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Stolperstein für Bigler Eduard

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Salzburg - Schwarzenbergpromenade 60, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinJüdische Opfer - KZJüdische Opfer - Als Jude oder Jüdin verfolgtÖffentlich zugänglich


Eduard Bigler, geboren am 15. März 1868 im oberösterreichischen Wels, war Sohn des jüdischen Ehepaares David und Rosa Bigler und konvertierte 1894 zum evangelischen Glauben. Der Kaufmann und spätere Vizekonsul Argentiniens heiratete seine ebenfalls konvertierte Frau Jolanda Goldberger 1921. Durch den „Anschluss“ musste das Ehepaar am 21. März 1938 ihre Wohnung sowie ihr Büro im Stadtteil Äußerer Stein räumen und in ihre Villa in Aigen ziehen. Der dort eingemietete Dr. Friedrich Hoch denunzierte das Ehepaar bei der Gestapo. Eduard Bigler musste seine Villa verkaufen, behielt aber das Wohnrecht. Eine Restitution wurde später nicht gewährt. Durch die 1939 erlangte argentinische Staatsbürgerschaft glaubte sich das Ehepaar Bigler in Sicherheit. Doch mit Ende der diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern wurden sie am 28. Jänner 1944 verhaftet und am Tag darauf ins KZ Bergen-Belsen ins Lager für ausländische Juden deportiert. Eduard Bigler wurde dort am 4. Juni 1944 ermordet. Jolanda Bigler erlebte die Befreiung und kehrte nach Salzburg zurück, wo sie bis zu ihrem Tod am 17. Februar 1964 im Altersheim Hellbrunn um Gerechtigkeit kämpfte.

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Stolperstein für Bigler Eduard, 2024 (© Sebastian Sillinger)




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