Stolperstein für Sonnleithner Karl
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Karl Sonnleithner wurde am 17. Juli 1897 in Pilsen im heutigen Tschechien geboren. Er war das zweite von vier Kindern des Ehepaares Anna und Max Edler von Sonnleithner. Sein Vater war Berufsoffizier in der k.u.k. Armee. Die Familie lebte ab 1903 in der Stadt Salzburg. Karl Sonnleithners Vater starb 1930. Sein jüngerer Bruder Franz Sonnleithner war Jurist und Polizeikommissär und war als solcher bis 1934 im Bundeskanzleramt in Wien tätig. Unter dem NS-Regime machte er Karriere in Berlin. So war er am Ende des NS-Regimes als Vertreter des Außenministeriums im sogenannten Führerhauptquartier bei Adolf Hitler und war zugegen beim Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Sein Bruder Karl Sonnleithner erlernte den Beruf des Tischlers und war Zeit seines Lebens ledig. Ab 1925 war er Patient in der Landesheilanstalt Salzburg. Von dort wurde er am 21. Mai 1941 nach Hartheim deportiert und dort im Rahmen der nationalsozialistischen Geheimaktion “T4”, auch bekannt als “NS-Euthanasie”, ermordet. Die Menschen, die im Nationalsozialismus im Rahmen der “NS-Euthanasie” verfolgt wurden, wiesen eine Bandbreite von Krankheiten und Beeinträchtigungen auf, darunter schwere Mehrfachbehinderungen, Depressionen, Schizophrenie, Epilepsie, Gehörlosigkeit oder kognitive Einschränkungen.
