Stolperstein für Leinsdorf Erich
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Erich Leinsdorf wurde als Erich Landauer am 4. Februar 1912 in Wien als einziges Kind des jüdischen Ehepaares Charlotte, geborene Loebl, und Julius Landauer geboren. Sein Vater war im Schuhhandel tätig und leidenschaftlicher Amateurpianist. Als Erich Leinsdorf zwei Jahre alt war, starb sein Vater. Schon als Kind bekam Erich Leinsdorf Klavierunterricht und trat im Alter von 15 Jahren im “Roten Wien” auf, wie die sozialdemokratische Arbeiter-Zeitung berichtete. Generell trat er viel bei sozialdemokratischen Feiern auf. Er absolvierte auch ein Seminar über das Dirigieren in Salzburg während der Salzburger Festspiele, wurde aber als hauptsächlich als begabter Pianist berühmt. Zudem war er Assistent von Bruno Walter und Arturo Toscanini. Ab 1934 nannte er sich ausschließlich Erich Leinsdorf. Seine Karriere war stark an Arturo Toscanini gebunden, den er auch auf internationale Tourneen begleitete und ebenfalls bei den Salzburger Festspielen mitwirkte. 1938 reiste er gemeinsam mit Toscanini in die USA aus und war fortan an der Metropolitan Opera engagiert. Er verhalf 1938 auch seiner Mutter zur Flucht nach New York. 1939 heiratete er die Jüdin Anne Frohnknecht und gemeinsam bekamen sie fünf Kinder. 1947 kehrte er nach Wien zurück, um dort eine Volksoper zu dirigieren. In der nach wie vor antisemitischen Stadt war er aber nicht willkommen und kehrte enttäuscht zurück. Am 11. September 1993 starb er in Zürich.
