Stolperstein für Ortner Rudolf
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Rudolf Ortner wurde am 28. Januar 1920 in Salzburg als erstes von zwei Kindern des Ehepaares Helene und Franz Ortner geboren. Die Eltern trennten sich und 1936 zog Helene mit ihrem jüngeren Kind aus Salzburg weg. Rudolf Ortner wurde als Kind und Jugendlicher in verschiedenen Heimen in Salzburg betreut. Nach dem “Anschluss” 1938 kam er nach Mariatal bei Kramsach in Tirol. Dort befand sich ein Pflegeheim, welches durch den Orden der Barmherzigen Schwestern betreut wurde. Die Pflegeanstalt wurde durch die Visitatorin Anna Bertha Königsegg betreut, welche sich gegen die gezielte Ermordung von Kranken und Beeinträchtigen einsetzte. Als sie am 16. April 1941 von der Gestapo verhaftet wurde, fiel der Schutz für ihre Pfleglinge weg. Rudolf Ortner wurde kurz darauf am 23. Mai 1941 vom Mariatal nach Hartheim deportiert und im Rahmen der nationalsozialistischen Geheimaktion “T4”, auch bekannt als “NS-Euthanasie”, ermordet. Die Menschen, die im Nationalsozialismus im Rahmen der “NS-Euthanasie” verfolgt wurden, wiesen eine Bandbreite von Krankheiten und Beeinträchtigungen auf, darunter schwere Mehrfachbehinderungen, Depressionen, Schizophrenie, Epilepsie, Gehörlosigkeit oder kognitive Einschränkungen.
