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Stolperstein für Weitenthaler Karl

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Salzburg - Kleßheimer Allee 45, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinPolitischer WiderstandÖffentlich zugänglich


Karl Weitenthaler wurde am 14. Jänner 1896 in Graz geboren und lebte ab 1915 im Mitterberghütten und dann in Böckstein bei Badgastein, wo er als Bergmann und Mineur tätig war. Dort zog er sich bei der Verschüttung eines Stollens ein Nervenleiden zu. 1918 trat er der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und später auch dem Republikanischen Schutzbund bei. Anfang der 1930er Jahre entschloss er sich dazu, der Kommunistischen Partei Österreichs beizutreten, welche aber bereits 1933 im Austrofaschismus verboten wurde. Unter dem NS-Regime blieb er seiner politischen Anschauung treu und bezeichnete die Nationalsozialsten als “Nazikrüppel” und äußerte sich öfters sehr kritisch. Deswegen stand er am 21. Dezember 1939 vor dem “Sondergericht”, welches ihn aufgrund von “Vergehen gegen das Heimtückegesetz” zu zehn Wochen Gefängnis bestrafte. Ab 1941 lebte er zusammen mit seiner Frau und seinem Kind in der Stadt Salzburg, wo er Vorarbeiter einer Baufirma, welche Aufträge des Heeresbekleidungsamtes erledigte, war. Es ist anzunehmen, dass er Kontakt zu anderen ebenfalls dort arbeitenden Kommunisten hatte. Am 1. September 1941 wurde er erneut aufgrund von regimekritischen Äußerungen verhaftet, da ihn neun Arbeitskollegen denunzierten. Er wurde im Rahmen der Kommunisten-Prozesse vom 12. bis 16. Oktober 1942 zu zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren “Ehrverlust” verurteilt. Am 8. Januar 1944 wurde er von der Gestapo München in das KZ Mauthausen deportiert und dort am 25. November 1944 in das Außenlager Kommando Linz III überstellt. Dort starb er am 12. April 1945.

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Stolperstein für Weitenthaler Karl, 2024 (© Robert Obermair)




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