Stolperstein für Zöchling Franz
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Franz Zöchling wurde am 7. Mai 1923 in Salzburg-Itzling geboren. Seine Eltern hießen Maria und Johann Zöchling. Zöchling war Hilfsarbeiter und wurde 1941 zum Reichsarbeitsdienst und anschließend zur Wehrmacht eingezogen. Er diente im Gebirgsjäger-Regiment 136, welches gegen die Sowjetunion am Eismeer im Einsatz war. Dort wurde er verwundet und im Oktober 1943 zum Genesungsurlaub zurück nach Salzburg geschickt. Nachdem sein Bruder auch an der Front und ihr Vater gestorben war und sein Onkel in Hartheim ermordet wurde, beschloss Franz Zöchling zu desertieren und bei seiner Familie unterzutauchen. Er wurde aber am 2. Februar 1944 verhaftet und am 29. Februar 1944 vor ein Kriegsgericht der Division 418 gestellt. Er wurde wegen “unerlaubter Entfernung von der Truppe” zu drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Er wurde während der Haft zur “Bewährung vor dem Feind” an die Front geschickt. Er starb am 10. Februar 1945 in einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager bei Tiraspol in Transnistrien.
