzw. Erinnerungszeichens. Erinnerungszeichen markieren Erinnerungsorte und machen sie in der Öffentlichkeit sichtbar. Sie sind ein sichtbarer Verweis auf Ereignisse, Erfahrungen und Verbrechen, die der Nationalsozialismus und Faschismus zu verantworten haben und sind intentionaler Ausdruck der Erinnerungskultur einer bestimmten Gruppe. Sie können physische oder virtuelle Manifestationen sein. Zur genaueren Bestimmung und Analyse werden die einzelnen Erinnerungsorte/Erinnerungszeichen durch spezifische Kriterien genauer klassifiziert und mit Information angereichert. Hierbei kann es zu Überlappungen und in manchen Fällen zu Unschärfen kommen, weshalb teils Mehrfachzuordnungen in den einzelnen Kategorien vorgenommen werden. Die digitale Erinnerungslandkarte Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert die Erinnerungsorte und -zeichen an die Opfer sowie die Orte des Terrors des Nationalsozialismus in Österreich und setzt sich die kritische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Faschismus und der Erinnerung daran zum Ziel. Die ständig neu zu stellenden Fragen, was, wann, wo und von wem wie erinnert wurde und wird, geben Einblicke in die Transformationen der Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und sind Ausdruck unseres politischen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in der Gegenwart. „Gedächtnisorte“, Denk- und Mahnmäler, Gedenktafeln, Gedenkstätten sowie Straßenbezeichnungen nach WiderstandskämpferInnen und Opfern des NS-Regimes sind die Materialisationen des Geschichtsbewusstseins im Alltag. Der Blick auf die Erinnerungslandschaft in der Gegenwart gibt daher zum einen Einblick in das kollektive Gedächtnis der österreichischen Gesellschaft und zum anderen legt die Beschäftigung mit ihrer Entstehungsgeschichte die Konjunkturen dieser Beschäftigung offen. Institutionelle und Personale Rollen taxonomie Datums Taxonomie Stele für die Opfer des Nationalsozialismus im ehem. Thalgauer Gerichtsgarten, 2024 (© Hasan Softić) Stele für die Opfer des Nationalsozialismus im ehem. Thalgauer Gerichtsgarten, 2024 (© Hasan Softić) DERLA Im Rahmen des Thalgauer Bedenkjahres enthüllte die Gemeinde am 21. Mai 2008 im Garten des ehemaligen Bezirksgerichts die neu errichtete Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Im Zentrum der Gedenkstätte befindet sich eine Stele samt eingravierter Inschrift des Schriftstellers Karl-Markus Gauß. Darüber hinaus wurden hier die Namen und Todesdaten von Engelbert Weiß, Johann Ellmauer und Johann Schroffner festgehalten, die stellvertretend für all jene stehen, die aufgrund ihrer pollitischen und religiösen Überzeugungen Opfer der NS-Justiz wurden. Vor der Stele befinden sich fünf in den Boden eingelassene Gedenksteine, die der Thalgauer Opfer der “Euthanasie” gedenken sollen. Thalgau 1938 – 1945 Als Unrecht geschah, haben viele mitgemacht: aus Verblendung oder weil es ihr Vorteil war. Als Unrecht geschah, haben viele weggeschaut: aus Angst oder weil sie ihre Ruhe haben wollten. An dieser Stelle sollte nach dem Wunsch der nationalsozialistischen Obrigkeit ein Ehrenhain errichtet werden. Wir ehren gerade an diesem Platz jene, die nicht ihren Vorteil im Auge hatten und ihre Angst überwanden. Drei Gemeindebürger büßten ihren Widerstand gegen das NS-Regime mit dem Tod. Und wir gedenken jener fünf Opfer, die im Vernichtungsprogramm der Euthanasie ihr Leben verloren. (Karl-Markus Gauß)