Jakob-Haringer-Straße
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Im Salzburger Stadtteil Itzling erinnert seit 1987 die Jakob-Haringer-Straße an den deutschen, von den Nationalsozialisten verfolgten Schriftsteller. Jakob Haringer, geboren am 16. März 1898 in Dresden, besuchte die Volksschule in München und Salzburg und begann nach dem Schulbesuch eine Lehre als Kaufmann, die er jedoch nach kurzer Zeit wieder abgebrochen hat. Als Anhänger der Münchener Räterepublik wurde er vorläufig verhaftet, jedoch kurz danach wieder enthaftet. Auf Spenden angewiesen, um sein Leben zu bestreiten, lebte er unter anderem in Bad Reichenhall, Salzburg und Ebenau. 1936 bürgerte ihn das nationalsozialistische Regime aus NS-Deutschland aus. Nur zwei Jahre später begann seine Verfolgung durch die Gestapo, der er über Prag ins Elsaß und anschließend in die Schweiz, wo er sich illegal aufhielt. Erst 1943, nach Aufenthalten in Schweizer Flüchtlings- und Internierungslagern, ließ er sich in Bern nieder, wo er mithilfe einflussreicher Freunde lebte. Jakob Haringer starb am 3. April 1948 in Zürich.
