Stolperstein für Prodinger Maria
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Maria Prodinger wurde am 9.9.1914 in der Stadt Salzburg geboren. Sie absolvierte eine Lehre als Modistin und arbeitete als Haushälterin. Im Alter von 20 Jahren erkrankte sie an Schizophrenie und wurde in der Landesheilanstalt Salzburg stationär aufgenommen. Während ihres Aufenthalts erhielt sie regelmäßig Besuch von der Familie. So auch am 16. April 1941, jedoch wurde ihnen der Einlass in die Klinik verwehrt, da an diesem Tag der erste Deportationstransport von Patient*innen in die Tötungsanstalt Hartheim ging. Maria Prodinger wurde selbst am 16.4.1941 nach Hartheim deportiert und im Rahmen der nationalsozialistischen Geheimaktion „T4”, auch bekannt als „NS-Euthanasie”, ermordet. Die Menschen, die im Nationalsozialismus im Rahmen der „NS-Euthanasie” verfolgt wurden, wiesen eine Bandbreite von Krankheiten und Beeinträchtigungen auf, darunter schwere Mehrfachbehinderungen, Depressionen, Schizophrenie, Epilepsie, Gehörlosigkeit oder kognitive Einschränkungen. Ihre Eltern wurde von den NS-Behörden darüber informiert, dass Maria „aus mit der Reichsverteidigung im Zusammenhang stehenden Gründen” in eine vergleichbare Anstalt verlegt wurde, wo sie zwei Wochen später an „akuter Miliar-Tuberkulose" gestorben sei, um die tatsächlichen Gründe ihres Verschwindens zu vertuschen.
